SCHWEINFURT / BERGL – Callcenter-Betrüger wollten am Donnerstagmittag eine Rentnerin um einen großen Teil ihrer Ersparnisse bringen. Eine Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an.
Am Donnerstag, gegen 11:15 Uhr, hat eine Betrügerin eine ältere Dame angerufen und sich als Polizeibeamtin ausgegeben. Am Telefon hat die Kriminelle behauptet, dass ein Familienmitglied einen schweren Verkehrsunfall verursacht hat. Zur Vermeidung einer Haftstrafe müsse eine Kaution in sechsstelliger Höhe übergeben werden. Die Polizei wurde rechtzeitig alarmiert und konnte die Tatverdächtige beim Versuch, das Geld abzuholen, in der Hirschbergstraße vorläufig festnehmen.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt führte die Kriminalpolizei die Tatverdächtige, eine 25-jährige Frau mit polnischer Staatsbürgerschaft, einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Schweinfurt vor. Freitagmittag erließ dieser einen Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs. Die Beschuldigte befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt.

