Semesterabschluss-Event der THWS Business School: Projektfallgebende und Unternehmensvertretende zu Gast im Kulturspeicher

Semesterabschluss-Event der THWS Business School: Projektfallgebende und Unternehmensvertretende zu Gast im Kulturspeicher

WÜRZBURG – „Gesundheitsmanager“, „Semesterkoordinatoren“, „Technikprofis“, „Datenschutzbeauftragte“: Diese und mehr Rollen braucht es, wenn man eine Semesterabschluss-Veranstaltung des Studienschwerpunktes Personalmanagement auf die Beine stellen möchte.

Dieser Aufgabe hatten sich Studierende der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) der Business School angenommen. Das Ergebnis war ein Abschluss-Event, zu dem sie externe Geschäftspartner einluden, die während des Semesters unterstützt oder Interesse an der Arbeit des Schwerpunkts hatten.

Prof. Dr. Christine Wegerich begrüßte die rund 35 Teilnehmenden im Würzburger Kulturspeicher. Sie verantwortet den Studienschwerpunkt Personalmanagement und begleitete die Studierenden über das Semester hindurch bei der Vorbereitung für diesen Tag. „Wir danken allen Projektfallgebern, die unsere Studierenden das Semester hindurchbegleitet haben. Unser besonderer Dank gilt dem Handelsverband Bayern, der als erneuter Sponsor die Durchführung dieser Abschlussveranstaltung ermöglicht hat“, betonte Prof. Dr. Wegerich.

Business Speed Networking

Die Veranstaltung begann mit der Vorstellung der drei studentischen Gruppen, die sich während des Semesters mit jeweils einem Projektfallgeber und damit verbundenem Thema aus dem Fachbereich Personalmanagement auseinandersetzten. So hatte jede Gruppe neben den eingangs vorgestellten Rollen zum Beispiel einen „Product Owner“, der das Projekt leitet, einen „Feel-Good-Manager“, der für den Zusammenhalt des Teams zuständig ist oder ein Team für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Daraufhin erklärten die Studierenden ihren Meilensteinplan: vom ersten Schritt, der Kick-off-Veranstaltung im März dieses Jahres, über Thementransfer und Zwischenpräsentation bis hin zur Abschlusspräsentation.

Die Projektfälle

Unter Moderation des studentischen Organisationsteams Beyza Özdemir, Marie-Luise Göpfert und Sam Fischer, stellten die drei Studierendengruppen ihre Projekte vor. Nachdem eine Gruppe ihr jeweiliges Projektergebnis vorgestellte hatte, erfolgte eine Talkshow mit dem Publikum, bevor das nächste Projekt präsentiert wurde:

„Analyse und Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Ausbildungskompetenz im Einzelhandel“ (Semesterprojekt mit dem Handelsverband Bayern e. V.)
„Evaluation des bestehenden Onboarding-Prozesses und Entwicklung eines strukturierten, digitalen und nachhaltigen Onboarding-Konzepts für neue Mitarbeitende der Caritas-Einrichtungen“ (Projektfallgeber: Caritas-Einrichtungen gGmbH)
„Wertestudie: Untersuchung Wertemanagement und -implementierung in Unternehmen (Semesterprojekt Wertegruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Christine Wegerich)

Projektfall mit dem Handelsverband Bayern e. V.

Um zu verstehen, wie sie die Ausbildungskompetenz im Einzelhandel stärken können, müssen zunächst die Ursachen analysiert werden, erklärte die erste Gruppe. Sie kamen zu dem Schluss, Handlungsempfehlungen für Auszubildende, Eltern und Unternehmen abzuleiten, um die Abbrecherquote zu senken. Denn diese sei hoch: Im Jahr 2023 habe die Quote für Vertragsauflösungen im Einzelhandel bei 29,7 Prozent gelegen; die Abbruchquote bei 12 bis 13 Prozent. Die Studierenden erläuterten die Unterschiede zwischen Generation Z (Geburtsjahre 1997 und 2010) sowie der Generation Alpha (zwischen 2010 und 2025 Geborene): Während für erstere finanzielle Sicherheit, Eigenständigkeit und Work-Life-Balance wichtig seien, sei die zweite Gruppe eher orientierungssuchend, drucksensibel und auf Spaß bei der Arbeit aus. Die Gemeinsamkeiten würden in der Nutzung digitaler Medien, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein, Fokus auf Flexibilität und Sinnhaftigkeit sowie auf Sicherheit und Stabilität liegen.

Projektfall mit der Caritas-Einrichtungen gGmbH

„Onboarding“ bedeutet die strukturierte Integration und Einarbeitung von neuen Mitarbeitenden, um sie bestmöglich in die Institution einzubinden. Angefangen von einem sogenannten „Standort-Guide“, der neuen Mitarbeitenden zeigt, wann und wo genau sie sich an ihrem ersten Arbeitstag melden sollen, über einen Steckbrief eines „Buddys“, also eine Art Patenschaft mit einen Mitarbeitenden, die oder der schon länger im Unternehmen beschäftigt ist und seine Erfahrungen teilen kann, bis hin zu einer Einarbeitungsmappe, erstellten die Studierenden eine Übersicht mit ihren Ideen. Wichtig sei, dass sich das Unternehmen mit seiner Mission, Vision und Werten vorstelle.

Wertestudie: Untersuchung Wertemanagement und -implementierung

Unter der Leitung von Prof. Dr. Wegerich befassten sich die Studierenden mit verschiedenen Branchen: von der Hotellerie über Kanzleien und Handwerk bis hin zum Industriebereich, der mit 20 Prozent den größten Anteil an den geführten Interviews hatte. Sie führten insgesamt 27 Interviews mit dem Zweck durch, wie Unternehmen ihre Werte tatsächlich im Alltag implementieren. Werte müssten spürbar gemacht werden, deshalb sei deren Bedeutung zu definieren, in Verhalten zu übersetzen und in Prozessen zu verankern. Wenn so ein Verhaltensanker definiert sei, solle auch die Wirkung messbar gemacht und Konsequenzen abgeleitet werden. Werte können dann im letzten Schritt im sogenannten „Employee Lifecycle“, also im Mitarbeiter-Lebenszyklus, sowie in festen Rollen eingebettet werden.

Auf den Fotos:

THWS-Studierende des Studienfachs Personalmanagement stellen unter der Leitung von Prof. Dr. Christine Wegerich (vorne) ihre Semesterprojekte ihren Projektfallgebenden vor (Foto: THWS/Valentina Koenig)

Das Business Speed Networking des Fachschwerpunkts Personalmanagement im Würzburger Kulturspeicher unter Leitung von Prof. Dr. Christine Wegerich von der THWS Business School (Foto: THWS/Valentina Koenig)

Ausbildungskompetenz im Einzelhandel stärken: Das war die Leitaufgabe des Projektfallgebers VDH (Foto: THWS/Valentina Koenig)

Diese studentische Gruppe hat sich in Zusammenarbeit mit der Caritas überlegt, wie neue Mitarbeitende am besten in Unternehmen ankommen können (Foto: THWS/Valentina Koenig)

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