GOCHSHEIM – Es ist soweit! Gochsheim lädt vom 5. bis 13.September zum 377. Friedensfest und zur Kirchweih auf den festlich geschmückten Plan.
Los geht es am 5.9. mit der Aufstellung des Planbaumes durch die Planburschen. Die Planmädchen haben den Baum zuvor mit bunten Bändern geschmückt. Steht der Baum, bekommt er noch seinen grünen Reif. Der Musikverein Gochsheim-Weyer spielt auf, während die Gäste Weinausschank und Schaustellerbetrieb nutzen können.
Seit Jahrzehnten organisieren die Gochsumer Planpaare die Kärm. Dabei werden sie maßgeblich unterstützt vom Plantanzverein, aber auch von der Gemeinde und den Schaustellern. Eine feste Größe seit über vier Jahrzehnten: die Blaskapelle Mönchstockheim, die auch beim diesmal wieder an fast allen Tagen aufspielt. Neben den Planpaaren haben der Planhüpfer Jonas Räth und Planschenk Michael Karl an allen Kirchweihtagen vollen Einsatz.
Am 6.9. findet um 9:30 Uhr in der Evang. Kirche St. Michael der Festgottesdienst mit den Planpaaren statt. Der Festbetrieb mit Fahrgeschäften und Verkauf läuft parallel. Um 13 Uhr folgt das Gänsdrecklesaustreten, bei dem die Planburschen mit kleinen Mädchen ihre Runden drehen. Um 15 Uhr ziehen dann die Planpaare auf dem Plan auf und der Festbetrieb erlebt seinen ersten Höhepunkt bei Plantanz und Weinausschank.
Am Montag beginnt der Festbetrieb um 14:30 Uhr. Erneut drehen die Planpaare ihre Runden. Die Bocksbeutelbar, die Stände und die Fahrgeschäfte sind geöffnet.
Die Nachkirchweih beginnt am Samstag, den 12.9. mit dem Familientag der Schausteller ab 14 Uhr. Für musikalische Unterhaltung sorgt „Pick Up Light“, die Bocksbeutelbar ist bis 22:00 Uhr geöffnet.
Am Sonntag, den 13.09. Kann man um 09:30 Uhr den Gottesdienst in St. Michael besuchen. Um 14:30 Uhr ziehen die Planpaare auf dem Plan auf und der Festbetrieb beginnt. Die Bocksbeutelbar ist von 18 Uhr bis Festende geöffnet.
Da Gochsheim und Sennfeld 1649 gemeinsam die Reichsfreiheit zurückerlangten, treffen sich die Beteiligten am Mittwoch, den 9.9. von 15 bis 20 Uhr an der Grenzwiese zwischen Sennfeld und Gochsheim. Dort begehen sie das Grenzsteinfest. Veranstalter ist der Geschichtliche Arbeitskreis Sennfeld-Gochsheim. Gäste sind auch hier herzlich willkommen. Getränke gibt es nur flaschenweise. Die Jungen Sennfelder spielen auf und eine große Tombola bietet interessante Gewinne.
Das Besondere an der Gochsumer Kärm? Sie bewahrt eine uralte Tradition, aber sie lebt durch die jungen Menschen, die jedes Jahr das Friedensfest mit Leben erfüllen. Sie sehen es als bereichernde Verpflichtung und bekommen dafür Beifall und Bewunderung, Lobesworte, Küsschen und viele Einladungen zu anderen Kirchweihfestivitäten.
Sicherheitskonzept
Jeder Veranstalter ist gehalten, den veränderten gesellschaftlichen Gegebenheiten Rechnung zu tragen, so auch bei der Gochsumer Kärm. Die Gemeinde hat hierfür im letzten Jahr ein Maßnahmenpaket erarbeitet, das sich bereits mehrfach bewährt hat. Kernstück ist der Einsatz mobiler Fahrzeugsperren. Besonders betroffen sind Grettstadter und Schweinfurter Straße. Anreisende Gäste finden Parkplätze im Außenbereich, besonders in den Gewerbegebieten. Die Busse des ÖPNV passen ihre Fahrrouten entsprechend an. Der Ortskern selbst wird nicht angefahren, ist aber fußläufig gut erreichbar.
Auf den Fotos:
Der Gochsheimer Plankuchen in Form des Reichsadlers ist eine von vielen Traditionen, die mit diesem kulturellen Erbe verbunden sind.
Während die Planburschen die traditionelle Kleidung mit den aufwendig geschmückten Hüten tragen, wählen die Planmädchen selbst ihre farbenfrohen Dirndl aus.
Planpaare, Planhüpfer und Planschenk lauschen, während der Planälteste die Gäste auf dem festlich geschmückten Plan willkommen heißt und allen Mitwirkenden dankt.
Text und Fotos: Peter Volz



