Die Orte mit dem Dürrbach im Namen: Sie sind seit 50 Jahren Teil der Stadt Würzburg

Die Orte mit dem Dürrbach im Namen: Sie sind seit 50 Jahren Teil der Stadt Würzburg

WÜRZBURG – Unterdürrbach, Oberdürrbach – zwei unterschiedliche Gemeinden, einst eigenständig, vor 50 Jahren nach Würzburg eingemeindet.

Zum 50. Jubiläum der Eingemeindung hat das Würzburger Stadtarchiv zusammen mit einem aus Unter- und Oberdürrbachern bestehenden Redaktionsteam eine gemeinsame Broschüre herausgegeben, die nicht nur die Geschichte der beiden Gemeinden darstellt, sondern auch viele Anekdoten bereithält.

Beispielsweise über die Bratwurst mit Lametta, die es in der Oberdürrbacher Waldschänke gab, oder über den Unterdürrbacher Gemeindebock, der für den stetigen Nachwuchs an Geißen sorgen musste. Dokumentiert sind in dieser Broschüre auch der Angriff auf Unterdürrbach am Ende des Zweiten Weltkrieges oder die umfangreichen Ausbauarbeiten der Straßen, die die beiden Orte mit dem „Nachnamen“ Dürrbach verbinden.

Beiden Orten ist auch eines gemeinsam: Eine lange Diskussion und gründliche Abwägung, ob man sich der Stadt Würzburg anschließen möchte. Denn ganz so unumstritten war dies nicht, gab es doch Ängste vor Identitätsverlust, Sorgen um die Eigenständigkeit der Vereine und Skepsis gegenüber der fernen Stadtverwaltung. Dass beide auch nach 50 Jahren durchaus ihre Eigenständigkeit behalten haben, zeigt allein die Broschüre zum Jubiläum der Eingemeindung – denn sie lässt sich von beiden Seiten anschauen: Auf der Vorderseite Unterdürrbach, auf der Rückseite Oberdürrbach – oder umgekehrt, wie man es nach der eigenen Zugehörigkeit mag.

Zu erwerben ist diese kleine Chronik der beiden Orte am Dürrbach für eine Schutzgebühr von fünf Euro im Würzburger Stadtarchiv, dem Quartiersmanagement Dürrbachtal oder bei großen Veranstaltungen im Dürrbachtal. Der Erlös kommt den Vereinsringen in Ober- und Unterdürrbach zu Gute.

Bild: Sabrina Zinke, kommissarische Leiterin des Stadtarchivs Würzburg, und John Burneckas vom Redaktionsteam. Foto: Christian Weiß

Bild 2: Dürrbachtal Foto: Herbert Backmund

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