BAD NEUSTADT – Vier Medizinstudierende der Julius-Maximilians-Universität Würzburg haben im Rahmen des Rhön-Blockpraktikum-Plus zwei Wochen die medizinische Versorgung in Rhön-Grabfeld kennengelernt.
Sie begleiteten Hausärztinnen und Hausärzte in Lehrpraxen und erhielten am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt Einblicke in verschiedene Fachbereiche. Das Angebot ergänzt das Medizinstudium um praktische Erfahrungen und informiert über die Möglichkeiten einer Weiterbildung in der Region.
Für Medizinstudent Max Leuschner war das Praktikum eine besondere Erfahrung: „Es ist toll, man bekommt hier noch wirklich Lehre und kann sich weiterentwickeln.“ Gemeinsam mit drei weiteren Studierenden begleitete er erfahrene Hausärztinnen und Hausärzte in den Lehrpraxen der Region. Am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt lernten die Teilnehmenden unter anderem die Klinik für Akutneurologie, die Psychosomatische Klinik und das Simulationszentrum kennen. Besonders positiv sei für ihn gewesen, aktiv in den medizinischen Alltag einbezogen zu werden. „Man darf mitdenken, Fragen stellen und erlebt viel mehr als nur Blutabnahmen und Zugänge legen“, sagt Leuschner.
Das Rhön-Blockpraktikum-Plus wurde von der Gesundheitsregionplus Landkreis Rhön-Grabfeld gemeinsam mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, den beteiligten Lehrpraxen und dem RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt organisiert. Es ergänzt den Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin Rhön-Grabfeld und vermittelt Studierenden bereits während des Studiums Einblicke in die hausärztliche Versorgung sowie die Zusammenarbeit mit dem RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt.
„Die Entscheidung für eine spätere Fachrichtung und den Arbeitsort fällt oft früher, als viele denken“, sagt Prof. Dr. Sebastian Kerber, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Kardiologie I am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt. „Deshalb möchten wir Medizinstudierenden früh zeigen, wie die Zusammenarbeit zwischen Hausarztpraxis und Klinik funktioniert und welche Möglichkeiten sich hier für die Weiterbildung bieten.“
Dr. Hassan Soda, Chefarzt der Klinik für Akutneurologie/Stroke Unit und neurologische Intensivmedizin, weist darauf hin, dass Hausärztinnen und Hausärzte ihre Patientinnen und Patienten häufig über viele Jahre begleiten. Der regelmäßige Austausch mit den Fachkliniken sei dabei ein wichtiger Bestandteil einer guten medizinischen Versorgung.
An das Blockpraktikum schließt der Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin Rhön-Grabfeld an. Er ermöglicht Ärztinnen und Ärzten eine strukturierte Weiterbildung zur Fachärztin beziehungsweise zum Facharzt für Allgemeinmedizin. Die Weiterbildungsabschnitte in Hausarztpraxen und Klinik sind aufeinander abgestimmt und vermitteln Einblicke in unterschiedliche Bereiche der medizinischen Versorgung. Gleichzeitig profitieren die Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung von kurzen Wegen und einem regelmäßigen fachlichen Austausch.
„Wir möchten jungen Ärztinnen und Ärzten zeigen, dass sie ihre Weiterbildung auch in Rhön-Grabfeld sehr strukturiert, fundiert und mit einem interdisziplinären Ansatz realisieren können“, sagt Christiane Neumann, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt. „Der enge Austausch zwischen den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen und den Kliniken am Campus ist dafür eine wichtige Grundlage.“
Auf dem Bild: Die Teilnehmenden des Rhön-Blockpraktikum-Plus: Helen Godejohann, Luzia Pieper und Max Leuschner gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt. Während des zweiwöchigen Praktikums lernten die Medizinstudierenden die ambulante und stationäre Versorgung sowie die Möglichkeiten des Weiterbildungsverbunds Allgemeinmedizin Rhön-Grabfeld kennen. Nicht auf dem Bild: Silas Wingenfeld. Fotocredit. RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt / Katrin Schmitt
Der RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt, einer von fünf Standorten der RHÖN-KLINIKUM AG, steht für eine sektorenübergreifende medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Auf einem Klinikgelände verzahnt der Campus ambulante und stationäre Angebote mit einer Vielzahl medizinischer Service- und Vorsorgeleistungen, die bisher räumlich getrennt waren: niedergelassene Fachärzte, Kliniken unterschiedlicher Fachdisziplinen wie Herzmedizin, orthopädischer Chirurgie oder auch Neurologie arbeiten Hand in Hand mit der Pflege und der Rehabilitation zusammen. Die digitale Vernetzung aller am Behandlungsprozess beteiligten Akteure – mit innovativen IT-Lösungen und Kommunikationssystemen – ist dabei unverzichtbar. www.campus-nes.de

