ARNSTEIN / SENNFELD – Kurz vor drei Uhr morgens wurde Mitte August ein Team der Johanniter gemeinsam mit dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) aus Arnstein zu einer beginnenden Geburt alarmiert.
Nach nur acht Minuten erreichte das Team des Rettungswagens die werdende Mutter vor ihrem Zuhause und begleitete sie gemeinsam mit ihrem Mann in den Rettungswagen.
Dort ging es schnell: Nur etwa fünf Minuten nach dem Eintreffen des Teams kam die kleine Jule zur Welt. Während sich ein Teil des Teams um die Mutter und die Geburt kümmerte, bereitete der andere die Erstversorgung des Neugeborenen vor.
Jule wurde direkt nach der Geburt abgetrocknet, warm eingewickelt und medizinisch untersucht. Glücklicherweise ging es Mutter und Kind gut. So konnte der Vater sogar die Nabelschnur selbst durchtrennen. Nach dem Eintreffen des Notarztes durfte er seine Tochter schließlich zum ersten Mal in den Armen halten.
Da Mutter und Kind nicht gemeinsam im regulären Rettungswagen transportiert werden konnten, wurde ein weiterer Rettungswagen mit Babypod nachgefordert. Die Wartezeit nutzten die Eltern für erste gemeinsame Momente mit ihrer Tochter, während die Einsatzkräfte die Familie weiter betreuten. Anschließend wurden Mutter und Tochter wohlauf in zwei Rettungswagen in den Kreißsaal gebracht.
Persönliches Dankeschön
Einige Tage später meldete sich der Vater über die Integrierte Leitstelle Schweinfurt beim Johanniter-Team. Er und seine Frau wollten sich persönlich für die Begleitung während der Geburt und die einfühlsame Betreuung bedanken.
Ende September kam es schließlich zum Wiedersehen. Nachdem sich Mutter und Kind gut erholt hatten, traf die Familie gemeinsam mit ihrer Tochter das damalige Einsatzteam an der Rettungswache in Sennfeld. Wachleiter Matthias Virnekäs überbrachte die Glückwünsche der Johanniter.
„Geburten sind für uns Einsatzkräfte immer besondere Einsätze. Dass wir Jule einige Wochen später gemeinsam mit ihren Eltern wiedersehen konnten und erfahren haben, dass es der Familie gut geht, war auch für uns ein schöner Moment“, sagt Isabella Hub, Sanitäterin der Johanniter.
Beim persönlichen Treffen überreichten die Eltern dem Team ein Dankeschön. Gemeinsam entstanden Erinnerungsfotos und es blieb Zeit, den besonderen Einsatz noch einmal Revue passieren zu lassen.
Bild: Daniela Blumenau / Johanniter

