Die „Fisch-Inge“ ist tot: Am Mittwoch verabschiedet sich die Korbball-Szene von Inge Dittmar

Die „Fisch-Inge“ ist tot: Am Mittwoch verabschiedet sich die Korbball-Szene von Inge Dittmar

SCHWEINFURT – Wer Fisch mag, kennt ein Geschäft in Schweinfurt am Fischerrain. Und wer Korbball kennt – der kennt auch Inge Dittmar. Doch die „Fisch-Inge“ ist tot. Am Mittwoch um 12 Uhr auf dem Hauptfriedhof Schweinfurt heißt es: Abschied nehmen!

Klaus Tropsch, Präsident des BTSV, langjähriger Korbball-Funktionär, schreibt auf der Korbball-Seite:

„Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Inge Dittmar, einer der prägendsten Persönlichkeiten des deutschen Korbballsports.

Über Jahrzehnte war ihr Name untrennbar mit dem Korbball verbunden. Als erfolgreiche Spielerin gewann sie mehrere Deutsche Meisterschaften. Vor allem aber hinterließ sie als Trainerin, Schiedsrichterin und Funktionärin bleibende Spuren.

Mit dem TSV Bergrheinfeld führte sie zahlreiche Nachwuchsmannschaften zu nationalen Erfolgen und förderte Generationen von Spielerinnen und Spielern weit über den sportlichen Bereich hinaus.

Auch auf Verbands- und Auswahl-Ebene setzte sie Maßstäbe. Als Schiedsrichterin leitete sie mehr als 2.000 Spiele und engagierte sich viele Jahre als Frauenwartin des Bayerischen Turnspiel-Verbandes. Für ihre außergewöhnlichen Verdienste um den Korbballsport wurde sie mit dem Ehrenteller des Bayerischen Turnspiel-Verbandes (BTSV) ausgezeichnet – einer der höchsten Ehrungen des Verbandes.

Doch Titel und Auszeichnungen erzählen nur einen Teil ihrer Geschichte. Inge Dittmar war vor allem ein Mensch mit großem Herzen. Sie kannte unzählige Sportlerinnen und Sportler persönlich, hatte stets ein offenes Ohr und war für viele mehr als eine Trainerin – sie war Vertraute, Wegbegleiterin und oftmals wie eine zweite Mutter oder Ersatz-Oma.

Unter dem liebevollen Namen „Fisch-Inge“ war sie in der gesamten Korbballfamilie bekannt und geschätzt. Mit ihrer Herzlichkeit, ihrem unermüdlichen Engagement und ihrer Liebe zum Sport hat sie unzählige Menschen geprägt.

Unser Mitgefühl gilt ihrem Ehemann Gerd, ihrem Sohn Frank und ihrer gesamten Familie.

Der Korbballsport verliert mit Inge Dittmar eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Ihr Lebenswerk und ihre Erinnerung werden bleiben.“

Auch www.mainfranken.news kannte und schätzte die „Fisch-Inge“. Möge sie in Frieden ruhen. Der Förderverein der Palliativstation des Krankenhauses St. Josef hat eine Sammelbox aufgestellt und freut sich auf Spenden.

Die Korbballerinnen sollen wie alle Trauergäste am Mittwoch möglichst bunt erscheinen.

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