SCHWEINFURT / GÖTEBORG / BERLIN – Auf der InnoTrans 2026 vom 22. bis 25. September in Berlin präsentiert SKF Wälzlagerlösungen mit minimaler Reibung, die den Energiebedarf senken. So können im Flottenverbrauch erhebliche Einsparungen erzielt werden.
Im Bemühen um mehr Nachhaltigkeit zielt die Bahnindustrie darauf ab, ihre Energieeffizienz kontinuierlich steigern. Dafür gibt es viele naheliegende Ansätze: ein geringeres Wagengewicht, eine bessere Aerodynamik oder effizientere Klima- und Lüftungssysteme. Allerdings gibt es dabei ein Problem. „Die meisten dieser großen Stellhebel wurden bereits genutzt“, sagt Jan Babka, Global Manager Railway Application Competence bei SKF. „Deshalb müssen wir uns jetzt auf kleinere, weniger augenscheinliche Energieverlustquellen konzentrieren – etwa auf die Reibung in Achslagern.“
Dabei handelt es sich um ein klassisches Beispiel für einen „versteckten“ Energieverlust. Jedes Radlager eines Zuges erzeugt Reibung. Über ein gesamtes Streckennetz hinweg summieren sich diese Verluste zu einem erheblichen Energieverbrauch.
Auf Grundlage einer aktuellen Pilotstudie hat SKF eine Plattform für reibungsarme Kegelrollenlager-Einheiten und Zylinderrollenlager-Einheiten entwickelt – die beiden am häufigsten in Radsatzlagern eingesetzten Bauarten. Babka arbeitet seit Jahrzehnten als Teil eines SKF-Expertenteams daran, die Reibung in Radsatzlagern von Schienenfahrzeugen zu reduzieren. Dadurch konnten bereits Vorteile wie verlängerte Wartungsintervalle erzielt werden. Neuere Konstruktionsverbesserungen konzentrieren sich nun darauf, die Reibung weiter zu senken und so kumulative Energieeinsparungen zu ermöglichen.
Die Entwicklung einer entsprechenden Lösung erwies sich jedoch als anspruchsvoll. Zum einen gibt es derzeit kein standardisiertes Prüfverfahren zur Bestimmung des Reibmoments von Eisenbahnlagern. Zum anderen ist das Verhalten von Schmierfett in Lagern von Natur aus schwer vorhersehbar. Zudem lassen sich Prüfmethoden aus anderen Branchen – beispielsweise der Automobilindustrie – aufgrund unterschiedlicher Lagerkonstruktionen und Toleranzanforderungen nicht direkt auf den Bahnsektor übertragen.
Die Lösung liegt, so Babka, in der Kombination aus Simulation und präzisen Tests.
„Mithilfe von Simulationen können wir verstehen, an welchen Stellen wir in das Design eingreifen müssen. Anschließend bestätigen Tests im Originalmaßstab, dass die Lösung auch unter realen Betriebsbedingungen funktioniert“, erklärt er.
Auf der InnoTrans 2026 wird SKF weitere Details zu seinen reibungsarmen Radsatzlagern vorstellen. Jan Babka und weitere Fachleute werden vor Ort erläutern, wie das neue Produkt sowie das umfassende Know-how von SKF im Bereich Reibungsminimierung Bahnunternehmen dabei unterstützen können, ihren Energieverbrauch zu senken.
„Das Achslager zählt nicht zu den größten Energieverbrauchern eines Schienenfahrzeugs. Betrachtet man jedoch den gesamten Lebenszyklus und eine komplette Fahrzeugflotte, ist sein Einfluss durchaus erheblich“, sagt Babka. „Hersteller von Schienenfahrzeugen dürfen die Reibung in Achslagern daher nicht vernachlässigen.“
Interessierte finden SKF auf der InnoTrans 2026 in der Messe Berlin, Halle 22, Stand 650.
Auf dem Bild: Reibungsarme Kegel- und Zylinderrollenlager von SKF.
Seit 1907 entwickelt SKF einige der weltweit innovativsten Lager, Dichtungen, Schmiersysteme, Zustandsüberwachungslösungen und Dienstleistungen zur Reduzierung von Reibung. Weniger Reibung bedeutet weniger Energieeinsatz. Durch die Reduzierung der Reibung machen wir die Industrie intelligenter, wettbewerbsfähiger und energieeffizienter und schaffen eine nachhaltigere Zukunft, in der wir alle mehr mit weniger erreichen können. SKF ist in rund 130 Ländern vertreten und verfügt weltweit über etwa 17.000 Vertriebsstandorte. Der Jahresumsatz im Jahr 2024 betrug 98.722 Millionen SEK und die Zahl der Mitarbeiter belief sich auf 38.743.
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SKF beschäftigt in Deutschland rund 5.000 Mitarbeiter. Davon arbeiten etwa 3.000 in Schweinfurt, dem Hauptsitz der SKF GmbH und dem größten Produktionsstandort der SKF Gruppe.
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