WÜRZBURG – „Mit den Grundsatz-Entscheidungen dieser Stadtratssitzung gibt es für das zentrale Projekt Multifunktionsarena kein Zurück mehr, heute haben wir den ‚point of no return‘ überschritten und können uns auf eine Attraktion für unsere Stadt und Region freuen, die uns für Jahrzehnte im Wettbewerb der Städte und Regionen auszeichnen wird“, würdigt Oberbürgermeister Martin Heilig die Weichenstellungen in der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause.
Der Würzburger Stadtrat hat sich nicht nur mit einem 39:8-Grundsatzbeschluss erneut – und in dieser Zusammensetzung erstmals – zum Bau der Arena bekannt. Es wurde zudem für die Finanzierung, die im Herbst final stehen soll, der Weg aufgezeigt. Mit der ersten Gewerbesteuer-Hebesatzerhöhung seit 1991 können zusätzliche Einnahmen erreicht werden. Nicht zweckgebunden für die Arena, aber ohne einen Beitrag der Wirtschaft würde die Rechnung aus Sicht der Kämmerei angesichts weiterer notwendiger Zukunftsinvestitionen die nächsten Jahre nicht aufgehen.
Mit dieser Entscheidung zur Hebesatzanhebung, die mit 34:13 Stimmen getroffen wurde, war der Weg auch frei, um über den Ankauf des Grundstücks zu entscheiden, auf dem die Multifunktionsarena stehen wird. Dies erfolgte angesichts vieler vertraulicher Vertragsdetails wie üblich in nichtöffentlicher Sitzung. Über die Bezuschussung des Baus, der mit weiteren maximal 34,5 Millionen Euro von der Stadt unterstützt wird, erfolgt im Herbst die genaue Aufstellung der Finanzierungsschritte, die sich über mehrere Haushaltsjahre abbilden werden.
Für den städtischen Haushalt wird dies ein Kraftakt, doch im Betrieb soll die Arena Gewinne erwirtschaften, die über die Zukunftsstiftung auch wieder der Gesellschaft zu Gute kommen. Zudem belegt ein Gutachten des dwif-Instituts, dass die Arena neue Arbeitsplätze und jährliche Umsätze im zweistelligen Millionenbereich in der Stadt generieren wird, wovon die örtliche Wirtschaft wesentlich profitieren wird.
Die Bauherren präsentierten einmal mehr die Vielseitigkeit der Arena in Laufweite zum Würzburger Hauptbahnhof: Kleine Firmenevents, große Kongresse, Spitzensport, Konzerte, Comedy, Speaker – für jedes Format kann die „Arena für alle“ atmosphärisch passend zugeschnitten werden.
Zudem sind verschiedene Parallelbelegungen möglich. Mit 110 Veranstaltungen im Jahr und 400.000 Besucher kalkuliert man für die ersten Jahre im Betrieb. Bis Herbst werden weitere Fördermöglichkeiten – etwa aufgrund der Klimaneutralität – ausgeleuchtet, um nach Möglichkeit den städtischen Zuschuss noch zu reduzieren.

