Zum Kellernachbarn vom Saaletal ins Brexbachtal: Dem TSV Bad Königshofen täte ein zweiter Saisonsieg beim TTC Zugbrücke Grenzau sehr wohl gut

Zum Kellernachbarn vom Saaletal ins Brexbachtal: Dem TSV Bad Königshofen täte ein zweiter Saisonsieg beim TTC Zugbrücke Grenzau sehr wohl gut

GRENZAU / BAD KÖNIGSHOFEN – Die Reise zum Auswärtsspiel, Montag, 19 Uhr, führt die Mannschaft des TSV Bad Königshofen wieder einmal ins rheinland-pfälzische Höhr-Grenzhausen. Gastgeber am fünften Spieltag ist der langjährige Gegner, seit dem Bundesligaaufstieg 2017, die Hotel-Mannschaft TTC Zugbrücke Grenzau.

Die Duelle zwischen den Brexbachtalern und den Saaletalern hatten immer Krimi-Charakter, endeten oft sehr knapp, gingen meistens in den Entscheidungssatz und ins Entscheidungsdoppel.

Von den 18 Begegnungen konnten die Grabfelder elf für sich entscheiden. Die meisten dieser elf Siege gab es allerdings in den ersten Jahren. In der jüngeren Vergangenheit fügten die Grenzauer den Königshöfern empfindliche Niederlagen im Kampf um den Klassenerhalt und sogar um die Play-Off-Teilnahme zu.

Wer erinnert sich nicht an die 2:3-Heimniederlage in der Shakehands-Arena am letzten Spieltag im April 2025, die das Aus im Kampf um die Play-Offs bedeutet hätte. Wenn nicht per Fern-Unterstützung der Post SV Mühlhausen dem TSV doch den Weg in die Top-4 des deutschen Tischtennis geebnet hätte. Das letzte Treffen am 17. Januar dieses Jahres gewann der TSV im Heimspiel mit 3:2.

Eines fällt allerdings bei diesem Rückblick auf: Der Heimvorteil verlor in der jüngeren Vergangenheit zunehmend an Bedeutung. Immer öfter gewann der Gast. Die vergangene Saison beendete Grenzau als Drittletzter (16:28 Punkte) und wäre damit auch ohne den Aufstiegsverzicht der Zweitligisten in der TTBL geblieben.

Bad Königshofen (14:30) profitierte davon bei satzungsgemäß zwei Absteigern als Vorletzter. Für diese Saison hat allerdings der TSV Windsbach schon sein Aufstiegsinteresse angemeldet, so dass es zumindest einen Absteiger geben wird, wobei ein zweiter immer noch im Raum steht. Momentan, nach vier Spielen und jeweils 2:6 Punkten, müssen sich noch beide Vereine mit solchen Gedanken befassen.

Die Reaktionen durch Neuverpflichtungen sind beim Verein des Cheftrainer-Itagaki-Nachfolgers Timo Neumann zumindest sparsamer ausgefallen. Sie beschränkten sich auf Liao Cheng-Ting aus Taiwan, dem aber noch kein Sieg gelungen ist. Er war allerdings auch nur bei zwei TTBL-Spielen im Einsatz, in den beiden Pokalspielen überhaupt nicht, und kann mit seiner 0:3-Bilanz keine Eigenwerbung machen, sie allerdings auch nicht auf der Bank verbessern. Filip Zeljko und Daniel Habesohn kamen auf je 1:1, Andre Bertelsmeier auf 1:4 und der Teamkapitän Bastian Steger auf 3:0. Er wurde bei der letzten 0:3-Heimniederlage gegen Ochsenhausen krankheitsbedingt schmerzlich vermisst und sollte wieder einsatzbereit sein.

Der TTC Zugbrücke Grenzau, seit 1982/83 in der 1. Bundesliga, hat ganz andere Strukturen und Ressourcen als der TSV – und nationale wie internationale Erfolge wie Deutscher Meister, Pokalsiege und ETTU-Pokalsiege. 20 Jahre lang hintereinander erreichte er das Halbfinale der Bundesliga. Für diese Runde hat man sich mit zwei hochkarätigen Neuzugängen verstärkt. Der britische Nationalspieler Liam Pitchford (32) und der chinesische Liang Yan-Ning (25) konnten aber noch nicht eingesetzt werden. Ein neues Gesicht an der Box, Cheftrainer und Nachfolger von Slobodan Grujic, ist Chen Zhibin. Der Luxembourger Luka Mladenovic, ein unbequemer Materialspieler, hat den Verein verlassen.

Falls die Neuzugänge immer noch fehlen, dürfte es ein Wiedersehen mit dem Ex-Königshöfer Martin Allegro, Bilanz 1:2, geben. Ansonsten ist mit Yi-Hsin-Feng (3:1) und Maciej Kubik (1:3) zu rechnen, weniger mit dem Briten Sam Walker (0:4). Wenn auch im September noch kein Meister und keine Absteiger gemacht werden: Ein zweiter Sieg täte der zuletzt etwas verunsicherten TSV-Mannschaft aber schon gut.

Das nächste Mal Heimrecht hat der TSV Bad Königshofen dann erst am Sonntag, den 8. November, gegen das aktuelle Schlusslicht Schwalbe Bergneustadt. Am Freitag, den 25.09, geht es zunächst auch noch zum 1. FC Saarbrücken.

Text und Foto: Rudi Dümpert für www.mainfranken.news

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