SULZBACH-ROSENBERG / BERGTHEIM – Handball-Herz – was will man mehr! Trotz nicht bester personeller Voraussetzungen, aber mit dem Herz in der Hand, setzte sich der HSV Bergtheim am Feiertag verdient mit 21:17 beim Regionalliga-Absteiger HC Sulzbach-Rosenberg durch und zeigte eine Teamleistung, welche hoffen lässt auf weitere erfolgreiche Auftritte in dieser Saison.
Personell stark dezimiert (Grimminger, Flohr, Heizenröther, Kager, Maurer, Brand – alle nicht zur Verfügung) trat man die Reise zum Auswärtsspiel in die Oberpfalz bei einem diesjährigen Absteiger aus der Regionalliga an. Beide Mannschaften starteten druckvoll, jedoch auch fehlerbehaftet und es entwickelte sich von Beginn an ein Spiel mit viel Kampf und wenigen Toren auf beiden Seiten, jedoch wusste der HSV Bergtheim daraus mehr zu machen.
Das 4:2 durch Viola Wolz (10.) sorgte für die erste Zwei-Tore Führung in diesem Spiel, welche von der Heimmannschaft jedoch postwendend egalisiert wurde. Die HSV-Damen blieben sehr gut im Spiel und bei einer erneuten Zwei-Tore Führung (5:7 / 16.) nahm der Heimtrainer die erste Auszeit. Diese brachte kurzfristig eine Besserung in das Spiel der Gastgeberinnen (8:8 / 23.), doch der HSV Bergtheim ließ sich davon nicht beirren und ging mit einer 11:9 Führung in die Halbzeit. Dank einer sehr starken Abwehrleistung, jedoch auch noch mit Steigerungspotenzial im Angriffsspiel bezüglich der Chancenverwertung.
Das erste Tor im zweiten Durchgang erzielte zwar der HSV Bergtheim, doch den besseren Start erwischte die Heimmannschaft und konnte zum 12:12 (39.) ausgleichen. Dies setzte noch weitere Kräfte und einen starken Willen bei den HSV-Damen frei und Bergtheim konnte beim Spielstand von 13:16 (45.) erstmals mit drei Toren in Führung gehen, womit der Glaube an einen Auswärtssieg auf und neben dem Spielfeld stärker wurde. Mit jeder gelungenen Abwehraktion pushte sich die Mannschaft, ließ die Gegnerinnen nicht ins Spiel kommen und konnte den Vorsprung halten (15:18 / 49.).
Anne Wolf mit dem 15:19 (53.) sorgte für die zweite Auszeit der Heimmannschaft. Durch einen Doppelschlag innerhalb von dreißig Sekunden konnte Sulzbach danach zwar auf 17:19 verkürzen, doch wiederum Wolf sorgte mit zwei Toren in der Schlussminute nach einem packenden Fight für die Entscheidung. Mit dem Schlusspfiff brachen dann alle Dämme bei der Mannschaft, dem Trainerstab und den mitgereisten HSV-Fans. Ein riesengroßer Dank geht an die mitgereisten HSV-Fans, für deren bedingungslose und lautstarke Unterstützung während des kompletten Spiels. Die der Mannschaft gerade in der zweiten Halbzeit im Angriffsspiel zusätzlichen Motivationsschub gaben und für Heimspielatmosphäre schon ab der ersten Spielminute sorgten.
Fazit: Mit einer grandiosen Mannschaftsleistung während des gesamten Spiels wurde der erste Auswärtssieg in dieser Saison eingefahren – bei einem diesjährigen Absteiger aus der Regionalliga. Leidenschaft, Emotionen und der pure Wille sorgten dafür, dass es in der Abwehr nur sehr selten ein Durchkommen für die Heimmannschaft gab, im Angriffsspiel mit harter Arbeit und Geduld die notwendigen Tore erzielt wurden und trotz manch kritischer Phase in der zweiten Halbzeit das Spiel für den HSV entschieden werden konnte. Annina Tucher im Tor gab der Mannschaft viel Rückhalt, unter anderem mit vier gehaltenen 7-Metern, und alle Feldspielerinnen waren aus dem Spiel heraus erfolgreich im Torabschluss. Der teils betriebene Chancenwucher in der zweiten Halbzeit verhinderte einen deutlicheren Auswärtssieg und ließ die mitgereisten HSV-Fans bis zum Schluss zittern, sorgte jedoch mit Schlusspfiff für großen Jubel und pure Emotionen auf und neben dem Spielfeld.
Am kommenden Samstag (10.10.26 / 18:00 Uhr) steht das Heimspiel gegen die HSG Pleichach auf dem Programm. Mit den beiden Siegen aus den letzten beiden Spielen (jeweils nur 17 Gegentore) geht die Mannschaft voller Selbstvertrauen und mit breiter Brust in dieses Derby und möchte im zweiten Heimspiel den dritten Sieg in Folge einfahren. Die Damen 1 freuen sich über zahlreiche und lautstarke Unterstützung. (sb)
Für den HSV spielten: Tucher A. (TW), Wolf A. (5), Wolz V. (4), Hartl T. (3), Schömig S. (2), Hofmann N. (2), Hackenbroich J. (2), Dinkel S. (2), Römmelt L. (1)
D-Jugend-Mini-WM des BHV:
weibliche D-Jugend:
Am 04.10.2026 hieß es für die weibliche D-Jugend früh aufstehen, denn die Vorrunde der Mini-WM in Rothenburg stand an. Der HSV durfte hier das Land Bahrain vertreten. Im ersten Spiel mussten sich die HSV-Mädels gegen Japan (TSV Roßtal) deutlich geschlagen geben. Gegen die schnelle und ballorientierte Abwehr fanden sie nicht das richtige Mittel. Das zweite Spiel gegen Nordmazedonien (HSG Pleichach) konnte der HSV nach verhaltenem Start für sich entscheiden und zeigen, dass sie nicht nur gut spielen, sondern auch kämpfen können. Gegen Island (TSV Rothenburg) schwanden dann die Kräfte deutlich und so folgte die zweite Niederlage. Dadurch, dass Nordmazedonien alle Spiele verloren hat, reicht es trotzdem für die weibliche D-Jugend zum Einzug in die Hauptrunde am ersten Ferienwochenende (mw).
männliche D-Jugend:
BHV-Mini-WM in Rothenburg – Bahrain erkämpft sich in die Herzen der Heim-Fans
Bei der BHV-Mini-WM der männlichen D-Jugend in Rothenburg sicherte sich Nordmazedonien (DJK Waldbüttelbrunn) den Turniersieg vor Island (TSV Rothenburg) und Japan (TSV Roßtal). Bahrain (HSV Bergtheim) belegte ohne einen einzigen Auswechselspieler einen hervorragenden 4. Platz. Obwohl die Kräfte am Ende knapp wurden, kämpfte die Mannschaft bis zur letzten Minute – ganz nach dem Motto: Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weitergehen! Aus jeder Spielminute konnte das Team enorm viel lernen und wertvolle Erfahrungen sammeln. Für ihren unermüdlichen Einsatz wurden die Bergtheimer Nachwuchstalente von den mitgereisten heimischen Fans begeistert gefeiert und feierten sich so verdientermaßen zum echten Sieger der Herzen. (kr)



