KARLSTADT – Nach dem 1:3 gegen Burgsinn hielt der FV 1920 Karlstadt bei seiner zweiten Relegations-Chance an sich die Kreisliga Würzburg. Das 3:1 in Erlabrunn gegen Kleinrinderfeld bedeutete Ende Mai den Klassenerhalt. Unter den 15 Teams der Gruppe 2 wurde der FV nun auch wieder eingeteilt.
Dann aber der Paukenschlag am Mittwochabend: Via Facebook meldeten die Karlstadter ihren Rückzug in die B-Klasse. „Nach intensiven Beratungen und zahlreichen Gesprächen“ hätte man sich dazu entschlossen. Obwohl auch der Trainerwechsel von Christian Schmitt zu Mario Rothemel bereits beschlossen und vermeldet war.
Der Abgang vieler Leistungsträger und auch weiterer Spieler hätte dazu geführt. Der FV hatte die Befürchtung, keinen „dauerhaft für die Kreisliga konkurrenzfähigen Kader zusammenstellen“ zu können.
Zu den Abgängen in den eigenen Reihen kam die überraschende Absage einen potenziellen Kooperationspartners für eine SG. „Trotz des großen Engagements aller Beteiligten“ sei es nicht gelungen, eine verlässliche Planung zu ermöglichen. Daher der Rückzug.
Man habe alle Optionen geprüft, aber für ein verantwortungsvolles Handeln und mit der langfristigen Zukunft des Vereins im Blick sei keine andere Entscheidung möglich gewesen, die den Verantwortlichen leid tut. Auch mit Blick auf die Konkurrenz: Man hätte gerne anderen Mannschaften die Chance auf die Kreisliga gegeben. Doch vor der Relegation hätte die Lage noch viel positiver ausgesehen.
Gemeinsam blicke man nun nach vorne und möchte in der B-Klasse neu starten, eine Mannschaft aufbauen, junge Spieler integrieren, eine stabile sportliche Basis schaffen. Es sei kein Rückschritt, sondern eine notwendige Maßnahme, „um nachhaltig und zukunftsorientiert arbeiten zu können“, heißt es in der Pressemeldung.
Bis 2019 war der FV Karlstadt noch Bezirksligist, Nun nimmt das Team den Platz der zweiten Mannschaft in der Würzburger B-Klasse 4 ein und trifft dort in erster Linie auch auf Reserveteams. Nach sechs Jahren stieg die Zweite aus der A-Klasse ab.
Bei den beiden Würzburger Kreisligen, die unlängst erst eingeteilt wurden, ergibt sich nun ein Ungleichgewicht von 16 und 14 Mannschaften. Ob ein Team nun die Liga wechseln wird, war vom BFV nicht zu erfahren.

