SCHWEINFURT – Nicht nur, dass die Schnüdel die letzten Tage halb Aubstadt verpflichteten und die Würzburger Kickers als Gegner verloren, dafür Greuther Fürth 2 (gewann die Relegation gegen Cham) als Rivalen behalten – nein, es tat sich durchaus noch mehr Bemerkenswertes rund um FC 05 und einen ehemaligen.
Der frühere Schweinfurter Coach, Meistertrainer 2021 bei den verloerenen Aufstiegsspielen gegen Havelse, wurde die letzten Wochen ja schon bei fast allen Vereinen gehandelt, die gesucht haben. Tobias Strobls gute Saison mit dem SC Verl (mit unter anderem zwei Siegen gegen die Schnüdel) weckten Begehrlichkeiten. Bei Krlsruhe, Frankfurt, zuletzt auch Bielefeld.
Doch Strobl fährt künftig VW. Der VfL Wolfsburg gab nach seiner Gruselsaison mit dem damit verbundenen Abstieg bekannt, dass der 38-Jährige Nachfolger wird von Dieter Hecking, der in die Vorstandsetage wechselt. Sofortiges Ziel ist der Wiederaufstieg in die erste Bundesliga. Gelingt der unter Tobias Strobl, dann könnte der nur fünf Jahre, nachdem man ihn in Schweinfurt höchst unerwartet in der Regionalliga entlassen hat, im obersten Regal des bundesdeutschen Fußballs landen. Sein Interims-Nachfolger wurde 2022 übrigens Jan Gernlein, der danach zu Eintracht Bamberg wechselte und der nun wieder Coach des FC 05 ist… Unser Bild zeigt beide beim Tischfußballspielen im Jahr 2022 kurz vor dem unsinnigen Aus von Strobl.
Und die Schnüdel treffen kommende Saison (wohl) auf den TSV 1860 München. Bei den Löwen reichte mal wieder das Geld nicht. Eine Lücke von rund drei Millionen soll sich aufgetan haben, der DFB erteilte die Lizenz für die 3. Liga nicht. Nachrücker könnte ausgerechnet der TSV Havelse werden, wenn die Niedersachsen die Lizenz erhalten. Ansonsten hat auch Erzgebirge Aue noch Hoffnung. Gegen beide Vereine verlor der FC 05 alle vier Duelle der letzten Saison. Mit vier Siegen hätte man 33 Punkte geholt und wäre vor Havelse und Auie gelandet, könnte nun vielleicht vom Aus der Münchner Löwen profitieren…
Unten das Statement des BFV:
BFV-Statement zur Erklärung des TSV 1860 München
Der TSV 1860 München hat am Mittwochabend bekanntgegeben, dass der Verein aufgrund eines nicht fristgerecht erbrachten Liquiditätsnachweises die erforderliche Zulassung für die 3. Liga durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht erhalten und infolgedessen in der kommenden Spielzeit 2026/27 in der Regionalliga Bayern an den Start gehen wird.
Hierzu erklärt der Bayerische Fußball-Verband (BFV) Folgendes:
Über die Lizenzierung zur 3. Liga entscheidet der Deutsche Fußball-Bund (DFB).
Sollte dem TSV 1860 München vonseiten des DFB tatsächlich die Lizenz für die 3. Liga verweigert werden, könnte der Verein in der kommenden Spielzeit in der Regionalliga Bayern spielen.
Der TSV 1860 München hat im April das reguläre Zulassungsverfahren für die Teilnahme an der Regionalliga Bayern in der Saison 2026/27 erfolgreich durchlaufen und einen positiven Bescheid erhalten. Dass die bayerischen Drittligisten am Zulassungsverfahren zur Regionalliga Bayern teilnehmen, ist üblich.
Für den Fall, dass der TSV 1860 München diesen Startplatz in Anspruch nehmen möchte, würde die Regionalliga Bayern in der Saison 2026/27 mit 19 Vereinen an den Start gehen.
Für die Saison 2026/27 hat der BFV ohnehin einen Rahmenterminkalender für 19 teilnehmende Mannschaften ausgearbeitet. Hintergrund ist, dass bis Montagabend nicht feststand, ob der FC Würzburger Kickers in die 3. Liga aufsteigt.

