„Wir wollen mit Vollgas auf die Bühne“: The BossHoss kommen am 20. Juni in die Kulturfabrik Cortendorf bei Coburg

„Wir wollen mit Vollgas auf die Bühne“: The BossHoss kommen am 20. Juni in die Kulturfabrik Cortendorf bei Coburg
Foto: Sebastian Balz

COBURG – Am 20. Juni 2026 um 19:30 Uhr kommen The BossHoss mit ihrer „Back to the Boots – LIVE – Summer 2026“-Tour im Zuge des HUK-COBURG open-air-sommers in die Kulturfabrik Cortendorf.

Im Vorfeld hat Ralf Kestel ein Interview mit Frontmann Alec Völkel geführt. Darin spricht dieser unter anderem über die energiegeladenen Live-Shows der Band, Crowdsurfing und Flammenwerfer, die besondere Atmosphäre von Open-Air-Konzerten sowie über das Tourleben zwischen Vollgas auf der Bühne und Familienalltag.

Karten für die Veranstaltung gibt es auf www.kartenkiosk-bamberg.de, telefonisch unter 0951-23837 sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Foto: Sebastian Balz

„Wir wollen mit Vollgas auf die Bühne“

Mit neuer Scheibe und voller Power kommen „The Boss Hoss“ in die Kulturfabrik Cortendorf beim HUK COBURG open-air-sommer – Ein Interview mit Sänger Alec Völkel

„Ich sag‘ zu den Leuten, die unsere Musik nicht zu 100 Prozent mögen: Kommt zu unserer Show und Ihr geht mit ab.“ Diese Empfehlung kommt von einem, dessen Band seit Jahren mit Hits auf allen Radiosendern und in vielen Fernsehsendungen vertreten ist: The Boss Hoss.

Die Country-Rocker aus Berlin ziehen wieder ihre Stiefel an, schmeißen die Harley, Trucks und Nightliner an und touren mit ihrem neuen Album „Back to the Boots“ durchs Land. Am Samstag, 20. Juni, kommen sie um 19:30 Uhr mit einer energiegeladenen Show, jeder Menge Flammenwerfer und Publikum-Surfen in die Kulturfabrik Cortendorf.

Da wackelt nicht nur der Barhocker. Und wer Glück hat, wird zum Abschluss-Chor auf die Bühne geholt, wie beim letzten Open Air-Auftritt in Franken auf Schloss Eyrichshof. Unmittelbar vor Tourstart stand Frontmann Alec Völkel zu einem Interview zur Verfügung.

Frage: Kannst Du Dich noch an die Show auf Schloss Eyrichshof erinnern?
Alec: Dunkel. Das Schloss habe ich noch vor Augen. Aber wir kommen so viel rum und geben jede Menge Konzerte, dass ich oft nicht mehr weiß, wie der Ort hieß, aber Bilder von der Location im Kopf habe.

Damals bist Du in der Menschenmenge untergetaucht. Gibt es wieder Crowdsurfing?
Auf jeden Fall. Crowdsurfing gehört dazu. Mich packt es jedes Mal. Wir sind eine Live-Band. Der Schlüssel zu Boss Hoss ist es, uns auf der Bühne zu erleben. Die Show geht halt ab, ist energiegeladener Rock. Ich sag‘ immer zu den Leuten, die unsere Musik nicht zu 100 Prozent mögen: Schaut Euch die Show an, die wirst Du auf jeden Fall abfeiern. Das ist unsere Leidenschaft, auf der Bühne zu stehen. Wir sind Musiker, weil wir auf die Bühne wollen. Da sind wir zu Hause und geben Gas. Bei jeder Show geht es darum, als wäre es die einzige auf der Welt. Die Leute haben das auch verdient, haben Tickets gekauft, warten lange und sind vielleicht schon viele Jahre Fans, dann muss man ihnen die beste Show geben, die man möglich machen kann. Da kann man sich nicht hinstellen und denken, wir hatten schon zehn Shows, deshalb machen wir es heute ein bisschen easy. Das geht einfach nicht.

