Vertragsunterzeichnung: Vollständiger Glasfaser-Ausbau der Gemeinden Oberstreu, Hendungen, Höchheim und Herbstadt sichergestellt

Vertragsunterzeichnung: Vollständiger Glasfaser-Ausbau der Gemeinden Oberstreu, Hendungen, Höchheim und Herbstadt sichergestellt
Foto: Joachim Schmitt (Gemeinde Oberstreu)

LANDKREIS RHÖN-GRABFELD – In den Ortsgebieten der Gemeinden Oberstreu, Hendungen, Höchheim und Herbstadt fanden bzw. finden aktuell umfangreiche Ausbauarbeiten zur Herstellung von Glasfaser-Hausanschlüssen statt.

Aus förderrechtlichen Gründen können in den genannten Kommunen jedoch nicht alle Adressen auf Grundlage der Bayerischen Gigabitrichtlinie gefördert mit Glasfaser-Hausanschlüssen ausgebaut werden.

Betroffen von diesen förderrechtlichen Einschränkungen sind insbesondere Teilortsbereiche von Oberstreu, Hendungen, Irmelshausen und Herbstadt. Durch die laufenden Ausbaumaßnahmen werden in den genannten Gemeinden trotz der förderrechtlichen Einschränkungen Glasfaserausbauquoten zwischen 80 und 95 Prozent erreicht. Insbesondere für den ländlichen Raum sind dies absolute Spitzenwerte.

Alle vier Gemeinden streben einen FttH-Vollausbau ihrer Ortsgebiete an

Die Verantwortlichen der genannten Gemeinden ruhen sich jedoch nicht auf den erreichten Ausbauquoten aus, sondern treiben den Glasfaser-Ausbau in ihren Ortsgebieten weiterhin aktiv voran. Das erklärte Ziel aller vier Gemeinden ist der Ausbau sämtlicher Adressen mit Glasfaser-Hausanschlüssen.

Die erläuterten förderrechtlichen Einschränkungen sind durch den Erlass der Gigabit-Richtlinie des Bundes 2.0 im Jahr 2023 weggefallen. Die genannten Gemeinden haben sich zur Nutzung von Synergien interkommunal zusammengeschlossen und einen gemeinsamen Förderantrag zum Ausbau der bislang nicht förderfähigen Adressen beim Projektträger für die Bundesförderung eingereicht. Nach einer Verfahrensdauer von rund zweieinhalb Jahren konnte kürzlich der Vertrag für den finalen Ausbauabschnitt unterzeichnet werden.

Die Vertragsunterzeichnung erfolgte zwischen der Gemeinde Oberstreu als Leitkommune für dieses interkommunale Ausbauprojekt und der GlasfaserPlus GmbH. Im Detail werden im Rahmen dieses Ausbauprojektes zwei Adressen im Ortsgebiet der Gemeinde Oberstreu, 40 Adressen in Hendungen, 69 Adressen in Irmelshausen und 49 Adressen im Ortsgebiet der Gemeinde Herbstadt mit Glasfaser-Anschlüssen ausgebaut. Nach dem Abschluss der Ausbauarbeiten werden die Ortsgebiete aller vier Gemeinden vollständig mit Glasfaser-Hausanschlüssen (FttH) ausgebaut sein.

Weitere Investitionen in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen Euro erforderlich

Zur Durchführung dieser Ausbaumaßnahme werden in den kommenden 36 Monaten weitere 30 Kilometer Glasfaser-Kabel verlegt und neun neue Glasfaser-Netzverteiler aufgebaut. Die Investitionskosten für die Durchführung dieser Ausbaumaßnahme belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro.

Nach dem Abzug der voraussichtlichen Erlöse der GlasfaserPlus GmbH aus dem Netzbetrieb sowie den Fördermitteln des Bundes und des Freistaates Bayern muss die Gemeinde Oberstreu noch einen Eigenanteil in Höhe von 27.100 Euro, die Gemeinde Hendungen einen Eigenanteil in Höhe von 31.400 Euro, die Gemeinde Höchheim einen Eigenanteil in Höhe von 37.500 Euro und die Gemeinde Herbstadt einen Eigenanteil in Höhe von 38.000 Euro tragen.

