SCHWEINFURT – Manche Geschichten verdienen es nicht nur erzählt zu werden. Sie müssen bewahrt werden. Genau darum geht es in „Weng Chun Kung Fu“. Regisseur Kevin Wloczyk wohnt im Landkreis Schweinfurt.
Nach mehreren Jahren Produktionszeit feiert der preisgekrönte Dokumentarfilm am 25. September 2026 seine Weltpremiere im Weltbio Kino-Center in Schweinfurt. Es ist der Auftakt einer Kinotour, die den Film anschließend unter anderem nach Bamberg, Zeil am Main, Hof und Berlin führen wird. Weitere Städte sowie internationale Vorführungen befinden sich bereits in Planung.
Doch dieser Film ist weit mehr als eine weitere Dokumentation über Kampfkunst. Gedreht wurde er in China, im Schloss Burgpreppach oder in einer Scheune in Hambach.
Er erzählt die Geschichte des Weng Chun Kung Fu – einer über 1.000 Jahre alten chinesischen Tradition, die heute nur noch von wenigen Menschen authentisch weitergegeben wird. Eine Kunst, deren Wissen über Jahrhunderte nicht in Büchern bewahrt wurde, sondern von Mensch zu Mensch, von Lehrer zu Schüler.
Im Mittelpunkt steht Großmeister Andreas Hoffmann, der seit mehr als vier Jahrzehnten sein Leben der Bewahrung dieser außergewöhnlichen Kampfkunst widmet. Seine Reise führt von Deutschland nach Hongkong, Macau und China – zu den Ursprüngen einer Tradition, die heute mehr denn je vor der Herausforderung steht, nicht in Vergessenheit zu geraten.
Doch Weng Chun ist weit mehr als Schläge, Tritte oder Selbstverteidigung. Kung Fu bedeutet Hingabe. Geduld. Disziplin. Verantwortung.
Es beschreibt den Weg, sich selbst stetig weiterzuentwickeln und die Werte, die man gelernt hat, an die nächste Generation weiterzugeben.
Es geht um Respekt gegenüber anderen Menschen. Um Demut gegenüber dem eigenen Wissen. Um Charakter, Haltung und den Gedanken, dass wahre Stärke nicht in Gewalt, sondern in Selbstbeherrschung liegt.
Gerade in einer Zeit, in der vieles immer schneller wird und traditionelle Werte zunehmend in den Hintergrund geraten, stellt dieser Film eine wichtige Frage: Was passiert, wenn das Wissen einer jahrhundertealten Kultur verschwindet, weil niemand mehr da ist, der ihre Geschichte erzählt?
„Weng Chun Kung Fu“ ist der Versuch, genau das zu verhindern.
Über mehrere Jahre hinweg entstand dieses Projekt vollständig unabhängig und eigenfinanziert. Gedreht wurde in Deutschland, Hongkong, Macau und China. Mit viel Leidenschaft und unzähligen Stunden Arbeit entstand ein Film, der nicht nur dokumentiert, sondern bewahrt.
Bereits vor seiner Premiere wurde der Film mit dem Camgaroo Award 2026 als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet – ein Zeichen dafür, dass seine Botschaft weit über die Welt der Kampfkünste hinaus Menschen erreicht.
Die Weltpremiere in Schweinfurt wird diesem besonderen Projekt einen würdigen Rahmen geben. Rund 700 Gäste, ein 120 Quadratmeter großer roter Teppich, eine 8 Meter lange Fotowand, Vertreter regionaler und nationaler Medien sowie Gäste aus Film, Kultur und der internationalen Kampfkunstszene werden diesen Abend begleiten. Anschließend beginnt die Reise des Films durch weitere Kinos in Deutschland und darüber hinaus.
Denn dieser Film soll nicht nur gesehen werden. Er soll zum Nachdenken anregen. Er soll Brücken zwischen Kulturen bauen.
Er soll zeigen, dass Tradition kein Relikt der Vergangenheit ist, sondern etwas, das nur dann eine Zukunft hat, wenn Menschen bereit sind, Verantwortung dafür zu übernehmen.
„Weng Chun Kung Fu“ ist keine Geschichte über das Kämpfen. Es ist eine Geschichte über Menschlichkeit. Über Kultur. Über Werte. Und über den Mut, etwas zu bewahren, das sonst vielleicht für immer verloren gegangen wäre.
Trailer:
Ticket hier zu Kaufen. (Auch nur Online): https://pretix.eu/WengChunKungFu/Ticket/
Fotos: Marcel Gollin




