Werke junger KünstlerInnen: Die Ausstellung „Das Ende ist der Anfang“ im Würzburger Rathaus ist eröffnet

Werke junger KünstlerInnen: Die Ausstellung „Das Ende ist der Anfang“ im Würzburger Rathaus ist eröffnet
Foto: Petra Steinbach

WÜRZBURG – Vor zahlreichen Gästen hat Bürgermeister Joachim Spatz im Oberen Foyer des Rathauses die Ausstellung „Das Ende ist der Anfang“ eröffnet. Zu sehen sind Werke junger Künstlerinnen und Künstler der Talentfördergruppe Bildende Kunst der Inklusiven Akademie Würzburg, die im Atelier auf dem Bürgerbräu-Gelände entstanden sind.

In seiner Begrüßung hob Bürgermeister Spatz die besondere Aussagekraft des Ausstellungstitels hervor. „Das Ende ist der Anfang. Ein starker Satz. Ein Satz, der Mut macht, der den Blick nach vorne richtet.“ Zugleich verwies er auf den Entstehungsort der Arbeiten: Das ehemalige Bürgerbräu-Areal stehe heute wie kaum ein anderer Ort in Würzburg für Wandel und neue kreative Impulse.

Die ausgestellten Werke entstanden im Atelier der Inklusiven Akademie. Dort konnten die jungen Talente mit unterschiedlichen Mal- und Zeichentechniken experimentieren und ihre eigenen Ideen und Perspektiven entwickeln. Entstanden ist eine vielfältige Ausstellung, die die Kreativität und Ausdruckskraft der Teilnehmenden eindrucksvoll widerspiegelt.

Der Bürgermeister dankte den Künstlerinnen und Künstlern, die die Talentfördergruppe begleiten und fördern. Sie vermittelten nicht nur handwerkliche Fähigkeiten, sondern gäben den Jugendlichen vor allem den Raum und das Vertrauen, ihre eigene künstlerische Sprache zu finden. Dies sei ein wichtiger Beitrag zur kulturellen Nachwuchsförderung in Würzburg.

Besonders würdigte Spatz zudem die Arbeit der Inklusiven Akademie Würzburg. Sie schaffe Räume, in denen Inklusion tagtäglich gelebt werde – in der bildenden Kunst ebenso wie in Theater-, Foto- und Filmprojekten sowie zahlreichen Empowerment-Angeboten. Die Akademie bereichere damit das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Stadt auf vielfältige Weise.

Bereits mehrfach waren Arbeiten der Inklusiven Akademie im Würzburger Rathaus zu sehen. So gestaltete die Talentfördergruppe die Weihnachtspost des Oberbürgermeisters, zudem wurden im vergangenen Jahr Werke des Projekts „Von Überall“ im Rathaus ausgestellt. Der Bürgermeister nutzte die Ausstellungseröffnung, um sich hierfür nochmals ausdrücklich zu bedanken.

Darüber hinaus hob er das soziale Engagement der Inklusiven Akademie hervor. Beispielhaft nannte er Projekte mit dem Würzburger Schifferkinderheim sowie an der Universitäts-Kinderklinik, bei denen mit kreativen Angeboten Orte für Begegnung, Zuversicht und Lebensfreude geschaffen wurden. Auch das Kinderbilderbuchprojekt „Heilefee & Traumfee“, an dem die jungen Talente mitgewirkt haben, sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie Kunst gesellschaftliches Engagement und kreative Förderung miteinander verbinden könne. Sein Dank galt dabei insbesondere der Leiterin der Inklusiven Akademie, Isabel Gräf, dem Künstler Raoul Kaffka sowie allen Förderinnen, Förderern und Sponsoren.

Der Bürgermeister lud die Gäste dazu ein, sich auf die Werke einzulassen und ihre eigenen Eindrücke zu gewinnen. „Ihre Kunst hat die wunderbare Eigenschaft, dass sie keine Worte braucht, um verstanden zu werden. Sie überwindet Barrieren, die im Alltag oft unüberwindbar scheinen.“

Im Anschluss erläuterte die Leiterin der Inklusiven Akademie, Isabel Gräf, Entstehung und Fortgang der Inklusiven Akademie und der Talentfördergruppe. Danach berichteten die jungen Künstlerinnen und Künstler selbst über ihre Arbeit und die Entstehung ihrer Werke und dankten den begleitenden Künstlerinnen und Künstlern jeweils mit einer Rose für ihre Unterstützung.

Die Vorstellung des im Projekt entstandenen Kinderbilderbuchs „Heilefee und Traumfee“ geriet zu einem wahren Augen- und Ohrenschmaus, konnte für die Präsentation doch die renommierte Geschichtenerzählerin Hilda Gardner gewonnen werden. Das Buch entstand in Zusammenarbeit mit den Talenten und verbindet Kunst, Fantasie und soziales Engagement auf besondere Weise. Die jungen Mitwirkenden haben die Illustrationen und gestalterischen Elemente des Projekts mitentwickelt. Ziel des Buches ist es, Kindern und Familien auf Kinderkrebsstationen deutschlandweit Trost, Herzmomente und Zuversicht zu schenken.

Die Ausstellung ist im Juli im Oberen Foyer des Würzburger Rathauses zu sehen. Die Öffnungszeiten sind: Montag bis Donnerstag von 8.00 – 18:00 Uhr, Freitag von 8:00 – 13:00 Uhr.

Auf dem Bild: Bürgermeister Joachim Spatz (2.v.re.) und Isabel Gräf, Leiterin der Inklusiven Akademie (3.v.l) freuen sich mit den begleitenden Künstlern Kevin Wilczewski, Phil Splash (1. und 2.v.l.), Raoul Kaffka, Alvaro Fernando Saez (4. und 5.v.l., beide leicht verdeckt), Dorette Jansen (7.v.l) und den jungen Talenten über die gelungene Ausstellung. Pädagogisch begleitet wurden die jungen Talente von Janna Heimer (re).
Foto: Petra Steinbach

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