Aufstehen für eine heilere Welt: Weihbischof Reder feiert Gottesdienst mit über 1000 Kommunionkindern aus dem ganzen Bistum im Kiliansdom

Aufstehen für eine heilere Welt: Weihbischof Reder feiert Gottesdienst mit über 1000 Kommunionkindern aus dem ganzen Bistum im Kiliansdom

WÜRZBURG – Ein voller Chorraum mit Kindern auf Sitzpolstern, bunte T-Shirts, weiße Kommunionkleider und eine Band, die alle Kinder zum Klatschen, Stampfen und Hüpfen animierte.

Zusammen mit über 1000 Kommunionkindern aus dem ganzen Bistum hat Weihbischof Paul Reder am Montagvormittag, 7. Juli, im Würzburger Kiliansdom einen Gottesdienst gefeiert.

Bevor der Gottesdienst losging, war die Stimmung ausgelassen, waren Gelächter und Gespräche zu hören. Zu aufregend war der große Dom, dessen Decke und Wände immer wieder Kinderaugen und Zeigefinger auf sich zogen. Zu spannend war der Schrein mit den Häuptern der Frankenapostel, vor dem sich eine Schar von Kindern versammelte. Als Weihbischof Reder zusammen mit den Konzelebranten und Ministrantinnen und Ministranten einlief, wurde es plötzlich ganz still. Doch bevor die Messe beginnen konnte, mussten sie zunächst auf der Treppe zum Altarraum durch die sitzenden Kinder hindurchlaufen. Kurz darauf wurde die Stille wieder mit leidenschaftlichem Singen unterbrochen, als die Band „Einfach spitze, dass du da bist!“ anstimmte und die Kinder, je nach Strophe, stampften, klatschten und hüpften.

Zum Halleluja wurde wieder gesungen – und sich bewegt. Mädchen und Jungen sangen abwechselnd „Hallelu, hallelu, hallelu, halleluja“ und „Preiset den Herrn!“. Dabei standen diejenigen, die gerade sangen, von ihren Sitzen auf. So wirkte es, als ob immer wieder Wellen über die Kirchenbänke gingen, wenn Mädchen und Jungen aufstanden und sich hinsetzten.

Nach dem Evangelium über den blinden Bettler Bartimäus sprach Weihbischof Reder zu den Kindern. „Wer ist von euch heute früh aufgestanden?“ Nach einem zögerlichen Händeheben schob Reder nach: „Jetzt müssen sich aber alle melden, sonst wärt ihr ja nicht hier.“ Bartimäus saß aber am Boden und wurde aufgefordert, aufzustehen. „Es gibt also das Aufstehen am Morgen, das Aufstehen vom Boden, wenn andere einen auffordern, und ich glaube, es gibt noch eine dritte Art von Aufstehen.“ Es sei das Aufstehen für eine heilere Welt. Das sei auch das Aufstehen des heiligen Kilian. Dieser sei aufgestanden und aufgebrochen, um das Leben für andere zu verbessern. „Auch du kannst dafür sorgen, dass die Welt ein bisschen heiler und besser wird“, sagte Weihbischof Reder. So werde die Welt heiler, wenn man mit dem Herzen sehe und schaue, was andere Menschen brauchen und wie man ihnen helfen kann.

Dann kam wieder Bewegung in den Dom. Weihbischof Reder sprach über das Ritual der norwegischen Fußballnationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft. Nach einem Spiel würde die Mannschaft immer zusammen mit den Fans rudern. „Auch der heilige Kilian ist zu uns gerudert“, sagte Weihbischof Reder. Kurz darauf fingen alle im Dom an, zusammen zu rudern, indem sie beide Arme vor und zurück bewegten und bei jedem Ruderzug immer lauter „Je-sus“ riefen.

Nach dem Gottesdienst versammelten sich Kinder und Betreuer vor dem Burkardushaus, um Getränke, Bananen und Brezeln zu genießen. Danach gab es für die Kommunionkinder noch ein vielfältiges Programm mit Spielen, Domerkundungen oder dem Gestalten einer eigenen Glaubenskerze.

pdf (POW)

Fotos: © Paul Frigger (POW) | Weihbischof Paul Reder feierte am Montagvormittag, 7.Juli, im Würzburger Kiliansdom einen Kiliani-Gottesdienst mit Kommunionkindern.

Comments

No comments yet. Why don’t you start the discussion?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert