STAMMHEIM – Im April war es, als Dr. Reiner Wirsching bei einem Fahrradunfall nahe Bad Kissingen schwer verunglückte. Am 9. April 2026 ereignete sich der Unfall, zwei Tage später, am 11. April, erlag er seinen schweren Kopfverletzungen. Nun kommt es zu einem Treffen und einem Fußballspiel, bei dem an den einstigen Bundesligaspieler erinnert wird.
Am Freitag, den 26. Juni, heißt es auf dem Sportplatz des SV Stammheim: „Anpfiff für Reiner Wirsching – der Doc“. Ab 18 Uhr spielen die Reiner Allstars & Friends gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Schweinfurt 05. Möglich gemacht wird dieses Erinnerungsspiel durch viele Menschen aus Familie und Freundeskreis sowie – besonders hervorzuheben – durch den SV Stammheim und Weggefährten des 1. FC Schweinfurt 05, die diesen Tag gemeinsam auf die Beine gestellt haben.
Für die Traditionsmannschaft des 1. FC Schweinfurt 05 werden unter anderem auflaufen: Norbert Kleider, Ralf Scherbaum, Heiko Gröger, Dieter Wirsching, Frank Wirsching, Stefan Seufert, Daniel May, Michael Weber, Matthias Strätz, Steffen Rögele, Peter Heyer, Thorsten Seufert, Uwe Ernst, Markus Lützler, Michael Kraus, Marc Diegmüller und Florian Hetzel. Als Trainer kommen Matthias Gerhardt, Jürgen Hein und Christian Tremel.
Sie treffen auf die Reiner Allstars & Friends mit unter anderem Matthias Gumbrecht, Bastian Lunz, Joe Bechmann, Martin Schneider, Sascha Licht, Jürgen Renk, Adam Jabiri, Gerd Klaus und Nicolas Wirsching sowie viele weitere Akteure.
Auch ehemalige Spieler des 1. FC Nürnberg haben ihr Kommen angekündigt und werden bei der Veranstaltung dabei sein: u.a. Christian Hausmann, Dieter Eckstein und Uwe Wolf.
Beginn der Veranstaltung auf dem Sportplatz des SV Stammheim ist bereits ab 15 Uhr, das Spiel selbst beginnt um 18 Uhr.
„Fußball hat in Reiners Leben immer einen besonderen Platz eingenommen“, heißt es seitens der Hinterbliebenen. „Umso mehr freuen wir uns, mit Euch gemeinsam auf dem Fußballplatz an ihn zu erinnern.“
Wie die Hinterbliebenen mitteilen, sei der Verlust noch immer schwer zu fassen. Reiner Wirsching war viel zu jung und stand mitten im Leben. Kurz nach seinem Tod kam seine erste Enkelin zur Welt, die er leider nie zu Gesicht bekam und nicht erleben durfte – eine von vielen Erinnerungen, die nie entstehen konnten. Dabei war er jemand, der das Leben in vollen Zügen lebte. Sport zog sich wie ein roter Faden durch sein Leben, allen voran der Fußball. Auch nach seiner Profikarriere blieb sein sportlicher Ehrgeiz ungebrochen. Über viele Jahre trieb er leidenschaftlich gerne auch mit Familie und Freunde Sport – sei es beim Inlinehockey, dem Eishockey oder auf dem Golfplatz.
Nach dem Unfall entschied sich die Familie bewusst für eine Trauerfeier im engsten Kreis. Dennoch war ihnen von Anfang an wichtig, dass auch all jene, die Reiner Wirsching als Bekannten, Patienten, Sportler oder Weggefährten kannten, die Möglichkeit bekommen, an ihn zu erinnern. Die Idee eines Erinnerungsspiels lag nahe – denn kaum ein Ort hätte besser zu ihm gepasst als ein Fußballplatz. Die Hinterbliebenen sind überzeugt, dass es ganz in seinem Sinne gewesen wäre, beim Sport an ihn zu erinnern.
Der Beruf des Arztes war für Reiner Wirsching nicht nur ein Beruf, sondern seine Berufung. Von vielen liebevoll „Der Doc“ genannt, kümmerte er sich mit großer Hingabe um seine Patienten – auch zu ungewöhnlichen Zeiten, selbst am Wochenende, wenn jemand akut Schmerzen hatte. Er betrachtete den Menschen stets als Ganzes, dachte über fachliche Grenzen hinaus und versuchte, Zusammenhänge zu verstehen.
Seine Kinder hat er nicht nur als Vater, sondern auch als Arzt geprägt. Die Freude und Hingabe, mit der er seinen Beruf ausgeübt hat, wirken bis heute nach – die Begeisterung für die Medizin hat er an alle drei Kinder weitergegeben.
Der Tag steht auch im Zeichen der Organspende. Nach der Feststellung des Hirntods wurden Wirschings Organe gespendet – eine Entscheidung, die für die Familie heute als großer Trost empfunden wird und ganz im Sinn von Wirsching war – Menschen zu helfen. Sie möchten andere ermutigen, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Voraussichtlich wird die Deutsche Stiftung Organtransplantation mit einem Informationsstand vor Ort vertreten sein.
Das Erinnerungsspiel soll ein Tag voller Begegnungen, Erinnerungen und gemeinsamer Momente werden – für alle, die Reiner Wirsching gekannt haben.
Erinnerungsspiel für „Doc“ Reiner Wirsching: Freitag, den 26. Juni, Sportplatz des SV Stammheim.
Foto: ChatGPT / künstliche Intelligenz


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