Das Universitätsklinikum Würzburg warnt erneut vor sogenannten „Schockanrufen“

Das Universitätsklinikum Würzburg warnt erneut vor sogenannten „Schockanrufen“
Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz

WÜRZBURG – Das Universitätsklinikum Würzburg (UKW) warnt erneut vor sogenannten „Schockanrufen“. Damit werden Betrugsversuche bezeichnet, bei denen sich Kriminelle am Telefon z.B. als Ärzte, Polizisten oder Familienangehörige ausgeben und eine Notlage oder gar die Lebensgefahr von Angehörigen vorgaukeln.

Den Schockmoment des Angerufenen nutzen die Betrüger dann aus, um das Opfer zu unüberlegten Handlungen zu drängen, in der Regel zu einer hohen Geldzahlung.

Dem UKW sind nun zwei konkrete Fälle bekannt geworden, bei denen sich die Anrufer als Mitarbeitende des UKW ausgegeben haben. Die Anrufer forderten die Gesprächspartner auf, unmittelbar eine hohe Summe für die Behandlung eines Angehörigen zu zahlen. Die Anrufe stellten sich sehr schnell als Betrugsmasche heraus, denn die Angerufenen nahmen direkt Kontakt zu den Angehörigen auf.

Das UKW rät zur Vorsicht und betont:

Das UKW fordert nicht zur Zahlung von Behandlungen per Telefon auf. Mitarbeitende des UKW werden zu keiner Zeit über einen Telefonanruf einen Geldbetrag fordern, um eine lebenswichtige dringliche Behandlung bei einer erkrankten oder verletzten Person durchzuführen. Betroffene sollten niemals auf derartige Zahlungsaufforderungen eingehen und sich immer vergewissern, wenn der Anrufer großen Zeitdruck erzeugt.

Das Bundeskriminalamt rät dazu, bei solchen Schockanrufen, die tatsächlichen Angehörigen unter den bekannten Daten zu kontaktieren. Weitere Hinweise gibt es u.a. auf dieser Website des Bundeskriminalamtes. Personen, die einen solchen Schockanruf erhalten, wenden sich bitte an die örtlich zuständige Polizeidienststelle oder auch direkt an die 110.

Krankenhäuser deutschlandweit – auch das UKW – werden immer wieder im Rahmen von betrügerischen Schockanrufen missbraucht, um einen Notfall oder die schwere Erkrankung eines Angehörigen vorzutäuschen und so hohe Geldsummen einzufordern. Es wird z.B. fälschlicherweise behauptet, dass für eine Behandlung oder ein besonders teures Medikament dringend ein hoher Geldbetrag bereitzustellen sei. Diese Art der Schockanrufe ist in den letzten Jahren leider deutschlandweit zu beobachten. Bereits im Mai wurden dem UKW solche Fälle in der Region berichtet.

Hinweise zum richtigen Verhalten bei Schockanrufen stellt die Polizei im Internet z.B. auch hier zur Verfügung:

https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/schockanrufe-panikmache-am-telefon-legen-sie-sofort-auf

Auch dort stellt die Polizei nochmals klar:

„Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen. Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie die Polizei.“

Comments

No comments yet. Why don’t you start the discussion?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert