KLOSTER BANZ BEI BAD STAFFELSTEIN – Am Sonntag, den 5. Juli, erwartet die Besucher:innen bei „Lachen auf Banz“ ab 18 Uhr ein besonderer Kabarettabend mit vielen tollen Künstler:innen auf der Klosterwiese in Bad Staffelstein.
Und das Beste dabei: Mit einem Ticket können Interessierte alle Künstler:innen live erleben.
Im Vorfeld hat Ralf Kestel mit Gastgeber Michl Müller sowie mit Volker Heißmann ein Interview geführt und mit ihnen über die Vorfreude auf den Abend, das Zusammenspiel der Künstler:innen sowie über die besondere Atmosphäre des Open-Air-Formats gesprochen. Im Interview verraten die beiden auch, was das Publikum auf der Klosterwiese erwartet.
Zudem werden Ausschnitte aus Lachen auf Banz erstmals auch im BR Fernsehen gezeigt: am Freitag, 24. Juli um 22 Uhr im BR Fernsehen.
Noch schöner ist es allerdings live dabei zu sein, Karten für die Wiesenplätze gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 0951-23837, oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de.
Humorvolle Suche nach dem Glück
Er wird keine Blumen pflücken, sondern vielmehr nach Kleeblättern Ausschau halten: Volker Heißmann, die eine Hälfte des Fürther Komiker-Duos Waltraud & Mariechen, macht dies am Sonntag, 5. Juli, ab 18 Uhr auf der Klosterwiese beim Komiker-Gipfel mit Michl Müller namens „Lachen auf Banz“ mit Hintergedanken: Zum einen sucht er Kontakt zum Publikum auf den Decken und der Liegewiese, zum anderen hofft er auf den Fund vierblättriger Glücksbringer, die er als Präsident der SpVgg Greuther Fürth für seine Zweitliga-Kicker gut gebrauchen kann.
Doch auch die Besucher:innen auf der Tribüne sind vor dem Schmäh der Komödianten nicht sicher, wie Volker Heißmann in einem Interview verrät, das wir aktuell mit ihm und mit Moderator Michl Müller führten. Dabei wurde schnell klar: Alle Akteure freuen sich auf die gemeinsame Veranstaltung und darauf, sich gegenseitig hochzunehmen. Erstmals wird auch das Bayerische Fernsehen Teile des „Kloster-Lachens“ für eine eigene Sendung neben „Lieder auf Banz“ aufzeichnen.
Frage: Nur noch wenige Tage bis „Lachen auf Banz“. Wie habt ihr euch darauf vorbereitet?
Volker Heißmann: Das ist natürlich ein spannender Auftritt, weil wir mit so vielen netten, lieben Kollegen zusammentreffen und da gibt es auch den einen oder anderen Moment, wo wir Bezug auf die Kollegen nehmen. Das wollen wir einbauen, wenn Waltraud & Mariechen kommen. Die freuen sich, dass Mama Bavaria da ist. Und dass der Wolfgang Krebs da ist. Das wird dann schon gewürdigt.
Michl Müller: Ich war jetzt für ein paar freie Tage am Gardasee. Zum ersten Mal in meinem Leben. Eine schöne Gegend, die inspiriert. Da kommen einem schon ein paar nette Ideen. Aber wie meine Beiträge genau ausschauen, kann ich noch gar nicht sagen. Das entwickelt sich in den nächsten Tagen. Ich mache auf jeden Fall die Anmoderation und da passt der Bühnenmeister schon genau auf, dass die nicht länger als zehn Minuten dauert. Und dann folgen ein paar Nummern aus meinem Programm, wobei ich schon auf die Kollegen schaue, dass sich da nichts überschneidet.
Und wie schaut euer Programm aus, Volker?
Volker Heißmann: Naja, wir haben natürlich Witze im Gepäck, die wir für unser neues Programm in den Koffer gepackt haben. Wir spielen ja kein komplettes Programm. Es gibt nur Ausschnitte und man sucht die besten Gags aus. Stattdessen wird viel spontan passieren. Wir sind erst im zweiten Teil dran und deswegen schaun wir uns die Kollegen an und dann wird’s auch den einen oder anderen Punkt geben, zu dem, was vorher schon passiert ist.
