Alarmplan Main: Regierung von Unterfranken löst „Warnung“ für den gesamten unterfränkischen Main aus

Alarmplan Main: Regierung von Unterfranken löst „Warnung“ für den gesamten unterfränkischen Main aus

MAINFRANKEN – Auf der Grundlage des „Alarmplans Main – Gewässerökologie“ löst die Regierung von Unterfranken aufgrund niedrigen Abflusses die Warnstufe „Warnung“ für beide Meldebereiche aus. Die Warnstufe gilt damit von der der Landesgrenze nach Hessen bei Kahl (Main-km 66,6) bis Bamberg (Main-km 384,2).

Zudem wird die Warnstufe „Warnung“ aufgrund der hohen Wassertemperatur für den Meldebereich 1, der sich von Kahl (Main-km 66,6) bis Würzburg (Main-km 252,3) erstreckt, verlängert. Der Meldebereich 2, der von Würzburg Richtung Bamberg (Main-km 252,3 bis 384,2) reicht, befindet sich nun nach längerer Zeit wieder in der Warnstufe „Warnung“. Die Sauerstoffwerte sind im gesamten Main bislang noch unkritisch.

Der Abfluss errechnet sich im Bereich Trunstadt zu 24,1 m³/s im 3-Tages-Mittel. Damit ist die Schwelle zur „Warnung“ (27,5 m³/s) unterschritten. Auch die Überleitung von Wasser aus dem Main-Donau-Kanal-/Regnitz-System muss in den nächsten Tagen sukzessive reduziert werden, nachdem das System selbst von Wassermangel betroffen ist. Der Abfluss im Main wird damit weiter sinken. Derzeit unterstützt die Überleitung den Main noch mit 9-10 m³/s, was rund 40 % des derzeitigen Abflusses entspricht.

Die heißen Lufttemperaturen heizen den Main im Meldebereich 1 stärker auf, vor allem im Bereich Würzburg/Erlabrunn. Hier bewegen sich die Wassertemperaturen um 27 °C. Ansonsten liegen sie bei 26 °C. Auch dies führt im Meldebereich 1 zur Verlängerung der Einstufung in „Warnung“.

Durch die starke Sonneneinstrahlung wachsen Algen im Main und produzieren dabei Sauerstoff, so dass sich der Sauerstoffgehalt im unkritischen Bereich befindet.

Die Lage ist vor allem aufgrund des niedrigen Abflusses in Kombination mit hohen Wassertemperaturen als kritisch einzustufen. Die Situation wird weiterhin engmaschig beobachtet. Alle Nutzer sollten die Lage mit der gebotenen Sensibilität im Blick behalten und zu einem rücksichtsvollen Umgang mit dem Main beitragen.

Die Kreisverwaltungsbehörden wurden aufgefordert, die Direkteinleiter (Kläranlagen und Industriebetriebe) zu verständigen, damit diese sensibilisiert werden, ihre Betriebsweise entsprechend auf die Situation am Main einzustellen, falls sich kritische Situationen weiter verschärfen.

Ergänzende Informationen zu den ökologischen Auswirkungen hoher Wassertemperaturen sowie zu Verhaltensregeln für Bürgerinnen und Bürger zum Schutz des Mains: https://www.regierung.unterfranken.bayern.de/presse/pressemitteilungen/archiv/.

Aktuelle Informationen zur Gewässerqualität und zur Wassertemperatur am Main finden Interessierte auch im Niedrigwasser-Informationsdienst des Freistaates Bayern unter: http://www.nid.bayern.de/ (siehe insbesondere dort unter „Gewässerqualität/Alarmplan Main“).

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