WÜRZBURG – Insgesamt knapp 1600 Ehepaare, die seit 25, 50, 60 oder 65 Jahren verheiratet sind, haben an den der Kiliani-Wallfahrtswoche 2026 vorgeschalteten vier Ehejubilarsgottesdiensten teilgenommen.
Bischof Dr. Franz Jung und Weihbischof Paul Reder feierten diese am Donnerstag, 2., und Freitag, 3. Juli, im Würzburger Kiliansdom. Zentrales Thema war „Hab Mut, steh auf!“. Die Pressestelle des Bistums Würzburg hat nach den Gottesdiensten Ehepaare befragt: „Wo haben Sie in Ihrer Ehe erfahren, dass Gott Ihnen Mut schenkt?“ Hier einige Antworten.
Gudrun (71) und Otto (73) Balling aus Hollstadt (Dekanat Rhön-Grabfeld):
„In 50 Ehejahren gibt es sehr viele Momente, wo beide den Mut haben müssen, aufzustehen. Es gibt immer Knackpunkte und Spannungen, wo man sich wieder zusammenraufen muss. Und das gehört zum Eheleben dazu, immer wieder zu verzeihen und wieder aufzustehen und den Mut zu haben, weiterzumachen.“
Helmuth (74) und Rita (70) Pickel aus Baunach (Dekanat Haßberge):
„Vor drei Jahren habe ich einen schweren Unfall gehabt, war im Krankenhaus auf Intensiv gelegen. Sie war ständig bei mir. Und das hat die Ehe auch wieder ein bisschen mehr zusammengeschweißt.“ Rita: „Da wollt‘ er wirklich wieder auf die Beine kommen.“
Berthold (77) und Brigitte (73) Herdt aus Greußenheim (Dekanat Würzburg):
„Wir haben immer Mut gehabt, das zu machen, was wir uns vorgenommen haben – zum Beispiel haben wir ein Haus gebaut. Wir haben einen Sohn, hätten gerne mehr Kinder gehabt. Jetzt haben wir einen Sohn und zwei wunderbare Enkel.“
Winfried (79) und Barbara (70) Braun aus Schonungen (Dekanat Schweinfurt):
„Ich hatte schon mehrere, schwerere Erkrankungen. Und da war es letztendlich auch immer wieder Mut für mich, wieder auf die Beine zu kommen, für die Familie zurückzukommen, und natürlich hatte meine Frau da auch sehr viel Anteil daran, dass ich heute noch so auf den Beinen stehe.“
Margarete (72) und Josef (73) Speth aus Schneeberg (Dekanat Miltenberg).
„Es gibt nicht nur Höhen, es gibt Höhen und Täler, Niederlagen und Brüche. Man braucht immer wieder Mut, um aufzustehen.“
Silvia (72) und Peter (72) Retzer aus Gerbrunn (Dekanat Würzburg):
„Mut braucht man ständig, es gibt ja viele Herausforderungen. Sei es Kindererziehung oder das alltägliche Leben. In 50 Jahren kommen schon einige Herausforderungen zusammen und da braucht man halt Mut, um da durchzukommen.“
Elvi (72) und Günter (72) Flammersberger aus Gaubüttelbrunn (Dekanat Würzburg):
„Man braucht in der Ehe in vielen Momenten Mut. Mut um die Wahrheit zu sagen, Mut die Ehepflicht zu erfüllen, Mut zu vertrauen und auch Mut, zu lieben. Mut gehört eigentlich überall dazu.“
Petra (51) und Michael (52) Albert aus Burkardroth (Dekanat Bad Kissingen):
„Unsere weißgoldenen Eheringe haben jeweils in der Mitte ein gelbgoldenes Band. Das symbolisiert: Gott ist immer mittendrin dabei. Wir wissen ihn jeden Tag bei uns und haben seinen Beistand in den vergangenen 25 Jahren in vielen Situationen brauchen können.“
Kerstin (53) und Detlev (55) Rausch aus Ochsenfurt (Dekanat Würzburg):
„Als wir in einer Krise waren, haben wir uns an das Eheversprechen erinnert, in dem wir einander zugesagt haben, in guten wie in schlechten Tagen zusammenzubleiben, und uns neu zusammengerauft. Der Priester, der uns getraut hat, hatte damals recht, als er uns beim Traugespräch gesagt hat: ,Und glaubt nicht, dass das einfach wird’“.
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