Vorausschauende Biotopplanung seit zehn Jahren: Wasser für die Wildtiere im Stadtwald

Vorausschauende Biotopplanung seit zehn Jahren: Wasser für die Wildtiere im Stadtwald

WÜRZBURG – In den letzten Wochen haben auch die heimischen Wildtiere im Stadtwald stark unter der anhaltenden Wasserknappheit und den hohen Temperaturen gelitten. Hier bewährt sich nun eine langfristige Maßnahme des Forstbetriebs.

In den vergangenen zehn Jahren wurden gezielt zahlreiche Feuchtbiotope im Stadtwald angelegt und gepflegt. Diese kleinen Stillgewässer und Tümpel dienen als wichtige Trink- und Lebensräume für Rehe, Wildschweine, Füchse, Vögel, Amphibien und Insekten. Trotz der langen Trockenphase von Juni bis August dieses Jahres verfügten damit einzelne dieser Biotope noch über ausreichend Wasser und wurden so zu zentralen Anlaufstellen für viele Waldbewohner. Damit zeigt sich, wie wertvoll eine vorausschauende, ökologisch orientierte Waldentwicklung für die Artenvielfalt und die Widerstandsfähigkeit des Ökosystems Stadtwald ist.

Aktive Notfallversorgung durch den Forstbetrieb

Um dem Austrocknen weiterer Feuchtbiotope entgegenzuwirken und die Wasserversorgung der Wildtiere sicherzustellen, hat der Forstbetrieb in ausgewählten Bereichen des Stadtwaldes gezielt nachgefüllt. Aus Wassertanks wurde dort, wo der natürliche Zulauf versiegte, die Wassermenge wieder aufgefüllt. Diese Maßnahme ergänzt die langfristige Biotop-Pflege um eine akute Versorgung und unterstreicht die Verantwortung des Forstbetriebs für den Erhalt funktionierender Lebensräume auch in Extremwetterlagen. Der Forstbetrieb wird die Entwicklung der Feuchtbiotope und Wasserstellen weiter beobachten und bei Bedarf weitere Stellen neu anlegen. Parallel bleibt das langfristige Ziel, durch eine naturnahe Waldbewirtschaftung, Beschattung und den Erhalt von Feuchtstrukturen die Wasserrückhaltung im Stadtwald zu stärken – auch zum Wohl seiner vielen tierischen Bewohner.

Auf den Bildern:

Die Teichfroschbande freut sich über frisches Wasser im Feuchtbiotop.

Forsttechniker Jakob Engel, Bürgermeisterin Dr. Sandra Vorlová, Christopher Traub (Bereichsleiter Forst AELF) und Forstwirt Quirin Friederich beim Auffüllen eines Biotopes in der Stadtwaldabteilung Einsprung hinter dem Waldfriedhof.

Fotos: Karl-Georg Schönmüller

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