SCHWEINFURT – Über 40 Grad in Deutschland, Hitzerekorde in Europa – und das schon Ende Juni, dabei hatte der Sommer gerade erst begonnen. „Wir leiden unter den Extremen, auch unsere Natur gerät aus dem Takt. Wiesen vertrocknen, Meere sind so warm wie nie, ganze Lebensräume verschieben sich, die Insektenwelt ist gefährdet“, weiß Stadträtin Dr. Ulrike Schneider.
Vor diesem Hintergrund sei der Hitzecheck 2026 der Deutschen Umwelthilfe (DUH) von Bedeutung, hat er Schweinfurt doch erneut hohen Handlungsbedarf attestiert. Untersucht wurden Beschattungsgrad, Versiegelung und Hitzebetroffenheit. Die Ergebnisse der Analyse werden farblich dargestellt, von „Grün“ für gut belüftete Städte bis „Rot“ für stark überhitzte Betonwüsten.
Schweinfurt habe in der Gesamtwertung die rote Karte erhalten, weil die Stadt vor allem bei Versiegelung und Beschattung schlecht abschneidet. Laut der DUH-Studie sind von 2018 bis 2025 annähernd 1.200 Bäume gefällt worden. Das kürzlich veröffentlichte Klimaanpassungskonzept sieht entsprechenden Handlungsbedarf“, fordert die Stadträtin der Initiative Zukunft /ödp.
Sie sagt: „Wir brauchen also endlich weitreichende Maßnahmen, nicht nur „good will“ Bekundungen. Wenn man ehrlich ist – wo haben wir bislang entsiegelt? Was ist aus dem grünen Band geworden, was aus dem Klimaquartier? Vor acht Jahren hieß es Stadtwald oder Landesgartenschau/Bürgerpark – haben wir dort einen einzigen Baum gepflanzt?“
Die Antworten auf diese Fragen seien ernüchternd. Aus diesem Grund stellt die Initiative Zukunft.ödp vier weitreichende Anträge, die – wenn sie positiv beschieden und dann auch umgesetzt werden – das Stadtklima ganz entscheidend verbessern werden.
An diesem Dienstag informiert die Initiative Zukunft.ödp am Gottesberg über ihre Pläne. ww.mainfranken.news wird danach berichten.

