Stadt Würzburg informiert über Risiken: Hoher Befall von Eichenprozessionsspinnern in diesem Jahr

Stadt Würzburg informiert über Risiken: Hoher Befall von Eichenprozessionsspinnern in diesem Jahr

WÜRZBURG – Seit einigen Wochen stellen die Fachbehörden der Stadt Würzburg ein vermehrtes Aufkommen der Raupen des Eichenprozessionsspinners fest. In Waldbeständen, als auch in den Grünanlagen der Stadt, nehmen die Populationen dieses Nachtschmetterlings dank der warmen Witterung zu.

Nach einem verhältnismäßig geringeren Aufkommen im Stadtgebiet im letzten Jahr sichten die Gärtnerinnen, Gärtner, die Baumkontrolleure und -kontrolleurinnen des Gartenamtes aktuell an vielen Eichenbäumen Nester.

Nicht verwechseln!

Momentan sind die ca. 3 bis 5 cm langen, graublauen bis schwarzen Raupen, die eine deutliche weiße Behaarung haben, aktiv. Sie bevölkern ausschließlich Eichenbäume. Sie wandern in größeren Gruppen (den namensgebenden „Prozessionen“) durch die Eichen oder ruhen in schattigeren Bereichen an Astunterseiten oder am unteren Stamm. Sie verpuppen sich in faust- bis fußballgroße, kompakte Gespinste.

Die verursachten Fraßschäden an den Bäumen sind meist von untergeordneter Bedeutung, bedeutsamer und gefährliche sind die gesundheitlichen Risiken, die von den Raupen ausgehen: Die Tiere besitzen Brennhaare, die bei Berührung ein hochallergenes Eiweiß freisetzen. Auch die Larvenhüllen, die nach jeder Häutung der Raupe in den Gespinsten zurückbleiben, sind immer noch gefährlich und können Hautrötungen und Juckreiz verursachen. Durch Verwirbelungen in der Luft können die Brennhaare auch in Schleimhäute wie Augen oder Atemwege gelangen und dort heftigere Reaktionen wie stärkere Entzündungen oder Kreislaufprobleme erzeugen. Gerade Allergiker fürchten die Haare des Eichenprozessionsspinners.

Weitere Raupenarten, die ebenfalls netzartige Gespinste in Hecken oder Gehölzen produzieren, führen oft zu Verwechslungen und Falschmeldungen. Die gefährlichen Eichenprozessionsspinner kommen jedoch ausschließlich an Eichen (einheimische Stiel- und Traubeneiche, aber auch Zerreichen und weitere Eichenarten) vor, die aufgrund ihrer charakteristischen Blätter erkennbar sind.

Gartenamt entfernt Raupen und Gespinste auf städtischem Grund

Die Baumpfleger des Gartenamtes sind bemüht, insbesondere an sensiblen Standorten wie Spielplätzen, Sportstätten und Liegewiesen in den Parkanlagen, die Raupen und Gespinste aus den Eichenbäumen zu entfernen.

Dennoch rät die Stadt Würzburg zu Vorsicht: Achten Sie auf spielende Kinder in der Nähe von Eichen, so wie auf Hunde, die ebenfalls von den schädlichen Wirkungen der Raupen betroffen werden. Halten Sie sich nicht unter Eichen auf! (Im Geostadtplan der Stadt Würzburg kann auf https://geostadtplan.wuerzburg.de unter dem Thema „Umwelt und Klimaschutz“ im Baumkataster nach der Baumart „Eiche“ gesucht werden. Im Stadtplan tauchen dann die Eichen im Stadtgebiet mit grünen Punkten markiert auf.)

Hinweise von Eichenprozessionsspinnern im Stadtgebiet können an das Sachgebiet Stadtbäume des Gartenamtes gemeldet werden, per email an stadtbaeume@stadt.wuerzburg.de.

Auf den Fotos:

  • Die typischen Gespinste der Eichenprozessionsspinners
  • Ein Mitarbeiter des Gartenamts entfernt Raupen und Gespinste von Eichen.

Fotos: Simon Sammler

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