SCHWEINFURT / LUTSK – In der Nacht auf den 14. Oktober wurde Schweinfurts ukrainische Partnerstadt Lutsk massiv angegriffen. Es wurden mindestens sechs Menschen getötet und 13 weitere verletzt, darunter ein Kind. Eine Person befindet sich in kritischem Zustand im Krankenhaus.
Die Trümmerteile einer neuartigen russischen Drohne schlugen laut Internet in ein Großhandelsgeschäft bzw. Lagerhaus ein und lösten einen Großbrand aus. Dort wurden fünf der Todesopfer geborgen. Zudem wurde durch die Druckwelle eines Einschlags ein neunstöckiges Wohngebäude im Stadtzentrum beschädigt. Auch das bekannte Korsak-Museum für zeitgenössische ukrainische Kunst meldete Schäden an Teilen seiner Sammlung, bleibt aber geöffnet.
Die Attacke war laut Internetrecherche Teil einer koordinierten Welle massiver Angriffe, die auch die Energie- und Kommunikationsinfrastruktur in Kyjiw und anderen Regionen schwer trafen.
Lutsk hat für den 15. Oktober aufgrund der Tragödie offiziell einen städtischen Trauertag ausgerufen. Die Stadt Schweinfurt hat aus Solidarität zu ihrer Partnerstadt Trauerbeflaggung am Rathaus angeordnet. Sie gedenkt der Opfer des Angriffs und ihrer Familien.