Gibt’s da eigentlich, die Gefahr Eitelkeiten zu verletzen, wenn man sich gegenseitig hochnimmt?
Michl Müller: Nein, nein. Da nimmt keiner dem anderen etwas übel. Wäre ja noch schlimmer, wenn wir Comedians das nicht vertragen könnten, dann wäre ja gar nichts mehr lustig.
Wie kam das Programm zustande und wie findet ihr die Mischung heuer?
Michl Müller: Die Vorauswahl treffen die Gaby Heyder und ich zusammen. Wir werfen alle denkbaren Namen in einen Topf und schauen mal, wer mitmachen möchte und wer Zeit hat. Das ist heuer wieder super gelungen. Viel Frauen-Power, Franken und Altbayern in bunter Abwechslung. Die Sarah Brandhuber wird nach mir eröffnen. Wir haben wirklich Koryphäen aus Niederbayern dabei und die Sarah Brandhuber wird bestimmt noch eine ganze Große. Wir Franken sind ja großherzig, wissen es aber auch zu verbergen. Wir lassen die Altbayern gern ran. Ich sag‘ immer: Leben und leben lassen. Ich bin ja auch gleich wieder auf dem Weg nach Unterföhring zu Fernsehaufzeichnungen.
Volker Heißmann. Die Kombination Franken-Altbayern finde ich super. Wir laufen uns ja immer mal wieder über den Weg. Das sind alles nette Kollegen, die wir seit vielen Jahren kennen. Die auch immer wieder bei uns in der Comödie auftreten. Dass wir gemeinsam einen Abend bestreiten dürfen, ist etwas Besonderes, was es in dieser Konstellation noch nie gegeben hat und wahrscheinlich auch nicht mehr geben wird.
Müssen wir die Besucher auf der Wiese und der Tribüne vorwarnen?
Volker Heißmann: Naja, ich suche auf der Wiese auf jeden Fall das dreiblättrige Kleeblatt, weil ich von der Spielvereinigung komm‘ und wir das im Wappen haben, ebenso wie die Fürther im Stadtwappen. Und natürlich dürfen sich die Leute auf der Tribüne wie auch auf den Picknick-Decken nicht sicher fühlen. Aber das ist denen doch auch klar, dass wir vorbeikommen. Und bei dem einen oder anderen ein Gläschen Sekt oder Frankenwein nippen.
Wie findet ihr Open-Air-Auftritte generell?
Volker Heißmann: Die Umgebung bietet auf jeden Fall Raum für mehr Situationskomik, weil man viel mehr mitbekommt. In einer Stadthalle oder einem Theater ist alles dunkel und du wirst vom Scheinwerfer geblendet. Aber beim Open Air fliegt das Flugzeug drüber, du hörst, was die Leute im Hintergrund machen. Da schwirrt die Wespe oder der Käfer vorbei. Und wenn jemand beim Weg aufs Klo an der Bühne vorbei marschiert oder ein Fotograf auf die Bühne kommt, um dir ins Dekolleté zu knipsen, wird’s lustig und gleich eingebaut.
Michl Müller: Nach meinen Gardasee-Tagen kann ich versprechen, dass es ein sonniges Programm wird, aber nicht mehr so heiß wie in den letzten Tagen. Zum Glück! Denn wenn mich zuletzt einer gefragt hätte: Wo geht’s denn heuer im Urlaub hin? Hätte meine Antwort gelautet: In den Keller. Aber im Ernst: Wir kriegen das ideale Wetter und eine Wahnsinns-Stimmung. Die Veranstaltung haben wir zweimal ausprobiert und es lief alles rund, also wird’s beim dritten Mal der Wahnsinn.
Und diesmal zeichnet auch das Bayerische Fernsehen auf.
Volker Heißmann: Der BR wäre ja dumm, wenn er diese Chance nicht nutzt. Somit können sich die Leute daheim am Fernseher selbst ein Bild machen. Aber gezeigt werden doch nur Ausschnitte aus diesem mehrstündigen Programm. Das ist eine Essenz, die aber Lust machen könnte, beim nächsten Mal selbst dabei zu sein. Live is live, das kannst du im Fernsehen gar nicht rüberbringen. Deshalb ist es besser und unterhaltsamer, wenn du selbst vor Ort bist.
Ralf Kestel
Fotos: Cristian Formann Konzertfotografie



