Neulich im Schweinfurter Wildpark an einem Sonntagmittag: Schon bei der Suche nach einem (an Feiertagen oft schwer zu findenden) Parkplatz fiel auf: Autokennzeichen aus München, Frankfurt, sogar Garmisch-Partenkirchen. Eigentlich kaum zu glauben, aber wahr.
Der „Waldspielplatz an den Eichen“ oder der „Jahnsplatz“ so die eigentlichen Namen von früher, ist längst das Aushängeschild Schweinfurts. Die größte Attraktion der Stadt. Etwas außerhalb gelegen, trotzdem gut erreichbar. Riesengroß, das ganze Jahr geöffnet, ohne dass man Eintritt dafür zahlen muss. Keinen Cent!
Und nun wird der Wildpark 60 Jahre alt, so wie auch der Leiter Thomas Leier heuer, der in den letzten rund 30 Jahren mit seinem Team ein echtes Freizeit-Paradies erschaffen hat. Burg Schweinstein, die Baumhaus-Riesenrutsche Himmelwärts, das Tor der Wünsche, der Hexen-Spielplatz, die Fledermaus-Schaukel – das sind nur fünf von unzählbaren Attraktionen. An heißen Tagen lieben die Kinder Käpt´n Lasses Wildparkdampfer mit der erfrischenden Abkühlung. Badespaß pur! Und die Eltern liegen auf der Wiese.
Und nun öffnet am Sonntag, den 26. Juli, offiziell die neue Stadt der Vögel. „Beopolis“, benannt nach einem Beo, sprengt mal wieder alles Vorstellbare des Wildparks. Noch ein Highlight, rund 30 sind´s jetzt, darunter ganz viele Tiere wie die Elche, die Ziegen, die Esel, die Gänsegeier… Minigolf spielen kann man im Wildpark, Eulen und Greifvögel anschauen, kneippen oder einfach nur etwas essen und trinken und sich hinsetzen und ein wenig ruhen.
Der Biergarten der Waldgaststätte des TV Jahn gehört zwar nicht dazu, rundet aber einen Tag ab. So wie auch das Lokal beim Hockeyclub nicht weit weg das möglich macht. In der internen Waldschänke gibt´s aber genauso (kleinere) Köstlichkeiten, zum Beispiel die legendären Elchkekse. Kaffee, Snacks oder Eis ohnehin.
Und diesen Sonntag wird das Angebot so richtig grandios. Kulinarisch wie auch vom Unterhaltungsprogramm mit sicher dem Highlight: Amanda kommt, das Nilpfeld von Sebastian Reich. Der ist freilich auch dabei und wird für eine Menge Spaß sorgen. Bei freiem Eintritt und einem womöglichen, nein eigentlich sogar ziemlich sicheren Rekordbesuch.
Thomas Leier kündigte zwar schon an, dass ein Nilpfeld-Gehege NICHT die nächste Attraktion sein wird. Aber vor der Vogelstadt ist nach der Vogelstadt – und es wird nicht lange dauern, und die Medien dürfen vermelden, was als nächstes den Schweinfurter Wildpark bereichert.
Der steht inzwischen wie die Kugellager, die Schnüdel oder die Schlachtschüssel als positives Merkmal für eine Stadt, der es ansonsten gar nicht gut geht. Für diesen Sonntag aber werden die Sorgen mal für alle vergessen sein.
Michael Horling
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