Welche Blüten kann man essen? Essen, Trinken und Genuss – hätten Sie’s gewusst?

Welche Blüten kann man essen? Essen, Trinken und Genuss – hätten Sie’s gewusst?
Foto: silencefoto / 123RF.com

MAINFRANKEN – Essbare Blüten bringen nicht nur Farbe, sondern auch feine Aromen auf den Teller. Die Blüten von Kräutern wie Salbei, Schnittlauch, Borretsch, Kapuzinerkresse, Bohnenkraut und Thymian eignen sich gut als essbare Dekoration oder als farbenfrohe Zutat.

„Bei blühender Petersilie sollte man vorsichtig sein, denn während der Blüte verändert sich die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe“, warnt Katharina Holthausen, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. „Besonders Samen und Blütenstände enthalten vermehrt ätherische Ölbestandteile wie Apiol. Dieser Stoff kann in größeren Mengen gesundheitsschädlich wirken.“

Auch die Blätter werden dadurch kräftiger und bitterer und eignen sich nur noch eingeschränkt für die Küche. Neben Kräuterblüten sind auch zahlreiche Blüten von Zier- und Wildpflanzen essbar. Dazu gehören Lavendel, Gänseblümchen, Löwenzahn, Wiesenschaumkraut und Gundermann. Ebenfalls geeignet sind die Blüten von Rosen, Veilchen, Begonien, Dahlien, Herbstastern, Duftgeranien, Gladiolen, Kornblumen, Ringelblumen und Schlüsselblumen sowie Holunder- und Zucchiniblüten.

Vorsicht beim Blütensammeln

Wer selbst sammelt, sollte nur ungespritzte und eindeutig essbare Blüten auswählen. Pflanzen, die unter Naturschutz stehen, dürfen nicht gepflückt werden. Am besten erntet man die Blüten vormittags, wenn sie vollständig geöffnet sind, und verarbeitet sie möglichst frisch. In kühlem Wasser bleiben sie einige Stunden haltbar. Für Unerfahrene kann ein Pflanzenratgeber hilfreich sein. Am sichersten ist der Anbau im eigenen Garten oder auf dem Balkon. So lässt sich ausschließen, dass die Blüten mit Pflanzenschutz- oder Düngemitteln belastet sind. Im Handel gibt es Saatgut und Pflanzen, die ausdrücklich für den Verzehr geeignet und entsprechend gekennzeichnet sind.

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