WÜRZBURG / LENGFELD – Am Dienstagvormittag haben sich Unbekannte als Bankmitarbeiter ausgegeben und einen Rentner um einen niedrigen vierstelligen Betrag gebracht.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und bittet die Bevölkerung um Hinweise.
Betrüger kontaktieren Senioren – angeblich betrügerische Überweisungen
Am Dienstag klingelte bei einem 87-jährigen deutschen Senioren aus der Robert-Kirchhoff-Straße das Telefon. Am anderen Ende der Leitung war ein vermeintlicher Bankmitarbeiter, welcher dem Mann erzählte, dass es zu betrügerischen Abbuchungen weiterer Bankkunden gekommen sei. Angeblich sei nach Rücksprache mir der Polizei und der Staatsanwaltschaft die Abholung von Wertgegenständen und EC-Karten samt PIN bei dem 87-Jährigen zu Hause erforderlich.
Kurze Zeit später klingelte ein unbekannter Mann an der Haustüre und gab sich ebenfalls als Mitarbeiter der Bank aus. Der Mann nahm Wertgegenstände und eine EC-Karte in der Wohnung des Mannes an sich und konnte im weiteren Verlauf mit seiner Beute entkommen.
Der unbekannte Abholer kann wie folgt beschrieben werden:
Circa 30 Jahre alt
Etwa 165 cm groß
Kräftige Statur
Schwarze Haare
Trug eine graue Trachtenstrickjacke mit grünem Streifen mittig und eine dunkle Hose
Sprach hochdeutsch
Kurz nach der Übergabe der Bankkarte wurde durch die unbekannten Täter Geld an einem Geldautomaten abgehoben. Der Schaden beläuft sich insgesamt auf einen niedrigen, vierstelligen Betrag.
Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen in diesem Fall übernommen.
Wer sachdienliche Hinweise geben kann, wird dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 mit der Kriminalpolizei Würzburg in Verbindung zu setzten.
Die Präventionskampagnen des Polizeipräsidiums Unterfranken:
Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“. Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.
Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.
Die wichtigsten Botschaften sind:
Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben.
Weder Polizei noch Justiz werden Sie jemals telefonisch auffordern, Geld zu überweisen!
Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!
Weitere Informationen:
Leg‘ auf!: Die Bayerische Polizei – Präventionskampagne – LEG‘ AUF! in Unterfranken (bayern.de)
Dort finden sie zudem weiterführende Links zu den Kampagnen:
„Ich schütze Oma und Opa“
„Chill mal Oma“
