RHÖN-GRABFELD – Wie entstehen politische Entscheidungen? Welche Auswirkungen haben Gesetze auf Unternehmen im Alltag? Und welche Rahmenbedingungen braucht es, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zukunftsfähig zu gestalten?
Mit diesen Fragen beschäftigten sich Alexander Hahn, Unternehmer und Finanzcoach aus Bad Neustadt und Carolin Schmidt, „Caros Landliebe“ aus Sulzdorf, beide Mitglieder der Wirtschaftsjunioren Rhön-Grabfeld im Rahmen des Know-how-Transfers 2026 der Wirtschaftsjunioren Deutschland in Berlin.
Als zwei von 150 jungen Unternehmer:innen und Führungskräften aus ganz Deutschland begleiteten beide eine Woche lang Abgeordnete des Deutschen Bundestages durch den parlamentarischen Alltag. Alexander Hahn war bei Dorothee Bär (CSU) und Carolin Schmidt bei Niklas Wagener (Bündnis 90/Die Grünen). Das Dialogformat bringt seit mehr als drei Jahrzehnten junge Wirtschaft und Politik zusammen und schafft Raum für persönliche Begegnungen, direkte Gespräche und einen offenen Austausch über die Zukunft Deutschlands.
Während der Sitzungswoche erhielten Carolin Schmidt und Alexander Hahn Einblicke in politische Entscheidungsprozesse auf Bundesebene, nahmen an Gesprächen, Sitzungen und parlamentarischen Terminen teil und diskutierten mit politischen Entscheidungsträger:innen aktuelle wirtschafts- und gesellschaftspolitische Herausforderungen. Gleichzeitig bot der Know-how-Transfer die Möglichkeit, die Perspektive junger Unternehmer:innen und Führungskräfte unmittelbar in die politischen Debatten einzubringen.
„Unternehmerinnen und Unternehmer erleben jeden Tag, welche Auswirkungen politische Entscheidungen in der Praxis haben. Der Know-how-Transfer schafft die Möglichkeit, diese Erfahrungen direkt einzubringen und gleichzeitig ein besseres Verständnis für die politischen Rahmenbedingungen zu entwickeln. Von diesem Perspektivwechsel profitieren beide Seiten“, sagt Alexander Hahn.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen zentrale Zukunftsthemen wie die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland, Bürokratieabbau, Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Innovation sowie die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Themen, die viele Unternehmen unabhängig von Branche oder Region derzeit gleichermaßen beschäftigen.
Der Know-how-Transfer verfolgt dabei einen besonderen Ansatz: Nicht nur die Teilnehmenden gewinnen ein besseres Verständnis für politische Entscheidungsprozesse und die Arbeit der Abgeordneten. Gleichzeitig erhalten Politiker:innen die Gelegenheit, die Herausforderungen und Erfahrungen junger Unternehmer:innen und Führungskräfte aus erster Hand kennenzulernen. Ziel ist es, gegenseitiges Verständnis zu schaffen und den Dialog zwischen Politik und Wirtschaft nachhaltig zu stärken.
Die Themen des Know-how-Transfers spiegeln die aktuellen Erwartungen der jungen Wirtschaft an die Politik wider. Das jüngste Stimmungsbarometer der Wirtschaftsjunioren Deutschland macht deutlich, dass junge Unternehmer:innen und Führungskräfte vor allem entschlossene Reformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit fordern. An erster Stelle steht dabei der Bürokratieabbau. Gleichzeitig wünschen sich die Befragten schnellere Verfahren und verlässliche Rahmenbedingungen bei der Modernisierung des Standorts Deutschland. Der Know-how-Transfer bietet die Möglichkeit, diese Anliegen unmittelbar mit politischen Entscheidungsträger:innen zu diskutieren und konkrete Impulse aus der unternehmerischen Praxis einzubringen.
Über den Know-how-Transfer
Der Know-how-Transfer der Wirtschaftsjunioren Deutschland bringt seit über 30 Jahren junge Unternehmer:innen und Führungskräfte mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages zusammen. Während einer Sitzungswoche begleiten die Teilnehmenden Abgeordnete bei ihrer Arbeit und diskutieren aktuelle politische und wirtschaftliche Herausforderungen. Ziel ist es, das gegenseitige Verständnis zwischen Politik und junger Wirtschaft zu stärken und den direkten Dialog zu fördern.
Die Wirtschaftsjunioren Deutschland sind mit rund 10.000 Mitgliedern das größte Netzwerk junger Unternehmer:innen und Führungskräfte in Deutschland. Der Know-how-Transfer zählt zu den wichtigsten Projekten des Verbandes und schafft seit Jahrzehnten eine Brücke zwischen politischer Entscheidungsfindung und unternehmerischer Praxis.
Die Wirtschaftsjunioren (WJ) Rhön-Grabfeld sind eine Vereinigung von jungen Unternehmern und Führungskräften mit rund 70 Mitgliedern und Gästen aus der gewerblichen Wirtschaft und bei der IHK Würzburg-Schweinfurt organisiert. Bundesweit gehören den Wirtschaftsjunioren mehr als 10.000 aktive Mitglieder an und bilden den größten Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Sie verantworten bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 290 Milliarden Euro Umsatz rund 1,2 Millionen Arbeits- und 34.000 Ausbildungsplätze.
Text: WJD
Auf den Fotos:
Alexander Hahn, Kreissprecher der WJ Rhön-Grabfeld und Carolin Schmidt, Mitglied der WJ Rhön-Grabfeld gemeinsam im Bundestag zum Know-How-Transfer in Berlin.
Alexander Hahn, Kreissprecher der WJ Rhön-Grabfeld begleitete Dorothee Bär (Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt) im Rahmen des Know-How-Transfers in Berlin.
Carolin Schmidt, Mitglied der WJ Rhön-Grabfeld begleitete Niklas Wagener (Abgeordneter Bündnis 90/Die Grünen) im Rahmen des Know-How-Transfers in Berlin
Bilder erstellt von Fabian Siemer
Die 150 jungen Unternehmer:innen und Führungskräfte aus ganz Deutschland mit Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin.
Copyright WJD/Jana Legler




