Selbst am Steuer des ICE: Die Strecke Nürnberg–Würzburg wird virtuell befahrbar

Selbst am Steuer des ICE: Die Strecke Nürnberg–Würzburg wird virtuell befahrbar

IPHOFEN / KITZINGEN – Ein neues Computerspiel bildet die fränkische Bahnstrecke über Fürth, Neustadt (Aisch), Iphofen und Kitzingen nach. Ein vereinfachter Spielmodus macht den Einstieg auch für Menschen möglich, die noch nie ein Videospiel gespielt haben.

Wer in Franken regelmäßig mit dem Zug unterwegs ist, kennt die Strecke zwischen Nürnberg und Würzburg. Ab sofort kann man sie auch einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben: vom Führerstand aus. Das Zugsimulationsspiel „Train Sim World 7“ enthält eine detailgetreue virtuelle Nachbildung der Bahnstrecke. Wer den ICE, die S-Bahn oder den Güterzug schon einmal vorbeifahren sah, kann jetzt selbst das Steuer übernehmen.

Zum TSW7 Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=SSakFVe5qs4

Mehr als 100 Kilometer Heimat

Die virtuelle Strecke führt vom Nürnberger Hauptbahnhof über Neustadt (Aisch) zum Würzburger Hauptbahnhof. Sie umfasst mehr als 100 Kilometer befahrbare Gleise, 19 Bahnhöfe und den Nürnberger Rangierbahnhof. Auf dem Weg begegnen den Spielern vertraute Orte wie Fürth, Iphofen und Kitzingen.

Auch die Geschichte der Verbindung lässt sich nachvollziehen. Die Strecke über Neustadt (Aisch) wurde 1865 eröffnet und bot damals eine direktere Verbindung zwischen den beiden fränkischen Metropolen als die bereits bestehenden, längeren Routen. Seither hat sie sich zu einer der wichtigsten Bahnstrecken der Region entwickelt, auf der Regionalzüge, S-Bahnen, ICE-Fernverkehr und Güterzüge gemeinsam unterwegs sind.

Wie im echten Leben ist die Strecke abwechslungsreich: Zwischen Neustadt (Aisch) und Iphofen sind Geschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometer pro Stunde möglich, in Stadtnähe wird es kurvenreicher und gemächlicher. Moderne Fernzüge legen die Strecke zwischen den beiden Hauptbahnhöfen in nur etwa 51 bis 52 Minuten zurück.

Lokführer werden, ohne Vorkenntnisse

Bisher galt „Train Sim World“ als Spiel für Kenner. Die Simulation ist so realistisch, dass sie ähnliche Fähigkeiten verlangt wie der Beruf des Lokführers, und das schreckte viele Einsteiger ab. Mit „Train Sim World 7“ ändert sich das. Ein vereinfachter Spielmodus ermöglicht es, sich ohne lange Einarbeitung in den Zug zu setzen und sofort loszufahren. Man muss weder Spielerfahrung noch Eisenbahnwissen mitbringen.

Wer später mehr wissen möchte, kann Schritt für Schritt tiefer in die Materie einsteigen und die Technik der Züge, Signale und Abläufe des Bahnbetriebs nach und nach kennenlernen.

Vom S-Bahn-Triebzug bis zum ICE 4

Die Spieler sind nicht auf einen Zugtyp beschränkt. Die Strecke bildet die Vielfalt des realen Bahnverkehrs ab:

DB BR 440: Der Triebzug, den Fahrgäste aus dem Regionalverkehr und von der Nürnberger S-Bahn-Linie S6 kennen, ist die wichtigste Neuheit auf dieser Strecke.

DB BR 442: Ein weiterer Zug der Nürnberger S-Bahn.

DB BR 401 (ICE 1): Ein Klassiker im Fernverkehr.

DB BR 193 „Vectron“: Die Lokomotive für den Güterverkehr.

DB BR 412 (ICE 4): Er feiert mit „Train Sim World 7“ sein Debüt in der Spielereihe. Gefahren werden können sowohl 12-Wagen- als auch 13-Wagen-Varianten, darunter ICE-Verbindungen zwischen Nürnberg und Würzburg.

Gerade der ICE 4 ist für die Region von großer Bedeutung. Im Fahrplan 2026 der Deutschen Bahn verkehrt er stündlich auf der Verbindung München–Nürnberg–Würzburg–Hannover–Hamburg, in der Regel als 12-Wagen-Zug. Insgesamt fahren zwischen Nürnberg und Würzburg etwa halbstündlich ICE-Züge. Der Zug, den man im Spiel steuert, ist auf der echten Strecke also ein vertrauter Anblick.

„Die Strecke zwischen Nürnberg und Würzburg ist für viele Menschen in Franken Alltag. Wir wollten sie so lebendig nachbilden, dass man sie beim Fahren sofort wiedererkennt, und mit dem vereinfachten Spielmodus auch denen zugänglich machen, die noch nie ein Spiel dieser Art gespielt haben“, so Lukas Kllimczyk, Senior Producer Train des britischen Simulationsspieleentwicklers Dovetail Games.

Für alle, die Train Sim World 7 zum ersten Mal ausprobieren möchten, steht ein kostenloses Starter-Paket zur Verfügung. Das kostenlose Starter-Paket gewährt Spielern Zugang zum Trainingszentrum sowie zu Tools im Spiel wie „Free Roam“ und dem „Livery Designer“.

Mit der kostenlosen Version können Spieler im Trainingszentrum eine ganze Reihe von Lokomotiven ausprobieren, bevor sie die Vollversion kaufen oder von einer früheren Version von „Train Sim World“ upgraden – wobei ihre gesamte Add-on-Sammlung mit übernommen wird. Train Sim World 7 kann auf der PlayStation 5, der Xbox Series X|S, dem PC und Steam Deck gespielt werden. Erhältlich für 44,99 Euro (Standard) / 71,99 Euro (Deluxe) / 116,99 Euro (Ultimate)

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