Und die meiste Energie geht von Dir aus…
Naja, ich hab‘ halt kein Instrument. Das macht es mir ein bisschen leichter und ich kann über die Bühne fegen. Der Sascha (Vollmer) muss halt singen und Gitarre spielen. Der hat ein bisschen mehr auf der Uhr (grinst).

Bereitest Du Dich mit einem speziellen Programm auf eine Tour vor? Nach dem Konzert in Eyrichshof warst Du ja fix und fertig.
Das erfolgt hauptsächlich mental (lacht herzhaft). Ich nehme mir jedes Mal vor, vorab viel mehr Konditionstraining zu machen, damit es noch mehr flutscht. Aber wie es im Alltag so ist, klappt das nicht immer. Aber ich bringe eine Grundfitness mit, die taugt immer und es ist meistens so, dass nach zwei, drei Wochen – diesmal geht die Tour sogar über viereinhalb Monate – die Fitness automatisch hinzukommt. Das Hauptding ist nicht das Training oder ein Personaltrainer, sondern dass man Bock auf das hat, was man macht. Dann gibt man automatisch Vollgas.

Über vier Monate unterwegs! Da bleibt kaum Zeit für einen Sommer-Urlaub?
Wenig, die Zeit ist knapp bemessen, was für die Familien ein bisschen doof ist wegen Kindern, Sommerferien und so und man kaum ein Wochenende da ist. Wir haben das jetzt so gestrickt, dass wir für zwei Wochen an die Ostsee fahren. Ich bin dann ein paar Tage dabei, dann für einige Konzerte dazwischen weg und dann komme ich wieder zur Familie zurück. Man muss es halt anders organisieren, aber irgendwie geht’s immer.

Was gefällt Euch denn besser: Hallenshows oder Open Air?
Kann man nicht sagen. Es ist alles geil. Wenn’s geil ist, ist es geil. Eine Clubshow, weil klein, eng, wie früher und man sieht sich in die Augen, da hast ne 1:1-Energie mit dem Publikum. Aber auch ein großes Festival ist mega, eine große Halle ist beeindruckend und toll zu sehen, wenn viele Leute kommen und alle Hände oben sind. Und ein Open Air bei prima Wetter und schönem Sonnenuntergang – mehr geht da auch nicht. Das kann man nicht gegeneinander vergleichen.

Eure Besetzung ist seit Jahren stabil, die andere Jungs tauchen aber nur auf der Bühne auf. Woher kommt die Dominanz von Sascha und Dir?
Das ist so gewachsen. Wir sind die Günderväter, da gab’s noch keine Band. Wir hatten die Idee, die ersten Songs aufgenommen, das weitergesponnen, ausgeheckt und auf den Weg gebracht. Die anderen Jungs kamen dann dazu. Durch die Besonderheit, dass wir zwei Sänger sind, was sonst auch eher selten ist, sind wir die zwei Frontsäue. Und das ist damit auch medial automatisch genug. Da wir bei „The Voice“ über ein paar Jahre aufgetreten sind, waren wir die Gesichter von „Boss Hoss“ – wir sind Boss und Hoss, die die Nase vorne haben, obwohl auch noch eine Band dahinter steht. Sascha macht die Musik und ich das Artwork, wie Konzeptvideos und den ganzen Kram. Deswegen kam’s zu dem Sondermodell.

Euer Vorprogramm bestreitet „Picturebook“. Hattet Ihr Einfluss auf die Auswahl der Band?
Klar! Das entscheiden wir, wer mit uns auf Tour geht. „Picturebook“ sind Freunde von uns. Eine Band, die aus Deutschland kommt, aber schwerpunktmäßig in Kalifornien lebt. Auf der Herbsttour waren die drei schon dabei, weil wir sie sehr mögen und sie uns soundmäßig ergänzen. Das ist ein bisschen krachiger. Wir haben sie gerne dabei und sie freuen sich, wenn sie möglichst viele Gigs bekommen.

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