Bürgerentscheid „Alte Schmiede“ in Gochsheim: Interessengemeinschaft warnt vor „finanziellem Eigentor“ und Millionen-Verlust

Bürgerentscheid „Alte Schmiede“ in Gochsheim: Interessengemeinschaft warnt vor „finanziellem Eigentor“ und Millionen-Verlust

GOCHSHEIM IM LANDKREIS SCHWEINFURT – Kurz vor dem Bürgerentscheid am 21. Juni 2026 bezieht die Interessengemeinschaft (IG) „Erhalt der Alten Schmiede Gochsheim“ Stellung.

Mit deutlichen Worten reagiert die Initiative auf die jüngst von den Initiatoren des Baustopps, Stefan Lutz und Gerd Frackenpohl (Freie Wähler – Veit Denzer fehlt auf der letzten Veröffentlichung), verbreiteten Behauptungen.

„Der Antrag des Bürgerbegehrens gefährdet den Erhalt des Gebäudes akut und verspielt leichtfertig 1,7 Millionen Euro bereits zugesagte Fördermittel“, warnt Klaus Wörner, Sprecher der Interessengemeinschaft. Da ein Abriss aufgrund des Denkmalschutzes rechtlich nicht infrage kommt, würde der Antrag den untragbaren Zustand der Schmiede zementieren. Das Gebäude würde ohne jede Perspektive weiter verfallen.

„Die Initiatoren des Bürgerbegehrens blockieren notwendige Schritte, legen selbst aber keinerlei Konzept vor. Das sorgt für einen Stillstand, der dem Gebäude massiv schadet – und das in einem Ort mit so großer – nicht nur handwerklicher – Tradition!“, so Wörner.

Die IG entkräftet die Argumente der Gegner Punkt für Punkt:

  • Die Wahrheit über das Förder-Geld: Die Projektgegner rechnen mit einem angeblich steigenden Eigenanteil von rund 550.000 Euro. Was sie verschweigen: Bei einem Baustopp werden 1,7 Millionen Euro staatliche Förderung weggeschmissen! Dieses Geld ist zweckgebunden. „Wer den Antrag unterstützt, riskiert, dass Gochsheim 1,7 Millionen Euro verschenkt – Geld, das dann in anderen Kommunen eingesetzt wird“, betont Klaus Wörner. Absperrung, Sicherung oder ein späterer Not-Abriss kosten den Bürgern am Ende noch mehr Steuergeld – dann allerdings zu 100 % aus eigener Tasche.
  • Der Widerspruch beim Nutzungskonzept: Die Initiatoren des Bürgerentscheids beklagen das Fehlen eines „durchdachten Vermietungskonzepts“. Im selben Atemzug kritisieren sie jedoch, dass bereits rund 35 Veranstaltungen pro Jahr und feste Mieteinnahmen von über 23.000 Euro von der Regierung mindernd angerechnet wurden. Das zeigt: Es gibt eine konkrete, tragfähige Planung für die Gochsheimer Vereine.
  • Absurde Scheindebatten um Stühle: Dass sich die Gegner ernsthaft darüber empören, dass bei einem Stehempfang laut Verwaltung bis zu 105 Personen Platz finden, während eine reine Bestuhlung für ca. 50–70 Personen ausgelegt ist, nennt die IG lächerlich. Hierbei handelt es sich um reine Physik und kein „Verwaltungs-Rätsel“. Stehende Menschen verbrauchen schlicht weniger Platz als eine Bestuhlung. Wer so argumentiert, sucht verzweifelt nach Haaren in der Suppe.
  • Haushaltskasse als Drohkulisse: Die Verknüpfung der „Alten Schmiede“ mit anstehenden Millionen-Investitionen in die Kläranlage Schweinfurt oder den Straßenbau ist ein durchschaubares Manöver, um Zukunftsängste zu schüren. Notwendige Pflichtaufgaben dürfen niemals gegen die Lebensqualität, die Kultur und die Vereinsförderung im Ort ausgespielt werden.

Die Interessengemeinschaft setzt sich leidenschaftlich für den Erhalt der Alten Schmiede ein. Ihr klare Wahlempfehlung lautet daher: Kreuzen Sie NEIN an!

„Wir wollen, dass die Alte Schmiede bleibt – nicht als Ruine, sondern als lebendiger Ort für Kultur, Begegnung und Geschichte. Ein NEIN beim Bürgerentscheid ist der einzige Weg, dieses Ziel für Gochsheim und Weyer zu erreichen“, erklärt Sprecher Klaus Wörner abschließend.

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