Nach fünf Saisons ist Schluss: Niko Wolf verlässt nach Ende dieser Saison seine zweite Heimat Büchold

Nach fünf Saisons ist Schluss: Niko Wolf verlässt nach Ende dieser Saison seine zweite Heimat Büchold

BÜCHOLD / FUCHSSTADT – Kürzlich wurde Niko Wolf runde 40 Jahre alt. Seit gut zwei Wochen weiß die DJK Büchold, dass er nach der fünften Saison kommenden Sommer aufhören wird beim Fußball-Kreisligisten. Auch die Mannschaft hat vom Entschluss bereits erfahren. „Ich wollte es frühzeitig mitteilen, damit der Verein in Ruhe einen Nachfolger finden kann“, sagt Wolf.

Rückblende: 2022 kam der langjährige Spieler und Kapitän des FC Fuchsstadt, der auch im Ort vor den Toren Hammelburgs lebt, nach Büchold. Als Nachfolger von Wasilis Härtel, der mit dem Team gerade den Abstieg aus der Kreisklasse mit dem direkten Wiederaufstieg gutmachte.

Niko Wolf übernahm nach seinem Engagement von 2017 bis 2022 zusammen mit Fabian Benkert bei der DJK Wülfershausen und dann einem Jahr Pause, stieg überraschend gleich weiter auf in die Kreisliga, etablierte Büchold zunächst als guter Fünfter, um dann zwei Mal als Zweiter in die Relegation zur Bezirksliga einzuziehen.

Zwar erfolgte jeweils das Aus gleich in Runde eins, erst gegen Großbardorf 2 und dann gegen Thulba, beide danach Aufsteiger. „Doch wir haben trotz der Niederlagen auf uns aufmerksam gemacht und sind nun nicht nur im MSP-Gebiet bekannt“, weiß Wolf, der mit dem Dorfverein aus dem kleinen Ort bei Arnstein im Landkreis Main-Spessart für Aufsehen sorgte, weil nach Reiterswiesen 2025 rund 1000 Zuschauer kamen und nach Elfershausen heuer sogar fast 2.000.

„Ich brauche eine Auszeit zum Akkuaufladen. Die dann fünf Jahre waren sehr zeitintensiv und nervenaufreibend“, sagt der Biologielaborant und Vater zweiter kleiner Kinder, der einfach mal wieder mehr mit seiner Familie unternehmen möchte.

„Das Miteinander in Büchold, das zu meiner zweiten Heimat wurde, sucht Seinesgleichen“, schwärmt er jedoch und zeigt schon jetzt ein bisschen Trauer. „Ich durfte hier supernette Menschen kennen lernen, die jederzeit motivierte Mannschaft ist mir an´s Herz gewachsen und ich durfte mit drei Co-Trainern zusammenarbeiten.“ Johannes Feser, Sebastian Heinlein und jetzt Steffen Bachmann gingen und gehen stets voran mit Leistung auf dem Feld.

Mindestens 19 Spiele stehen bis Mai 2027 aber noch vor Niko Wolf und seiner Truppe. Das kommende schon am Sonntag ist das zweite von vieren in Folge auswärts und beim FC Röthlein in Schwebheim ein echter Schlager: Der Tabellenzweite erwartet den Fünften, der 17 Punkte aus den letzten sieben Partien ohne Niederlage holte und der gerade wieder oben anzugreifen scheint. Zumindest Platz zwei scheint ein drittes Mal durchaus in Reichweite zu liegen, auch wenn mit zudem dem Nachbarn aus Arnstein, Essleben, Stammheim oder Zeuzleben die Spitzenteams der Schweinfurter Kreisliga 1 allesamt bärenstark sind.

Die gemeinsame Abschlussfahrt haben Trainer und Team für Juni 2027 bereits gebucht: Es geht nach „Malle“, auf die Lieblingsinsel von Niko Wolf.

Der regionale und lokale Fußball wird präsentiert von Sport König aus Werneck im Landkreis Schweinfurt.

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