Ernährung macht Schule: SchülerInnen entdecken das Bäckerhandwerk in der Klosterbäckerei Münsterschwarzach

Ernährung macht Schule: SchülerInnen entdecken das Bäckerhandwerk in der Klosterbäckerei Münsterschwarzach

MÜNSTERSCHWARZACH – Im Juli 2026 öffnete die Klosterbäckerei in Münsterschwarzach gleich dreimal ihre Türen für Schulklassen aus dem Landkreis Kitzingen.

Im Rahmen des Projekts „Ernährungshandwerk erleben – Ernährung macht Schule“ erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in das Bäckerhandwerk und durften selbst aktiv werden.

Neben vielfältigen Informationen rund um das Ernährungshandwerk stand vor allem die praktische Arbeit in der Backstube im Mittelpunkt. Die Jugendlichen der 7. und 8. Klassen der Mittelschule Volkach sowie der Wirtschaftsschule Kitzingen konnten erleben, wie aus regionalen Zutaten traditionelle Backwaren entstehen. Dabei lernten sie auch regionaltypische Spezialitäten kennen und entwickelten ein noch größeres Bewusstsein für die handwerkliche Herstellung von Lebensmitteln.

Mit den eigenen Händen ans Werk

Unter fachkundiger Anleitung der Bäckerinnen durften die Schülerinnen und Schüler selbst Hand anlegen. Aus vorbereiteten Teiglingen banden sie Hefezöpfe und drehten Brezen. Außerdem konnten sie ausprobieren, wie eine Ausrollmaschine funktioniert.

Besonders kreativ wurde es beim Plätzchenbacken: Aus vorbereitetem Teig stachen die Jugendlichen ihre eigenen Plätzchen aus und verzierten sie ganz nach ihren Vorstellungen. Anschließend durfte jede und jeder das selbst gestaltete Gebäck mit nach Hause nehmen – oder natürlich direkt probieren.

So wurde das Bäckerhandwerk für die Jugendlichen nicht nur sichtbar, sondern mit allen Sinnen erfahrbar. Der praktische Zugang machte deutlich, wie viel handwerkliches Geschick, Erfahrung und Sorgfalt in der Herstellung von Backwaren steckt.

Einblicke hinter die Kulissen der Klosterbäckerei

Auch bei einer Führung durch den Betrieb gab es viel zu entdecken. Die Schülerinnen und Schüler erhielten Einblicke und Hintergrundinformationen in den Arbeitsalltag einer Bäckerei und besichtigten die Backstube mit ihren unterschiedlichen Arbeitsbereichen. Dabei wurden unter anderem die Backöfen, Gärkammern, Mehlsilos, Lagerräume, Tiefkühlzellen und Maschinen erklärt.

Natürlich blieb ausreichend Zeit für die Fragen der Jugendlichen. Besonders interessant war für sie, welche Aufgaben Bäckerinnen und Bäcker im Arbeitsalltag übernehmen, wie die Ausbildung abläuft und wie unterschiedliche Backwaren hergestellt werden. Dabei kamen auch ganz praktische Fragen auf: „Was ist süßer Schnee?“, „Wofür sind die Schokoflakes?“ oder „Was ist Kastanienerbsenschrot?“ Bäckermeisterin Katrin Baul beantwortete die Fragen kompetent und gab den Jugendlichen damit einen authentischen Einblick in die vielfältigen Tätigkeiten und Zutaten einer professionellen Backstube.

Theorie trifft Praxis

Der Besuch in der Klosterbäckerei ist ein zentraler Bestandteil des Projekts „Ernährungshandwerk erleben – Ernährung macht Schule“ der Regierung von Unterfranken. Neben der theoretischen Vorbereitung im Unterricht steht dabei insbesondere der praktische Besuch bei einem Ernährungshandwerker im Mittelpunkt.

Das Projekt wird von den Regierungen, Sachgebiet 62 Ernährung und Landwirtschaft, in ganz Bayern umgesetzt. Das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) hat das Projekt im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF) konzipiert und begleitet es.

„Ernährungshandwerk erleben – Ernährung macht Schule“ macht die vielfältigen Berufe des Ernährungshandwerks für Schülerinnen und Schüler greifbar. Ob Müller, Bäcker, Konditor, Fleischer, Brauer und Mälzer, Winzer, Käser oder Koch – am Arbeitsplatz der Ernährungshandwerkerinnen und -handwerker können die Jugendlichen sehen, hören, riechen und fühlen, was hinter der Herstellung unserer Lebensmittel steckt.

Der Besuch in der Klosterbäckerei Münsterschwarzach zeigte eindrucksvoll, wie lebendig Berufsorientierung sein kann: Selbst ausprobieren, Fragen stellen und die eigenen Produkte am Ende genießen – so wird Ernährungshandwerk zum echten Erlebnis.

Dabei sein

Interessierte Lehrkräfte und Ernährungshandwerksbetriebe können sich bei der Regierung von Unterfranken, Sachgebiet 62, oder beim Kompetenzzentrum für Ernährung (www.KErn.bayern.de) melden. Ansprechpartnerin ist Teresa Öchsner, Tel. 0931/380-6267, E-Mail: heimatagentur@reg-ufr.bayern.de.

Auf den Bildern: Fleißige Hände in der Backstube: Die Schülerinnen und Schüler durften selbst Hefezöpfe, Plätzchen und Brezen herstellen.
Fotos: Teresa Öchsner / Regierung von Unterfranken

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