WÜRZBURG – Beim „Tag der offenen Dommusik“ haben am Samstag, 20. Juni, Kinder, Jugendliche und Familien die Welt der Würzburger Dommusik mit allen Sinnen erlebt.
Trotz hochsommerlicher Temperaturen nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die angenehm kühlen Räume der Dommusik zu erkunden und die vielfältigen Mitmachangebote auszuprobieren, heißt es in einer Pressemitteilung.
Viele bunte Luftballons schwebten am Samstag durch den Kiliansdom und die Würzburger Innenstadt. Mancher Ohrwurm begleitete die Familien noch auf dem Heimweg. Bei den offenen Chorworkshops konnten alle mitsingen. „Beim Singen klingt unser ganzer Körper“, erklärte Domkantor Julian Beutmiller. Gemeinsam sangen, klatschten und klopften die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Rhythmen und Melodien. Mit den Tipps der Chorleiter gelang es ihnen schnell, neue Lieder einzustudieren. Entsprechend stolz präsentierten sie am Ende die Ergebnisse.
Auch die jüngsten Besucherinnen und Besucher entdeckten ihre Stimme. In den Eltern-Kind-Sing-Workshops mit Musikpädagogin Rosa Färber standen gemeinsames Singen und musikalisches Erleben im Mittelpunkt. Färber legte besonderen Wert darauf, Momente zu schaffen, in denen Kinder zusammen mit ihren Eltern ihren eigenen Klang entdecken können.
Ein besonderes Erlebnis war für viele die Führung zur großen Domorgel. Jakob Keller, musikalischer Assistent der Dommusik, führte die Interessierten über zahlreiche Treppenstufen in die Türme des Doms, auf die Empore und bis zum Spieltisch der Orgel. Dort konnten die Besucherinnen und Besucher hören und spüren, wie die Orgel vom tiefsten Ton, der den ganzen Raum vibrieren ließ, bis zu den höchsten, kaum wahrnehmbaren Klängen klingt. Besonders faszinierend war es für die Kinder, selbst am riesigen Spieltisch Platz zu nehmen und die mächtigen Töne im Dom erklingen zu lassen. Nicht selten war dabei die Frage zu hören: „Wie klingt es, wenn ich hier draufdrücke?“
Unter dem Motto „Deine Stimme. Dein Chor“ stand in diesem Jahr die Gemeinschaft des Chorsingens im Mittelpunkt. Domkapellmeister Alexander Rüth freute sich über das große Engagement der Sängerinnen und Sänger der Kinder- und Jugendchöre. „Das Gefühl der Gemeinschaft und das Wissen, mit der eigenen Stimme einen wichtigen Beitrag zum gemeinsamen Chorklang zu leisten, ist ein nicht zu unterschätzender Effekt des Chorsingens“, betonte er.
Viele junge Chormitglieder nutzten den Tag, um Verwandten und Freunden „ihre“ Dommusik zu zeigen. Stolz führten sie durch die Räume und erklärten, was hinter den öffentlichen Auftritten alles an Vorbereitung steckt. Auch der Vorsitzende des Dommusikvereins, Dr. Matthias Wagner, freute sich über das große Interesse. Er begrüßte die Gäste und informierte über die Fördermöglichkeiten des Vereins.
Zum Abschluss konnten Interessierte bei einem Vorsingen ihr Talent unter Beweis stellen. Vor Domkapellmeister Rüth, Domkantor Beutmiller und Gesangspädagogin Maria Bernius hatten abschließend alle Chorbegeisterten die Möglichkeit, sich für einen Chor der Dommusik zu bewerben. Wer erfolgreich vorsang, kann bereits bei den nächsten Proben mitmachen.
Interessierte, die den „Tag der offenen Dommusik“ verpasst haben, können sich jederzeit bei der Dommusik melden und eine Schnupperprobe vereinbaren. Weitere Informationen gibt es bei der Dommusik unter Telefon 0931/38662271 oder per E-Mail an info@wuerzburger-dommusik.de.
Auf dem Foto © Caroline Bauernfeind (Dommusik) | Großes Interesse gab es für die Orgelführung mit Jakob Keller, musikalischer Assistent der Dommusik.

