BAYERN – „Vom Ersti bis zum Nobelpreisträger: Unsere Hochschulen überzeugen mit Talenten, Themen und Topleistungen. Der beste Campus der Republik startet in das Wintersemester 2026/2027 – mit einem beeindruckenden Studienangebot, milliardenschweren Investitionen in die Hochschulinfrastruktur und insgesamt 403.333 Studierenden“, so Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume.
„Das ist nicht irgendeine Zahl aus der Hochschulstatistik – das ist Bayerns größtes Zukunftsversprechen. Wer wissen will, wie der Freistaat morgen aussieht, der muss heute an unsere Hochschulen blicken: Dort sitzen die Talente, dort entstehen die Ideen – dort entscheidet sich unsere Zukunft“, so sagt Blume zum Semesterstart nach der heutigen Sitzung des Bayerischen Ministerrats.
Mit dem Semesterstart biegt auch die Novellierung des Bayerischen Hochschulinnovationsgesetzes (BayHIG) auf die Zielgerade ein. Dazu Wissenschaftsminister Blume: „Recht muss immer auf die Realität reagieren. Mit der Novellierung des BayHIG machen wir Deutschlands modernstes Hochschulrecht noch moderner. Wir fordern und fördern den Einsatz von KI, indem wir das Verbot von KI-Einsatz verbieten. Wir beschleunigen Technologietransfer und Ausgründungen. Wir entbürokratisieren und flexibilisieren. Und wir führen Hochschulordnungsrecht ein und machen mit der Ultima Ratio von Immatrikulationssperre und Exmatrikulation deutlich: Wir dulden keine Extremisten an unseren Hochschulen.“
Überblick zum Semesterstart:
Mehr Studienanfängerinnen und -anfänger
Mit 403.333 Studierenden erreichen Bayerns Hochschulen im Wintersemester 2026/2027 erneut einen Spitzenwert. Einen Anstieg gibt es bei den Studienanfängerinnen und Studienanfängern: Ihre Zahl steigt im Vergleich zum Wintersemester 2025/2026 nach dem Sondereffekt durch die Umstellung auf das neunjährige Gymnasium um 18,8 Prozent auf 67.948. Die Hälfte der Studierenden in Bayern im Wintersemester 2026/2027 ist weiblich (nach Schnellmeldungen genau 50,0 %). Unter den Erstsemester-Studierenden ist sogar mehr als die Hälfte weiblich
(51,3 %). Von den insgesamt 403.333 Studierenden sind 254.745 Studierende an bayerischen Universitäten und 148.588 an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen eingeschrieben.
Neue Studienangebote adressieren Themen unserer Zeit
In allen Regierungsbezirken starten neue Studiengänge und Studienangebote, die wissenschaftliche Exzellenz mit aktuellen gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen verbinden. Dazu gehören unter anderem neue Angebote in Entrepreneurship und Innovation, Nachhaltigkeit und Klimaforschung, Datenwissenschaft und Künstlicher Intelligenz sowie Gesundheitswissenschaften und digitaler Medizin. Beispiele sind der neue Studiengang „Computational Economics and Politics“ an der Universität Bamberg, „KI und Robotik“ an der TH Augsburg und der gemeinsame Studiengang „AI in Biomedicine“ von TUM und FAU.
Auch auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren die Hochschulen mit neuen Angeboten. So entstehen unter anderem Studienmöglichkeiten zu nachhaltiger Transformation, Bevölkerungsschutz und Katastrophenmanagement sowie zu Global Public Policy.
Start: Milliardenoffensive für moderne Hochschulen
Der Freistaat setzt auf eine leistungsfähige Infrastruktur für Forschung und Lehre. Im Juli 2026 wurde eine milliardenschwere Sanierungsoffensive für die bayerischen Hochschulen auf den Weg gebracht. Die Sanierungsoffensive trägt dazu bei, dass der bestehende Sanierungsbedarf abgebaut wird und die Hochschulen langfristig zukunftsfest aufgestellt werden.
Parallel werden zahlreiche neue Forschungs- und Lehrgebäude realisiert. An der Universität Bayreuth entsteht das neue Institute for Entrepreneurship & Innovation, am TUM Campus Ottobrunn-Taufkirchen wird der zweite Bauabschnitt des Interimsgebäudes fertiggestellt. Die Maßnahme ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu Europas größter Fakultät für Luft- und Raumfahrt. Am Flughafen München Franz Josef Strauß nimmt die TUM im Oktober 2026 mit dem RoboGym powered by Neura einen neuen Standort in Betrieb. Weitere wichtige Projekte sind unter anderem der Neubau des Rechenzentrums der Universität Augsburg, das neue Forschungsinstitut für Photonics and Life Science Engineering der Hochschule München sowie neue Gebäude und Einrichtungen für Forschung und Lehre in Ingolstadt, Hof und Würzburg.
Wissenschaft auf Weltniveau – Medizin-Nobelpreis für bayerischen Forscher
Auch international setzen Bayerns Hochschulen Maßstäbe: Mit Professor Georg Nagel von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg erhält ein weiterer Wissenschaftler aus Bayern den Nobelpreis und damit die höchste internationale Auszeichnung für herausragende wissenschaftliche Leistungen. Die wichtigsten internationalen Universitätsrankings führen die beiden bayerischen Exzellenzuniversitäten TUM und LMU als die besten deutschen Universitäten; weltweit gehören sie zu den Top 50. In den THE World University Rankings sind sie als die beiden bestplatzierten Universitäten innerhalb der EU bewertet.

