Poly-KING-Event an der THWS mit der Verleihung des 17. Allod-Werkstoff-Preises: 28. Alumni-Veranstaltung des Förderkreises Kunststofftechnik

Poly-KING-Event an der THWS mit der Verleihung des 17. Allod-Werkstoff-Preises: 28. Alumni-Veranstaltung des Förderkreises Kunststofftechnik

WÜRZBURG – Sie hat sich über Jahre zu einem festen Termin im Kalender der Kunststoff- und Elastomertechnik entwickelt: Die Veranstaltung „Poly-KING“, die nun zum 28. Mal an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) stattgefunden hat.

Erneut kamen rund 100 ehemalige Studierende des Studiengangs Kunststoff- und Elastomertechnik an den Campus Röntgenring, um in wohlbekannter Umgebung ein Wiedersehen zu feiern, sich persönlich auszutauschen und über aktuelle Entwicklungen in der Branche zu diskutieren.

Aktuelle Entwicklungen der Kunststofftechnologie

Nachdem Prof. Dr. rer. nat. Volker Herrmann, Fakultät Kunststofftechnik und Vermessung, das Event eröffnete, übernahmen Referenten das Podium, um Themen aus dem Bereich der Kunststofftechnologie vorzustellen. Den Auftakt machte Johannes Platzer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Technologietransferzentrums Haßfurt (TTZ-HAS) mit seiner Präsentation zum Aufbau des Kompetenzzentrums für Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffbranche. Das Projekt „KARE“ zeige auf, wie wichtig nachhaltige Kreislaufwirtschaft auch in der Kunststoffindustrie sei.

Patrick Kuntschke vom Universitätsklinikum Würzburg erläuterte technologiebasierte Fortschritte in der medizinischen Anwendung von Polymeren. Einen weiteren Vortrag hielt Johannes Reeh von Headmade Materials GmbH, der die Verbindung von Additiver Fertigung und Pulvermetallurgie mittels sogenanntem „ColdMetalFusion“ verdeutlichte. Martin Pütz, Senior Director Technology von Sumitomo (SHI) Demag, beleuchtete mit seinem Beitrag zu globalen Entwicklungen auf dem Spritzgießmaschinenmarkt weitreichende technologische Fortschritte und deren wirtschaftliche Implikationen.

Prof. Dr.-Ing. Sven Raisch stellte den Abschluss des Vortragsprogramms dar. Er wurde zu Beginn des Sommersemesters als neuer Professor am Studiengang Kunststoff- und Elastomertechnik berufen und referierte über die „Funktionalisierung von Kunststoffen“, indem er Lösungen für die Herausforderungen der Elektromobilität präsentierte, die sowohl eine technologische als auch umweltbewusste Dimension integrierten.

Verleihung des 17. Allod-Werkstoff-Preises

Für ihre herausragende Arbeit zur „Entwicklung eines wärmeleitfähigen thermoplastischen Elastomers“ gewann Maria Scharting für ihre Bachelor-Abschlussarbeit den 17. Allod-Werkstoff-Preis. Diese Arbeit führte sie in der Allod Werkstoff GmbH in Burgbernheim durch. Prof. Dr. Johannes Krückel betreute die Arbeit. In der Laudatio wurde die praxisnahe und zugleich wissenschaftlich fundierte Herangehensweise von Maria Scharting gelobt, die den gesamten Vorentwicklungsprozess einer Materialentwicklung im Labormaßstab vereinte. Zudem hob Prof. Dr. Herrmann insbesondere ihr Engagement und ihre Detailgenauigkeit hervor. Für ihre Arbeit erhielt Maria Scharting die Note 1,0166.

Verabschiedung von Berthold Dittmann

Ein emotionaler Moment des Abends war die Verabschiedung von Dipl.-Ing. Berthold Dittmann nach 33 Jahren an der THWS in den Ruhestand. Prof. Dr. Herrmann würdigte in einer ausführlichen Rede die Karriere und den unermüdlichen Einsatz von Berthold Dittmann und hob besonders dessen Fähigkeiten als „Allrounder“ und sein Engagement für die Hochschule hervor. Die Dankesworte unterstrichen die Bedeutung von Berthold Dittmanns Beitrag zur Hochschule und die Wertschätzung, die ihm von Kolleginnen, Kollegen und Studierenden gleichermaßen entgegengebracht wird.

Studentische Darbietung als Highlight des Abends

Der Abend klang mit einem warmen Buffet und gemütlichem Beisammensein aus, gekrönt von einer klassischen indischen Tanzdarbietung „Bharatanatyam“. Madhulika Ayyapusetty, Studentin im zweiten Semester des Bachelorstudiengangs Applied Polymer Engineering, performte den kulturellen Abschluss für diese Veranstaltung.

„Das 28. Poly-KING-Event war erneut ein voller Erfolg und unterstrich die Relevanz von Forschung und Austausch in der Polymertechnik“, resümierte Prof. Dr. Herrmann. „Die THWS freut sich schon auf die kommenden Jahre und darauf, weiterhin an alter Wirkstätte der Ehemaligen ein Ort der Innovation und des Dialogs zu sein.“

Über die THWS

Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zählt zu den größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern und steht seit ihrer Gründung im Jahr 1971 für hervorragende Lehre und angewandte Forschung. Mit rund 9.200 Studierenden, einem breit gefächerten Angebot von mehr als 60 Studiengängen sowie zwei Promotionszentren deckt die THWS ein weites Spektrum ab, das von Technik über Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Sprache bis hin zu Gestaltung reicht. Die THWS ist nicht nur regional in Franken und Bayern verwurzelt, sondern auch stark international ausgerichtet, was sich in zahlreichen Kooperationen und Austauschprogrammen weltweit und nicht zuletzt in einem vielseitigen englischsprachigen Studienangebot widerspiegelt.

Auf den Fotos:

Preisträgerin Maria Scharting (Mitte) bei der Vergabe des 17. Allod-Werkstoff-Preises für die beste Abschlussarbeit des Jahres an der THWS im Studiengang Kunststoff- und Elastomertechnik. Links daneben Lukas Kling von der Fa. Allod Werkstoff GmbH, Burgbernheim, und rechts Prof. Dr. Volker Herrmann (Foto: THWS/Volker Herrmann)

Im Rahmen der Veranstaltung übergaben Martin Pütz (li.) und Marco Fischer (re.), beide Sumitomo (SHI) Demag, eine neue vollelektrisch Spritzgießmaschine „IntElect75“ an die THWS, hier stellvertretend Prof. Dr. Melanie Rhode-Tibitanzl (Mitte), um zukünftig Lehre und Forschung maßgeblich zu fördern (THWS/Volker Herrmann)

Dipl.-Ing. Berthold Dittmann (re.) verabschiedet sich nach 33 Jahren an der THWS in den Ruhestand und wurde auf dem Poly-KING-Event von seiner Kollegschaft, Freundinnen und Freunden mit viel Applaus bedacht (Foto: THWS/Volker Herrmann)

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