WÜRZBURG – Ideen entwickeln, Herausforderungen lösen und Konzepte direkt vor einer Jury präsentieren: Bei der diesjährigen „Startup! Competition“ im Starthouse Spessart haben bereits zum fünften Mal Studierende der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) gemeinsam mit Unternehmen aus der Region an innovativen Lösungsansätzen für reale Problemstellungen gearbeitet.
Insgesamt 70 Studierende aus den Studiengängen ZENTRIA (Zusatzstudium für Entrepreneurship into Action), dem THWS-Brückenstudium, den Masterstudiengängen Soziale Arbeit und International Management entwickelten innerhalb eines Tages in interdisziplinären Teams kreative Ideen für aktuelle Fragestellungen aus Wirtschaft und Gesellschaft. Coaches begleiteten sie bei der Ideenentwicklung, der Anwendung von Innovationsmethoden und der Vorbereitung ihrer finalen Pitches.
Die Aufgaben von drei regionalen Institutionen
Zu den Challenge-Gebern gehörten die Sparkasse Mainfranken Würzburg, die Raiffeisenbank Main-Spessart eG sowie Schneider Electric. Die Studierenden beschäftigten sich mit unterschiedlichsten Fragestellungen aus der Praxis: Während bei Schneider Electric ein Team überlegte, wie Handwerksbetriebe ihren Energieverbrauch transparenter und nachhaltiger gestalten können, entwickelte ein anderes Ideen für neue Lernformate in einer zunehmend digitalen Gesellschaft. Die Raiffeisenbank Main-Spessart stellte die Herausforderung, Beratungsangebote für junge Zielgruppen neu zu denken und stärker an deren Lebensrealität anzupassen. Das Thema internes Wissensmanagement innerhalb von Unternehmen spielte eine zentrale Rolle bei der Challenge der Sparkasse Mainfranken Würzburg.
Am Abend präsentierten die Teams ihre Lösungsansätze im Rahmen der Pitch-Battles vor einer Jury sowie den beteiligten Unternehmen. Dabei standen insbesondere kreative Herangehensweisen, innovative Ideen und die praxisnahe Umsetzbarkeit der Konzepte im Fokus.
Das sagen die Projektfallgeber über die Lösungen der Studierenden
Maximilian Stahl, Marketing Project Manager bei Schneider Electric, zeigte sich von den Ergebnissen beeindruckt: „Die Qualität und Professionalität der vorgestellten Pitches haben mich nachhaltig beeindruckt, das steigert sich von Jahr zu Jahr! Besonders wertvoll waren zudem die Fragen der Studierenden, die uns auch als Unternehmen neue Perspektiven und Impulse gegeben haben.“ Auch Lina Halbig, Fachreferentin für Nachhaltigkeitsmanagement der Sparkasse Mainfranken Würzburg, betonte den Mehrwert des Formats: „Für die Sparkasse Mainfranken Würzburg liefert die Startup Competition eine tolle Möglichkeit mit Studierenden in Kontakt zu treten. Das Zusammenarbeiten auf Augenhöhe bietet dabei für beide Seiten wertvolle Erkenntnisse.“
Interdisziplinäres Teamwork der Studierenden
Besonders positiv wurde von vielen Teilnehmenden die interdisziplinäre Zusammenarbeit wahrgenommen. Lisa Hörmann und Marie Reuther aus dem Masterstudiengang Soziale Arbeit erklärten: „Es war total spannend zu sehen, wie Soziale Arbeit und BWL aufeinandertreffen und verschiedenen Perspektiven zusammenkommen. Man hat schnell gemerkt, dass sich das gegenseitig bereichern kann und so gemeinsam gute Ideen entstehen können.“ Auch Maximilian Gäb aus dem Brückenstudium zog ein positives Fazit: „Die zwei Tage haben mir persönlich unglaublich viel Spaß gemacht. Gerade das Pitchen vor unterschiedlichsten Menschen und das Präsentieren einer Idee unter Zeitdruck war eine sehr coole Herausforderung. Für mich war das einer dieser Tage, an denen man merkt, dass man wieder ein Stück wächst. Gleichzeitig hat mich die Competition noch mehr motiviert, weiter in die Start-up- und Innovationswelt einzutauchen.“
Anna Fischer, Projektmitarbeitern in der Gründungsförderung der THWS, Prof. Dr. Stephanie Baumgarten von der THWS Business School sowie Prof. Dr. Ulrich Gartzke, Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften, zeigten sich ebenfalls zufrieden mit dem Veranstaltungsformat. Es habe sich gezeigt, dass die Studierenden in der Lage sind, engagiert und konstruktiv in studiengangübergreifenden Teams an echten Herausforderungen von Unternehmen zu arbeiten. Das Starthouse Spessart würde optimale Rahmenbedingungen für die Veranstaltung bieten und die professionelle Organisation und die offene Arbeitsatmosphäre hätten wesentlich dazu beigetragen, dass die Studierenden konzentriert, kreativ und engagiert an ihren Ideen arbeiten konnten.
Tag zwei: Praxistag in der Sparkasse Mainfranken Würzburg
Auch am Folgetag blieb es praxisnah: Die Studierenden aus ZENTRIA und dem Brückenstudium hatten die Möglichkeit, einen Praxistag bei der Sparkasse Mainfranken Würzburg zu absolvieren. Nach Einblicken in das Unternehmen durch Vorträge und einer Hausführung präsentierten sie ihre am Vortag entwickelten Ideen erneut vor Expertinnen und Experten der Sparkasse. Auf Basis des anschließenden Feedbacks entwickelten die Studierenden ihre Konzepte weiter und stellten sie nochmals zum Abschluss vor.
Über die THWS
Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung. Mit rund 9.200 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.
Auf den Fotos:
An der „Startup! Competition“ nahmen 70 THWS-Studierende verschiedener Studiengänge teil, entwickelten Ideen und stellten sich Herausforderungen von regionalen Unternehmen (Foto: THWS/Tobias Hestner)
Fragestellungen aus der Praxis in innovative Lösungen verwandeln: Das haben 70 THWS-Studierende im Starthouse Spessart geschafft (Foto: THWS/Tobias Hestner)


