SCHWEINFURT – Mit Antrag vom Juni will die SPDVolt-Stadtratsfraktion erreichen, dass die Erholungsanlage an der Galgenleite/Franz-Schubert-Straße nach Andreas Bauer benannt wird.
Hier der Antrag im Namen von Stadtrat Peter Hofmann an seinen Namenskollegen und Oberbürgermeister Ralf Hofmann im Wortlaut:
Benennung der Erholungsanlage an der Galgenleite/Franz-Schubert-Straße nach Andreas Bauer
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
namens und im Auftrag der SPDVolt-Stadtratsfraktion stelle ich folgenden Antrag:
Die Erholungsanlage an der Galgenleite/Franz-Schubert-Straße wird „Andreas-Bauer-Park“ benannt.
Auf Antrag der SPD-Stadtratsfraktion wurde im Juli 2024 beschlossen, bei einer der anstehenden Benennungen von Straßen und Plätzen Andreas Bauer zu berücksichtigen.
Der damalige Antrag, der auch eine Umbennung einer Straße zum Gegenstand hatte, wird beigelegt. Dieser enthält die Begründung für die Benennung.
Nun ist festzustellen, dass der hier vorgeschlagene Park bis heute keinen Namen trägt. Dieser bietet sich hervorragend für die Benennung nach Andreas Bauer an, denn dieser hatte in diesem Bereich (Lehmgrube auf der gegenüberliegenden Seite der Franz-Schubert- Straße) durch den rechtzeitigen Bau von unterirdischen Stollen viele Gartenstädter vor dem tödlichen Bombenhagel im Zweiten Weltkrieg gerettet.
Nennenswerte Kosten fallen dabei nicht an. Es werden zwei Straßen/Platz-Schilder benötigt mit einer kurzen Erklärung zum Wirken des Andreas Bauer in Schweinfurt.
Peter Hofmann ergänzt:
In jedem Fall sollte im Zug dieser Benennung Andreas Bauer geehrt werden, der in Schweinfurt die Widerstandsgruppe „Gelbe Birke“ gegen das Nazi-Regime gründete und der vielen Kriegsgefangenen, Zwangsarbeitern, aber auch von der Gestapo bedrohten Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt half und viele vor dem Tod rettete.
Er hätte es ganz besonders verdient, durch eine Straßenbenennung oder Benennung eines Platzes/Parks nach seinem Namen posthum eine Ehrung zu erfahren.
Hierzu wird verwiesen auf den ausführlichen Bericht von Hannes Helferich im Schweinfurter Tagblatt vom 9. Januar 2021 Seite 32 und 33 und dem von ihm herausgegeben und verfassten Band „Gelbe Birke“.
In seiner Heimatstadt Kronach wurde er bereits mehrfach gewürdigt, nicht jedoch in Schweinfurt, dem Ort seines Widerstands gegen den Nationalsozialismus.
Der Park wäre optimal geeignet, denn durch seinen teils eigenmächtigen Schutzstollenbau im Bereich des Parks hat er vielen Gartenstädtern das Leben gerettet, die sich bei Bombenangriffen in diese Stollen retten konnten.

