MÜHLHAUSEN IN THÜRINGEN / BAD KÖNIGSHOFEN – Es treffen diesen Mittwoch (19 Uhr), am dritten Spieltag der TTBL (Tischtennis-Bundesliga) mit dem Post SV Mühlhausen und dem TSV Bad Königshofen im thüringisch-fränkischen Derby zwei Teams aufeinander, die mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet sind und sich im roten Bezirk der Tabelle aufhalten.
Umso mehr Brisanz als eh schon liegt somit über dieser Partie. Beide hatten eine fast identisch misslungene Saisoneröffnung. Die Postler unterlagen als Vorsaison-Fünfter daheim völlig überraschend mit 2:3 gegen Grenzau. Marcos Freitas und Steffen Mengel holten die Punkte. Das Entscheidungsdoppel ging glatt mit 0:3 verloren.
Beim TSV ging es bei der 2:3-Niederlage gegen Grünwettersbach sogar noch spannender, aber genauso enttäuschend zu. Andre Bertelsmeier und Bastian Steger machten mit Einzelsiegen das 2:2 möglich. Beim verlorenen Schlussdoppel war zu spüren, dass man in der vergangenen Saison überhaupt keines spielen musste bzw. durfte.
Und dennoch: Hätte Neuzugang Liao Cheng-Ting bei 2:1-Satzführung im vierten Durchgang bei 10:9 seinen Matchball verwandelt, wäre man als Sieger aus der Halle gegangen. Was der Truppe von Trainer Timo Neumann Mut machen sollte: Sie hat Nehmer- und Comebacker-Qualitäten bewiesen, sich aus aussichtslos scheinenden Situationen befreit und Teamgeist gezeigt.
Am zweiten Spieltag war freilich für beide erwartungsgemäß nichts zu holen. Die Thüringer verloren in Saarbrücken mit 1:3. Die Franken unterlagen beim haushohen Meisterschaftsfavoriten Düsseldorf ehrenvoll, aber auch 1:3. Fazit für beide: Die Punkte um den Klassenerhalt muss man gegen andere holen – zum Beispiel gegen den Gegner an diesem dritten Spieltag. Das Pikante zudem an dieser Partie: Daniel Habesohn, seit Juli 2025 Königshöfer, hat neun Jahre lang bei den Postlern gespielt – Liao Cheng Ting die letzte Halbsaison und da seinen einzigen Sieg ausgerechnet gegen Habesohn gelandet.
Der direkte Vergleich weist eine fast ausgeglichene Bilanz aus. Nach 19 Begegnungen steht es 10:9 für Mühlhausen. Letzte Saison verpasste der Post SV als Fünfter nur knapp die Playoffs, während Bad Königshofen als Vorletzter vom Aufstiegsverzicht zweier Zweitligisten profitierte. Hin- und Rückspiel wurden allerdings vom TSV verloren. In der Shakehands-Arena gab´s ein 1:3, den einzigen Punkt von Bastian Steger gegen Steffen Mengel. Im Rückspiel, an einem rabenschwarzen Tag der Grabfelder, unterlagen sie mit 0:3 und 1:9 Sätzen. Es ist also einiges wettzumachen und höchste Zeit, dass man in der Saison ankommt.
Auf dem Bild: Ein Wiedersehen gibt´s für Liao Cheng-Ting vom TSV Bad Königshofen, der die Rückrunde der vergangenen Saison für den Post SV Mühlhausen spielte.
Text und Foto: Rudi Dümpert für www.mainfranken.news

