WÜRZBURG – Der ZOB am Hauptbahnhof ist wesentlicher Verkehrsknotenpunkt für den Busverkehr in der Stadt und der Region, aber nicht nur.
Als Umsteige- und Sammelpunkt des Öffentlichen Personennahverkehrs für Stadtbusse, Regionalbusse, aber auch für private Busreiseanbieter und Fernbuslinien knüpft er an den in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Hauptbahnhof, wie auch an die direkt angrenzenden Straßenbahnhaltestellen in die Innenstadt und in die Stadtteile an. Der ZOB ermöglicht kurze Wege zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln und erleichtert den Umstieg zwischen Bus, Bahn, Straßenbahn, Fahrrad und Fußwegen.
In den 1950-er Jahren erbaut und in den 1960-er und 1970-er Jahren zur Bündelung der Busverkehre geplant, kommen Funktionalität und baulicher Zustand des ZOB heute an ihre Grenzen. Er soll daher umgestaltet werden. Mit der Neuplanung bietet sich die Chance, den ZOB zukunftsfähig zu machen: funktional für den Verkehr, leistungsfähig, gut erreichbar, übersichtlich, barrierefrei und als Aufenthaltsort, an dem man sich während der Wartezeit gerne aufhält.
Wie weit sind die Planungen?
Nach der Beauftragung eines Verkehrsplanungsbüros, das erste verkehrliche Untersuchungen und Analysen durchgeführt hat, fand eine fünfwöchige Bürgerbeteiligung statt. Die Online-Beteiligung über das Mitmachportal der Region Würzburg „mitmachportal.wuerzburg.de“ lief im März und April 2026 über einen Zeitraum von fünf Wochen und wurde durch einen Pop-up-Corner ergänzt. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Bewertung der Bestandssituation, zu Erwartungen sowie zu Verbesserungspotenzialen und Bedürfnissen. Insgesamt wurden 256 Fragebogen ausgefüllt.
Gut funktioniert laut den Befragten: „kurze Wege, schnelle Umstiege“, die Anbindung an Bahnhof und Straßenbahn, die digitale Fahrgastinformation, Übersichtlichkeit und Orientierung wie auch die zentrale Lage des ZOB.
Verbesserungsbedarf wird in erster Linie gesehen bei Wetterschutz und Wartebereichen, Übersichtlichkeit & Orientierung, sichere Wegeführung (Fußgänger-Bus-Konflikte), Aufenthaltsqualität / Gestaltung und Barrierefreiheit.
Vertieft betrachtet wurden die ersten Vorlagen-Skizzen des Planungsbüros bereits im Rahmen eines Stakeholder-Workshops, der weitere wertvolle Impulse für die Variantenbetrachtung erbracht hat.
Gründe für Unsicherheit:
Unsicherheit durch Alkohol-, Drogenkonsum & auffällige Personengruppen
Dunkelheit / schlechte Beleuchtung
Gefährliche Verkehrssituation
Unübersichtlichkeit / fehl. Orientierung / schlechte Wegeführung
Allgemeines Unsicherheitsgefühl
Welche Erwartungen haben die Bürgerinnen und Bürger an die Umgestaltung?
Nur 27 % der Befragten ist der Erhalt der Taubeninsel wichtig, 68 % nicht wichtig (5 % hatten dazu keine Meinung).
Weiteres Vorgehen im Planungsprozess
Zusammenführung der Einzelergebnisse aus den Beteiligungsformaten
Formulierung eines Beschlussvorschlags für die weitere Beauftragung eines Architektenwettbewerbs im Herbst/Winter 2026/2027
Erneute Beteiligung der Öffentlichkeit
Durchführung eines Architektenwettbewerbs
Grafik und Luftbilder: Stadt Würzburg