Bestmögliche digitale Infrastruktur bieten

Obwohl die Haushalte der genannten Kommunen durch diese weitere geförderte Ausbaumaßnahme nicht unerheblich belastet werden, waren die anwesenden kommunalen Vertreter von der Wichtigkeit dieser Ausbaumaßnahme überzeugt. Die anwesenden Ortsoberhäupter erklärten übereinstimmend, dass der bereits aktuell sehr hohe Stellenwert einer hochbitratigen Datenanbindung nach ihrer Einschätzung in den kommenden Jahren immer weiter ansteigen wird und es ihnen deshalb sehr wichtig ist, dass an allen Adressen ihrer Ortsgebiete gigabitfähige Anschlüsse zur Verfügung stehen. Dieser Ausbauschritt war zudem auch in Hinblick auf die Gleichbehandlung aller Bürgerinnen und Bürger außerordentlich wichtig.

Zusammenarbeit mit der Telekom / GlasfaserPlus GmbH wird fortgesetzt

Thomas Andreas Hofmann von der Telekom, welcher die GlasfaserPlus GmbH bei diesem Termin vertrat, brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die vier Kommunen der GlasfaserPlus GmbH bei dieser weiteren geförderten Ausbaumaßnahme ihr Vertrauen schenken. Er ergänzte, dass die GlasfaserPlus GmbH ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und IFM Investors ist. Diese wird auf der herzustellenden Netzinfrastruktur selbst keine eigenen Endkundenprodukte anbieten. Auf dem Netz der GlasfaserPlus GmbH werden die Endkundenprodukte der Telekom Deutschland GmbH und gegebenenfalls weiterer Anbieter angeboten werden.

Abschließend führte Hofmann noch aus, dass durch den Einsatz der vollständig auf Glasfasertechnologie basierenden Netze künftig auch der Stromverbrauch für den laufenden Betrieb signifikant gesenkt wird, da die passiven Glasfaser-Netzverteiler ohne eigene Stromversorgung und Klimatisierung betrieben werden.

Ankündigung von weiteren Ausbauverträgen auf Grundlage der Gigabit-Richtlinie 2.0

Der Projektverantwortliche von Seiten des Landkreises Rhön-Grabfeld, Frank Reichert, freute sich über den weiteren Vertragsabschluss auf Grundlage der Gigabit-Richtlinie des Bundes 2.0 und den Vollausbau von vier weiteren Kommunen mit Glasfaser-Hausanschlüssen. Er bedankte sich für die Unterstützung beim Vollzug des Förder- und Vergabeverfahrens bei Günther Pichlmaier von der Corwese GmbH, Dr. Matthias Freund von der Rechtsanwaltskanzlei Muth & Partner aus Fulda, Thomas Finger von der Verwaltungsgemeinschaft Mellrichstadt und Sabrina Schlinke von der Verwaltungsgemeinschaft Bad Königshofen. Weiterhin kündigte er an, dass in den kommenden Wochen noch weitere Ausbauverträge auf Grundlage dieser Richtlinie unterzeichnet werden.

„Gemeinsam mit unseren kreisangehörigen Städten und Gemeinden sind wir auf einem sehr guten Weg zu einer signifikanten Steigerung der Anzahl der Glasfaser-Hausanschlüsse innerhalb unseres Landkreises“, so Frank Reichert. Mittelfristig sollen an allen Adressen im Landkreis Rhön-Grabfeld gigabitfähige Anschlüsse verfügbar sein. Die Ausbaumöglichkeiten sind jedoch stark von den individuellen Gegebenheiten in den jeweiligen Kommunen und hier insbesondere der bereits bestehenden Versorgung abhängig.

Auf dem Bild: Über den Abschluss des Ausbauvertrages mit der GlasfaserPlus GmbH freuen sich (vorne von links): Stefan Kießner (1. Bürgermeister der Gemeinde Oberstreu) und Thomas Andreas Hofmann (für die Deutsche Telekom Technik GmbH / GlasfaserPlus GmbH); (hinten von links): Dr. Christian Machon (1. Bürgermeister der Gemeinde Hendungen), Adrian Müller (1. Bürgermeister der Gemeinde Höchheim), Kerstin Schneider (1. Bürgermeisterin der Gemeinde Herbstadt) und Frank Reichert (Landkreis Rhön-Grabfeld | Kreisentwicklung).
Foto: Joachim Schmitt (Gemeinde Oberstreu)

Comments

No comments yet. Why don’t you start the discussion?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert