DETTELBACH – In und um das kleine Weinstädtchen Dettelbach im Landkreis Kitzingen machen gleich drei Rundwege sich Konkurrenz beziehungsweise gehen ineinander über. Eine Traumrunde, der Sagen- und Mythenweg und die RebART mit der Kunst in der Dettelbacher Flur. Hier wie da: Es geht vom Städtchen hinaus in die Weinberge.
www.mainfranken.news Vielschreiber Michael Horling und seine alles fotografierende Partnerin Petra Moritz entschieden sich für die Kunstwerke aus alten Rebenstöcken und Weinbergsdraht – im Wissen, dass sie dabei auch auf viele Sagen und Mythen stoßen werden und Teile der Traumrunde begehen.
Leider ist das mit der Beschilderung der RebART nicht ganz so glücklich gelaufen und mann muss sich den Weg schon zusammen suchen. Und irgendwie schauen alle Kunstwerke auch fast gleich aus. Dennoch: Der am Rathaus startende Weg führt recht schnell in die Weinberge und bietet oben dann einen schönen Blick auf Dettelbach und den Main.
Ein gutes Stündchen kann man locker laufen und erfährt eben auch Mythen über beispielsweise die ungleichen Türme der Pfarrkirche oder wieso Johann Wolfgang von Goethe Wein aus Dettelbach getrunken haben soll.
Eines der Kunstwerke befindet sich relativ weit unten im Tal, wonach der selbe Weg wieder zurück führt und relativ steil nach oben. Deshalb ersparten sich die beiden Schonunger das letzte rund eine Viertel des Weges und liefen direkt über das Beachvolleyballfeld und den Skulpturenpark und den Wasserspielplatz am Main entlang Richtung Ortskern.
Um dann Dettelbach mal richtig anzuschauen mit einer Stadtmauer und Türmen. Durchaus erlebenswert und romantisch. Mitten im Kleinstädtchen um zahlreiche sehenswerte Gebäude herum ist der viele Leerstand natürlich etwas ernüchternd. Es gab mal zahlreiche Gasthäuser, von denen zwar noch einige übrig geblieben sind, von anderen aber – wie auch von Metzgern und Bäckern – blieb lediglich die Beschriftung auf der Gebäudefront. Die Schaukästen mit Speisekarten – leider leer!
Aber ja: Dettelbach kann man sich mal anschauen. Und schön herum laufen. Beim Besuch der Gäste aus dem Landkreis Schweinfurt war gerade der erste Frühlingstag an Ostern – und entsprechend die Parkplätze gut belegt. Auf der kleinen „Wanderung“ entstanden zahlreiche Fotos. Da eine Gaststätte, die für eine Einkehr in Frage gekommen wäre, nach dem Mittagsbetrieb an diesem Feiertag schloss, führte die kleine Reise danach noch nach Rüdenhausen in den Brauerei-Gasthof Wolf.


































