SCHWEINFUR T – Am Montagabend waren die Vereine der dritten Liga, der Regionalliga und der Bayernliga zur Abstimmung über Modelle einer Regionalliga-Reform aufgerufen. Für den 1. FC Schweinfurt 05 war Vorsitzender Dominik Groß in Nürnberg vor Ort.
An der bundesweiten Abstimmung, die auf Ebene der Regionalverbände stattfand, beteiligten sich insgesamt 159 Vereine. Das Kompassmodell erhielt dabei 81 Stimmen und damit 50,9 Prozent. Auf das Regionenmodell entfielen 37 Stimmen, also 23,3 Prozent. Für die Ausarbeitung neuer Modelle stimmten 34 Vereine und damit 21,4 Prozent. Der Status quo erhielt nur sieben Stimmen, was 4,4 Prozent entspricht. „Das zeigt ganz klar, dass der aktuelle Zustand für die allermeisten Klubs nicht mehr tragbar ist“, so Groß.
Das ursprüngliche Kompassmodell beinhaltete vier Regionalligen mit jeweils 20 Vereinen und einer flexiblen Zuteilung nach geografischer Lage. „Aus Sicht des 1. FC Schweinfurt 05 stellt es einen tragfähigen Kompromiss dar“, so Groß: „Der Grundsatz „Meister müssen aufsteigen“ wäre umgesetzt, durch die Anzahl der Spiele und die Regionalität wäre es für die meisten Vereine der bisherigen Regionalligen auch wirtschaftlich darstellbar.“ Abgestimmt wurde über ein Kompassmodell mit 18 Klubs. Groß dazu: „Staffeln mit 20 Teilnehmern, wie es ursprünglich angedacht und von vielen Klubs favorisiert war, wären auch aus unserer Sicht die wünschenswerte Lösung.“
In Bayern votierte eine Mehrheit der Vereine dafür, erneut neue Modelle auszuarbeiten. Eine Lösung müsse jedenfalls weiterhin zeitnah gefunden werden, appelliert Groß: „Der angestoßene Prozess muss zügig weitergeführt werden, um doch noch eine vernünftige und faire Lösung zu finden, die dem Leistungsgedanken gerecht wird und auf wirtschaftlich soliden Füßen steht. Grundsätzlich wäre eine bundesweite Abfrage der Vereine wünschenswert, um schneller zu einer Mehrheit zu kommen. Denn Meister müssen aufsteigen!“
