SCHWEINFURT – Ende September fand der jährliche Aktionstag gegen Glücksspielsucht statt. Gemeinsam mit 24 weiteren Fach- und Kompetenznetzwerkstellen der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) beteiligte sich die Diakonie Schweinfurt, um auf das oft unterschätzte gesellschaftliche Problem aufmerksam zu machen.
Im Rahmen des Aktionstags haben die Berater:innen der Diakonie Schweinfurt am 25. September mit einem Informationsstand und Umfragesäule zum Thema „Sportwetten-Werbung verbieten?“ Passant:innen in der Innenstadt informiert und zum Nachdenken angeregt.
„Glücksspiel ist kein harmloser Zeitvertreib, sondern birgt ein massives Suchtpotenzial. Die Abwärtsspirale aus Verlusten und dem verzweifelten Drang, diese wieder auszugleichen, dreht sich oft rasend schnell – wie schnell man dabei buchstäblich alles verlieren kann, wird leider meist erst dann erkannt, wenn die Folgen bereits schwerwiegend sind“, warnt Konrad Landgraf, Geschäftsführer der LSG und Suchtexperte. „Deshalb ist der bundesweite Aktionstag ein unverzichtbares Instrument für uns. Er gibt uns die Möglichkeit, Glücksspielsucht einmal mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, für die Gefahren zu sensibilisieren und Betroffenen zu zeigen, dass es Hilfe gibt“, ergänzt Landgraf.
Auch Stefan Glos, Leiter der Suchtberatung der Diakonie Schweinfurt, findet passende Worte zum Aktionstag: „Wir sehen jeden Tag, welche Folgen exzessives Glücksspiel haben kann. Prävention und niedrigschwellige Hilfsangebote müssen weiter gestärkt und klare Regeln für Werbung festgelegt werden.“
Foto: Andrea Weth

