Spitze Zungen: Ich kaufe ein „V“

Spitze Zungen: Ich kaufe ein „V“

Das 7:1 gegen Curacao hat sowas wie eine kleine Fußball-Euphorie ausgelöst. Sportartikel-Hersteller Adidas aus Herzogenaurach ist erfreut, weil die Nachfrage nach Trikot anstieg. Blöde nur: Für´s Beflocken ging den Mittelfranken der Buchstabe „V“ aus.

Weshalb die Fans zwar Leibchen von Nick Woltemade kaufen können, von Malick Thiaw oder von Assan Ouedraogo, die alle wohl eher selten bei der WM zum Einsatz kommen, nicht aber von Kai Havertz, Alexander Pavlovic und Deniz Undav – ausgerechnet also von drei Leistungsträgern der ersten Partie.

Man muss mit diesen Engpässen leben, die bald wieder behoben sein sollen. Man stelle sich mal vor, das wäre 1990 passiert beim Weltmeisterteam oder 1996, als Deutschland Europameister wurde. Nix wär´s gewesen mit Trikots von Rudi Völler oder Berti Vogts. Wobei der ja nur Trainer war, 1974 aber noch spielte, als niemand dann auch als Vranz Beckenbauer im Land hätte anfeuern können.

Bald übernimmt Nike ja die Ausrüstung der Nationalmannschaft. Ein bisschen ist dann zu befürchten, dass es keinen Antonio Rüdiger oder Alexander Nübel geben könnte. Oder einen Niclas Füllkrug, sofern die Zahnlücke der Nation nochmal zurück kommt. Umlaute gibt´s ja im Alphabet des Englischen nicht.

Ob der Trikot-Notstand auch Vinícius Júnior (Brasilien) oder Kevin De Bruyne (Belgien) betrifft, ist nicht überliefert. Auf Sat 1 läuft nun auf alle Fälle wieder das Glücksrad. „Ich kaufe ein V!“

Michael Horling
redaktion@mainfranken.news

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