Mitgliederversammlung der Tafel Schweinfurt zieht Bilanz: 21.000 Stunden ehrenamtlicher Einsatz im Jahr für 3.157 Menschen

Mitgliederversammlung der Tafel Schweinfurt zieht Bilanz: 21.000 Stunden ehrenamtlicher Einsatz im Jahr für 3.157 Menschen
Foto: Doris Engelhardt

SCHWEINFURT – 450 Tonnen gerettete Lebensmittel, 37.500 gefahrene Kilometer und insgesamt rund 21.000 ehrenamtlich geleistete Stunden: Bei der Mitgliederversammlung der Tafel Schweinfurt e. V. wurde deutlich, welche enorme Arbeit hinter der Unterstützung bedürftiger Menschen in der Region steht. Gleichzeitig verzeichnet die Tafel eine zunehmend höhere Kundenfrequenz.

Derzeit verfügen rund 1.450 Haushalte über eine Berechtigung zum Einkauf bei der Schweinfurter Tafel. Dahinter stehen insgesamt 3.157 Menschen, darunter 831 Kinder unter 15 Jahren. Und das, obwohl die Einkaufsmöglichkeiten bereits seit 2022 eingeschränkt sind: Berechtigte können seitdem nur noch einmal pro Woche bei der Tafel einkaufen.Um diese große Aufgabe bewältigen zu können, ist die Tafel auf ein starkes ehrenamtliches Netzwerk angewiesen. Der Verein zählt aktuell rund 300 Mitglieder. 162 Ehrenamtliche engagieren sich regelmäßig im laufenden Tafelbetrieb. Weitere 13 Helferinnen und Helfer bringen sich bei „Tafel is(s)t gemeinsam“ ein. Bei diesen monatlichen Kochevents wird gemeinsam mit Kindern gekocht und gegessen.

Wie umfangreich die tägliche Arbeit ist, zeigen auch die Zahlen aus der Logistik. Die Fahrerinnen und Fahrer der Tafel legen im Jahr insgesamt etwa 37.500 Kilometer zurück, um überschüssige, aber noch einwandfreie Lebensmittel bei Lebensmittelmärkten, Bäckereien und weiteren Spendern abzuholen. Rund 450 Tonnen Lebensmittel kommen auf diese Weise jährlich zusammen. Sie müssen angenommen, geprüft, sortiert, vorbereitet und schließlich an die Tafelkundinnen und -kunden ausgegeben werden.

An rund 300 Tagen im Jahr ist die Tafel aktiv. Zusammengerechnet leisten die Ehrenamtlichen dabei etwa 21.000 Stunden. Hinter dieser Zahl stehen unzählige einzelne Einsätze – beim Abholen und Transportieren der Waren, beim Sortieren und Vorbereiten, bei der Ausgabe, in der Organisation und bei den zusätzlichen Angeboten für Kinder und Familien.

Angesichts der steigenden Nachfrage bleibt dieses Engagement unverzichtbar. Die hohe Zahl der Menschen, die auf die Unterstützung der Tafel angewiesen sind, stellt den Verein und seine Ehrenamtlichen immer wieder vor große Herausforderungen.

Dabei lebt die Arbeit der Tafel nicht allein vom Einsatz der Ehrenamtlichen. Alle Unterstützer, Förderer und Botschafter für die Sache der Tafel tragen ihren Teil dazu bei, dass die Hilfe Tag für Tag möglich bleibt.

Lebensmittelspender, Unternehmen, Vereine, Organisationen und Privatpersonen unterstützen die Arbeit mit Lebensmitteln, Sach- und Geldspenden oder setzen sich als Botschafter für die Anliegen der Tafel ein.Diese breite Unterstützung ist umso wichtiger, weil die Tafel Schweinfurt ohne öffentliche Förderung auskommen muss. Fahrzeuge, Energie, Kühlung, Räumlichkeiten, Ausstattung und zahlreiche weitere Kosten des laufenden Betriebs müssen aus eigenen Mitteln sowie durch Spenden und Zuwendungen finanziert werden. Deshalb zählt jeder Beitrag.

Der Dank des Vorsitzenden Ernst Gehling galt bei der Mitgliederversammlung allen, die die Arbeit der Tafel möglich machen – den Ehrenamtlichen ebenso wie den Mitgliedern, Spendern, Förderern, Unternehmen und Botschaftern.„Danke für die unzähligen Helferstunden. Danke, dass ihr immer da seid, wenn ihr gebraucht werdet.“

Neben der unmittelbaren Hilfe für Menschen mit geringem Einkommen erfüllt die Tafel eine zweite wichtige Aufgabe: Lebensmittel, die andernfalls möglicherweise vernichtet würden, erhalten eine sinnvolle Verwendung. Damit verbindet die Tafel Schweinfurt soziale Verantwortung mit einem aktiven Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung.

Die Bilanz der Mitgliederversammlung zeigt: Hinter der Tafel Schweinfurt steht ein großes Netzwerk engagierter Menschen. Ehrenamtliche, Mitglieder, Unterstützer, Förderer und Botschafter wirken gemeinsam für eine Sache – damit Lebensmittel gerettet werden und Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Ohne dieses gemeinsame Engagement wäre die Arbeit der Tafel in diesem Umfang nicht möglich.

Text: Doris Engelhardt
Foto: Doris Engelhardt

Auf dem Bild: Der Vorsitzende Ernst Gehling beim Tätigkeitsbericht anlässlich der Mitgliederversammlung

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