Chancenlose Schnüdel gegen Chemnitz: In Frankenberg fiel die Niederlage aber etwas zu hoch aus

Chancenlose Schnüdel gegen Chemnitz: In Frankenberg fiel die Niederlage aber etwas zu hoch aus

FRANKENBERG BEI CHEMNITZ – Während parallel beispielsweise die Ligarivalen aus Aubstadt mit 3:0 gegen die SG Barockstadt Fulda oder aus Bayreuth mit 9:1 bei Bayernligist Ammerthal gewannen, musste der FC Schweinfurt 05 eine Testspiel-Niederlage einstecken, die jedoch ein wenig zu hoch ausfiel.

In sächsischen Frankenberg sahen offiziell 555 Zuschauer gut startende Schnüdel, die im Verlauf der Partie aber die Stärke des Chemnitzer FC zu spüren bekamen. Der Nordost-Regionaligist spielte keine 48 Stunden zuvor 1:1 gegen Bundesligist Union Berlin, den dre FC 05 freilich vor einem Jahr in einem Testspiel sogar schlug. Soviel zum Thema Bedeutung der Vorbereitung…

Ein von Keeper Julian Brätz verursachter Foulelfmeter bedeutete das 1:0, danach nahm die Partie ihren Gang. Am Ende hieß es deutlich 4:0.

Immerhin dürfen sich die Schweinfurter Fans noch auf eine Rückkehr von Martin Thomann Hoffnungen machen, der sich mit Drittligist Würzburger Kickers auf keinen neuen Vertrag einigen konnte. Nachdem der letzten Herbst suspendierte Kevin Frisorger inzwischen aus Aubstadt zurück kehrte, sollten auch für den Offensivmann aus Dittelbrunn die Tore wieder offen stehen.

Und natürlich brauchen die Schnüdel noch einen Häuptling für das defensive Mittelfeld nach dem Saisonaus für Kristian Böhnlein. Und generell ein bisschen mehr Erfahrung. Von den Aufstiegshelden mit über 30 Jahren standen in Frankenberg nur Kevin Fery (auf dem Aufmacherbild beim Schuss) und Michael Dellinger auf dem Rasen. Die meisten eingewestzten Spieler waren Anfang 20 oder noch jünger…

Kommenden Samstag wird´s dann ernst für die Schweinfurter beimn Pokalspiel der ersten Runde ab 16 Uhr bei Bezirksligist Spvgg Giebelstadt. Fünf Tage später geht´s dann in der Regionalliga Bayern um Punkte – das Auftaktspiel in Aubstadt wird trotz eines Donnerstagabends vor großer Kulisse stattfinden.

FC Schweinfurt 05: Julian Brätz – Kevin Frisorger, Johannes Theinhardt, Nicolas Pfarr, Philipp Hack, Gil Ebner, Kevin Fery, Mustafa Özden, Jason Prodanovic, Leonard Krasniqi, Michael Dellinger; eingewechselt: Lukas Mrozek, Radzivon Hushcha, Nils-Benedikt Piwernetz, Valentin Schmitt, Maximilian Stahl, Mirco Geisler, Morris Adelabu, Esad Akgün; Trainer: Jan Gernlein

Hier noch der Bericht von der Homepage des Chemnitzer FC (auf https://www.chemnitzerfc.de sieht man auch Fotos:)

Nächster Härtetest bestanden: CFC bezwingt Schweinfurt deutlich mit 4:0

Der Chemnitzer FC hatte nur zwei Tage nach dem Remis im Testspiel gegen den 1. FC Union Berlin gleich die nächste Herausforderung vor der Brust. Mit dem 1. FC Schweinfurt gastierte ein Drittliga-Absteiger in Sachsen. Am Ende setzte sich der CFC vor 555 Zuschauern auf der Jahnkampfbahn in Frankenberg klar mit 4:0 gegen die „Schnüdel“ durch.

Cheftrainer Benjamin Duda brachte im Testspiel wieder einen Mix aus jungen Talenten und erfahrenen Akteuren aufs Feld. Als Kapitän führte Vize Dennis Slamar die Mannschaft auf den Platz. Andres Geipl nahm zunächst genau wie Ron Berlinski und Jan Löhmannsröben auf der Bank Platz.

CFC nutzt seine Chancen eiskalt

Bei Sonnenschein und angenehmen 25 Grad begannen die Gäste aus Unterfranken durchaus engagiert auf der Jahnkampfbahn in Frankenberg und so gehörte ihnen auch die erste Möglichkeit der Begegnung. Nach einem langen Einwurf kam Michael Dellinger zum Abschluss, setzte den Ball aber über das Tor (4.). Kurz darauf tauchte Mustafa Özden frei im Strafraum auf, schob den Ball von halblinks jedoch knapp am langen Pfosten vorbei (5.).

Der CFC schlug dagegen im ersten Versuch direkt eiskalt zu. Domenico Alberico, der auf ungewohnter Position als Rechtsverteidiger auflief, wurde auf rechts steil geschickt und im Strafraum vom Schweinfurter Torwart zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Pistol sicher unten rechts zur Führung (6.).

