KLOSTER VESSRA – Wer das noch nicht kennt, muss unbedingt mal hinfahren: Bei der Kleinstadt Themar in Thüringen, zwischen Meiningen, Römhild, Schleusingen und Hildburghausen gelegen, keine 100 Kilometer von Schweinfurt entfernt, befindet sich ein aufregendes Freilandmuseum.
Kloster Veßra bietet auf sechs Hektar Fläche nicht nur die einstige Klosteranlage mit ihren markanten zwei Türmen, sondern viel, viel mehr. Als www.mainfranken.news unlängst zu Besuch war, da plante die Redaktion an sich nur eine Stunde Aufenthalt ein – viel zu wenig, um wirklich alles sehen zu können, was hier geboten wird.
Das Gelände mit seinen vielen Gebäuden ist dreigeteilt: In der Mitte steht die Klosteranlage mit der Klosterkirche Sankt Marien, die eine Ruine ist, aber vielleicht gerade deshalb so beeindruckend. Backhaus, Klosterteiche, Klostergarten, der Pferdestall mit dem Café oder die Klostermühle mit dem Turbinenhaus schließen sich an.
Die Erlebnislandwirtschaft mit Schafstall, Traktor-Parcours oder der neu gebauten Spielhalle mit Rutsche und Sandkasten für die kleinen Museumsgäste ist der kleinere Teil des Freiland-Museums. Besonders beeindruckend: Die aktuelle Sonderausstellung „Ungesehen – Frauen in der Landwirtschaft“.
Romantisch geht´s zu im dritten Teil, dem Freilichtensemble mit viel Natur und Fachwerk. Bauernhäuser, Schmiede, Scheune, Wassermühle oder Friedhofskapelle kann man größtenteils natürlich betreten und schauen, wie das Leben früher aussah.
Kloster Veßra hat bis Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, ab November dann bis Ende Februar immer Freitag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Außer im Café am Klostergarten können Besucher auch im Refektorium Kloster Veßra einkehren. Der Imbiss gleich neben den Parkplätzen bietet unter der Woche mittags regionale und deutsche Klassiker wie Rostbrätl, Thüringer Bratwürste, Leberkäse oder Schweinebäckchen mit Kartoffelstampf, Bratkartoffeln oder Thüringer Kartoffelsalat.
Interessant: Direkt neben dem Freulichtmuseum befindet sich das inzwischen leer stehende Gasthaus Goldener Löwe, einst ein Neonazi-Treffpunkt und Veranstaltungsort. Inzwischen befindet sich das Lokal mit dem neuen Namen Eiserner Löwe ein paar Kilometer entfernt in Auengrund – Brattendorf. Der Löwen-Toast, als Beispiel, kostet dort nicht ohne Grund 7,88 Euro…
Und nun folgen ganz viele, neugierig machende Fotos:

























































