Grettstadt errichtet durch die anhaltende Trockenheit dringend notwendige Wasserstellen für die Waldtiere

Grettstadt errichtet durch die anhaltende Trockenheit dringend notwendige Wasserstellen für die Waldtiere

GRETTSTADT – Die seit Monaten anhaltende Trockenheit hat die Wasservorräte in den Wäldern aufgezehrt und das Wild leidet extrem unter der derzeitigen Dürre. Deshalb versuchen Jäger und andere Personengruppen, in der ganzen Region dem Wild und anderen Waldtieren zu helfen.

Im Dürrfelder Wald wurden jüngst drei von den Jagdpächtern angelegte Wasserstellen aus einem Tankwagen mit Wasser befüllt. Eine vierte Wasserstelle wurde händisch mit Hilfe von Kanistern gefüllt, weil sie mit dem Traktor nicht angefahren werden kann.

Die Waldtiere kennen bestehende natürliche Wasserstellen und Suhlen, erklärt Jagdpächter Wolfgang Schech. Solche bekannte Stellen hatte man vor drei Jahren vergrößert, mit Teichfolie ausgelegt und danach mit Erde ausgekleidet. So versickert ankommende Wasser nicht so schnell im Boden. Bei großer Trockenheit können die Jagdpächter nun die Suhlen zusätzlich anfahren und mit Wasser befüllen und so für alle Waldtiere Trinkmöglichkeiten schaffen.

Neben Hasen, Reh- und Schwarzwild werden die Wasserstellen auch bevorzugt von Insekten und Vöglen genutzt. An der Aktion beteiligt waren diesmal die Jäger Wolfgang Schech und Joachim Sonntag, unterstützt von Bauhofleiter Rainer Gock sowie Bürgermeister Jens Machnow.

Von den Jagdpächtern wurden einige Tage später in den Grettstadter Waldgebieten Eichig und Schopfig zusätzlich drei weitere Wasserstellen mit Kunststoffwannen eingerichtet und befüllt, mit entsprechenden Ausstiegshilfen für Vögel, Igel und Insekten.

Die anhaltende Trockenheit macht den Wildtieren und auch vielen Insekten schwer zu schaffen, betont auch Bürgermeister Jens Machnow. Wasser wird im Wald immer knapper. Genau hier will die Gemeinde nicht einfach nur zuschauen. Gemeinsam mit den Jägern und mit Unterstützung des Bauhofs versorgt sie die angelegten Wasserstellen im Wald mit dringend benötigtem Wasser. Damit leisten alle einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zum Schutz der heimischen Tierwelt.

Jagdpächter Schech hofft wie die meisten Bewohner der Region trotzdem auf baldigen und ausgiebigen Regen. Den Waldtieren kann mit unserer Aktion ein wenig geholfen, werden. Der Wald aber leidet weiterhin massiv unter der Trockenheit und Hitze.

Text: Peter und Ruth Volz

Auf den Fotos:

Grettstadts Bürgermeister Jens Machnow (r.) erlebte vor Ort, wie extrem ausgetrocknet ein Großteil des Waldes ist und wie wichtig es ist, dass Jägerschaft (hier Jagdpächter Wolfgang Schech und Jäger Joachim Sonntag) und Bauhofleiter Rainer Gock Wasser in die vorhandenen Kuhlen füllen. Anderswo stellten die Jäger gesonderte Kunststoffbehälter auf, damit die Waldtiere trinken können.
Foto: Rainer Gock

Kunststoffwannen wurden mit Holzrahmen gegen das Umstoßen geschützt,
Foto: Wolfgang Schech

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