Marx legt direkt nach

Mit dem Treffer übernahmen die Himmelblauen zunehmend die Kontrolle. Tchouangue blieb nach einem starken Dribbling zwar am Verteidiger hängen (13.), doch wenig später erhöhte der CFC. Marx wurde mit einem perfekten temperierten Steckpass in die Tiefe geschickt, umkurvte den Torhüter und schob aus spitzem Winkel zum 2:0 ein (16.).

Auch danach blieben die Chemnitzer gefährlich. Nach einer Balleroberung an der Mittellinie schickte David Vogt den schnellen Maximilian Fesser auf die Reise. Dessen Hereingabe konnte ein Verteidiger gerade noch vor dem einschussbereiten Marx klären (21.).

Nach der Trinkpause verzeichnete Schweinfurt zwar mehr Ballbesitz, der CFC verteidigte jedoch diszipliniert und ließ kaum klare Torchancen zu. Die beste Möglichkeit der Gäste vereitelte Justin Gröger mit einer starken Grätsche gegen Dellinger kurz vor dem Strafraum (39.). Mit dem Halbzeitpfiff legte Gröger in der gefährlichen Zone nach einem Halbfeldfreistoß per Kopf noch einmal quer, Schweinfurt konnte jedoch klären (45.).

Trotz der frühen Zwei-Tore-Führung stellten die Unterfranken den CFC phasenweise vor Aufgaben. Die Himmelblauen blieben jedoch defensiv stabil, warteten geduldig auf ihre Möglichkeiten und präsentierten sich vor dem Tor äußerst effizient.

Fesser trifft sehenswert, Löhmannsröben setzt den Schlusspunkt

Ohne große Veränderungen setzte der CFC seinen konzentrierten Auftritt fort. Auch in dieser Halbzeit gehörte den Unterfranken die erste Gelegenheit: Philipp Hack köpfte zwar knapp über das Tor, stand dabei allerdings im Abseits (52.).

Dann folgte das schönste Tor des Nachmittags. Fesser bekam den Ball auf halblinks, ließ seinen Gegenspieler mit zwei schnellen Richtungswechseln stehen und schweißte den Ball aus 14 Metern trocken ins kurze Eck zum 3:0 (56.).

Kurz darauf begann Duda seine Mannschaft mehrfach zu verändern, so dass alle Spieler zum Einsatz kamen.

CFC drückt weiter und belohnt sich nach Ecke

Schweinfurt kam durch Hack noch einmal zu einem Abschluss, David Richter hielt den flachen Schuss jedoch sicher fest (60.). Im direkten Gegenzug verpasste Marx eine scharfe Hereingabe des eingewechselten Aaron Mensah nur knapp (61.).

Nach einem Halbfeldfreistoß von Biven köpfte Löhmannsröben knapp über den Querbalken (66.). Wenig später kratzte Schweinfurt-Schlussmann Julian Brätz eine immer länger werdende Flanke von Berlinski noch aus dem Winkel (68.).

Den letzte Treffer des Tages fiel schließlich nach einer Standardsituation. Tobias Stockinger brachte eine Ecke punktgenau auf den Elfmeterpunkt, Schweinfurts Torhüter faustete unter dem Ball hindurch und Jan Löhmannsröben köpfte zum 4:0 ein (77.).

Drei größere Chancen bleiben danach ungenutzt: Gröger vergab per Kopf noch zwei Mal (85.), ehe Mensah kurz vor dem Schlusspfiff ebenfalls knapp am Pfosten vorbeiköpfte (90.).

Klarer Sieg bestätigt gute Form der Vorbereitung

Damit gewinnt der Chemnitzer FC den ersten Test gegen einen Regionalliga-Vertreter souverän mit 4:0. Nach einer guten Anfangsphase der Gäste übernahmen die Himmelblauen zunehmend die Kontrolle, verteidigten konzentriert und zeigten sich offensiv äußerst zielstrebig. Vor allem in der zweiten Halbzeit ließ die Mannschaft nichts mehr anbrennen und schraubte das Ergebnis verdient in die Höhe.

Bereits am Mittwoch geht es ab 18.30 Uhr in Oberfrohna weiter für die Duda-Elf. Dann gastiert der Vorjahresdritte der Regionalliga Bayern, die SpVgg Unterhaching, in Sachsen. Ein weiterer anspruchsvoller Gradmesser auf dem Weg zum Saisonstart.

Chemnitzer FC – 1. FC Schweinfurt 4:0 (2:0)

Aufstellung: Richter – Gröger, Slamar (57. Löhmannsröben), Tchouangue (57. Mensah), Hempel (75. Geipl), Alberico (54. Biven), Pistol (79. Philipp), Vogt (75. Stockinger), Marx (65. Berlinski), Zamora (57. Eppendorfer), Fesser (65. Grimaldi)

Tore: 1:0 Pistol FE (6.), 2:0 Marx (16.), 3:0 Fesser (56.), 4:0 Löhmannsröben (77.)

Zuschauer: 555

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